Katholische Kirche in Deutschland

Aus Kathpedia
(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Erzbistümer und ihre Suffraganbistümer: erg)
(link)
(21 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
'''[[Datei:Ikone Königin von Deutschland.jpg|thumb|right|Ikone Königin von Deutschland]]'''
+
[[Datei:Ikone Königin von Deutschland.jpg|thumb|right|Orthodoxe Ikone: Maria als Königin von Deutschland mit den Heiligen [[Matthias]] und [[Bonifatius]]]]
'''[[Datei:Erzengel.Michael.jpg|thumb|right|Der heilige Erzengel Michael, der [[Patron]] Deutschlands]]'''
+
[[Datei:Erzengel.Michael.jpg|thumb|right|Der heilige Erzengel Michael, der [[Patron]] Deutschlands]]
 
Die katholische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland besteht aus 7 [[Kirchenprovinz]]en mit 7 [[Erzbistum|Erzbistümern]] und 20 dazugehörigen [[Bistum|Bistümern]]. In Deutschland gibt es ca. 12.500 Pfarreien und sonstige Seelsorgestellen.  
 
Die katholische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland besteht aus 7 [[Kirchenprovinz]]en mit 7 [[Erzbistum|Erzbistümern]] und 20 dazugehörigen [[Bistum|Bistümern]]. In Deutschland gibt es ca. 12.500 Pfarreien und sonstige Seelsorgestellen.  
  
 
== Zahlen und Fakten ==
 
== Zahlen und Fakten ==
Die Bundesrepublik Deutschland hat eine Fläche von 357.167,94 km² mit 81,1 Mio. Einwohnern. 92,3 % von ihnen (74 Millionen) haben die deutsche und 7,7 % (6,2 Millionen) eine ausländische Staatsangehörigkeit; unter diesen sind 2,6 Millionen Christen.<ref>Zensus 2011</ref> 23,9 Mio. Menschen (29,5 % der Bevölkerung) sind katholisch. Der katholische Bevölkerungsanteil schwankt zwischen  6 % in Schleswig-Holstein, 18 % in Niedersachsen, 53 % in Bayern und 61 % im Saarland. Mit 2,7 Millionen macht die Zahl der Gottesdienstteilnehmer rund 11% der Gläubigen oder etwa 3,5 % der Gesamtbevölkerung aus. 53 % der Katholiken sind weiblich, 47 % männlich.<ref>Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.): Katholische Kirche in Deutschland. Zahlen und Fakten 2014/15 (Arbeitshilfen 275), S. 6/7.</ref>  
+
Die Bundesrepublik Deutschland hat eine Fläche von 357.167,94 km² mit 81,1 Mio. Einwohnern. 92,3 % von ihnen (74 Millionen) haben die deutsche und 7,7 % (6,2 Millionen) eine ausländische Staatsangehörigkeit; unter diesen sind 2,6 Millionen Christen.<ref>Zensus 2011</ref> Knapp 23,6 Mio. Menschen (28,5 % der Bevölkerung) sind katholisch; die Zahl der Gottesdienstteilnehmer lag 2016 bei rund 10,2% der Gläubigen.  2.574 Menschen traten in die katholische Kirche ein (2015: 2.685), 6.461 wurden wieder aufgenommen. Demgegenüber traten 162.093 Personen (2015: 181.925) aus der Kirche aus.<ref>[http://www.dbk.de/presse/details/?presseid=3440&cHash=e1ecf3b27f78a18867978eab9461137d dbk.de: Kirchenstatistik 2016, 21. Juli 2017]</ref> Der katholische Bevölkerungsanteil schwankt zwischen  6 % in Schleswig-Holstein, 18 % in Niedersachsen, 53 % in Bayern und 61 % im Saarland. 53 % der Katholiken sind weiblich, 47 % männlich.<ref>Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.): Katholische Kirche in Deutschland. Zahlen und Fakten 2014/15 (Arbeitshilfen 275), S. 6/7.</ref>  
  
=== Erzbistümer und ihre Suffraganbistümer ===
+
Die Zahl der Pfarrgemeinden betrug 2016 10.280 (2015: 10.817). Es gab 2016 13.856 Priester (2015: 14.087), 3.296 Diakone (2015: 3.304),  3.200 Pastoralreferentinnen und -referenten sowie 4.537 Gemeindereferentinnen und -referenten. In Deutschland lebten 3.934 Ordensmänner und 15.923 Ordensfrauen, ferner 1.415 Mitglieder von Säkularinstituten. 171.531 Taufen standen 243.323 Bestattungen gegenüber. 176.297 Kinder gingen zur Erstkommunion,
 +
149.796 Jugendliche wurden gefirmt, und 43.610 Brautpaare spendeten sich das Ehesakrament.<ref>[http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2017/2017-121a-Flyer-Eckdaten-Kirchenstatistik-2016.pdf dbk.de: Flyer Eckdaten Kirchenstistik 2016]</ref>
 +
 
 +
Der Anteil von fremdsprachigen Katholiken mit und ohne deutschen Pass an der Gesamtzahl der Katholiken in Deutschland lag 2016 bei 14 Prozent. Gegenüber 2015 erhöhte er sich um rund 45.000 (0,6) Prozent auf 3,36 Millionen.<ref>[https://www.domradio.de/themen/bist%C3%BCmer/2017-08-02/katholische-kirche-profitiert-von-zuwanderung domradio.de: Katholische Kirche profitiert von Zuwanderung], 2. August 2017 (nach KNA).</ref>
 +
 
 +
=== Heutige Situation ===
 +
Beim [[Ad-limina-Besuch]] der deutschen Bischöfe am 20. November 2015 hob [[Papst Franziskus]] das  professionelle Engagement der deutschen Kirche im sozial-karitativen Bereich und im Schulwesen lobend hervor; wenn das katholische Profil dieser Einrichtungen gepflegt werde, seien sie ein "positiver Faktor für den Aufbau einer zukunftsfähigen Gesellschaft". Jedoch unterläge der deutsche Katholizismus einer "Tendenz zu fortschreitender Institutionalisierung der Kirche": "Es werden immer neue Strukturen geschaffen, für die eigentlich die Gläubigen fehlen." Der Papst wies auf einen gerade in traditionell katholischen Gebieten starken Rückgang des sonntäglichen Gottesdienstbesuchs und des sakramentalen Lebens - [[Beichte]], [[Firmung]], [[Ehe]]sakrament - hin: "Wo in den Sechziger Jahren noch weiträumig fast jeder zweite Gläubige regelmäßig [[sonntag]]s zur [[heiligen Messe]] ging, sind es heute vielfach weniger als 10 %." Die Zahl der Berufungen für den Dienst des [[Priester]]s und für das [[Ordensleute|gottgeweihte Leben]] habe stark abgenommen, so dass man "wirklich von einer Erosion des katholischen Glaubens in Deutschland" sprechen könne.<ref>[[Ad-limina-Ansprache von Papst Franziskus an DBK am 20. November 2015]].</ref>
 +
 
 +
Daher erwarte der Papst, dass in den Pastoralplänen der [[Diözese]]n und [[Pfarrei]]en das Sakrament der [[Beichte]] mehr Berücksichtigung finde und die innere Verbindung von [[Eucharistie]] und [[Priestertum]] stets klar sichtbar gemacht werden müsse; die wertvolle Mithilfe von [[Laie]]nchristen im Leben der Gemeinden, wo geistliche Berufungen fehlten, dürfe nicht zum Ersatz des priesterlichen Dienstes werden oder ihn sogar als optional erscheinen lassen.
 +
 
 +
Eine übertriebene Zentralisierung kompliziere das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen Das Gebot der Stunde sei die pastorale Neuausrichtung, also "dafür zu sorgen, dass die Strukturen der Kirche alle missionarischer werden, dass die gewöhnliche Seelsorge in all ihren Bereichen expansiver und offener ist, dass sie die in der Seelsorge Tätigen in eine ständige Haltung des Aufbruchs versetzt und so die positive Antwort all derer begünstigt, denen Jesus seine Freundschaft anbietet".<ref>[[Evangelii gaudium]], 32.27.</ref>
 +
 +
Der emeritierte [[Papst]] [[Benedikt XVI.]] kritisierte 2016 einen "etablierten und hochbezahlten [[Katholizismus]]", in dem "angestellte Katholiken" sich nicht "aus einer Dynamik des Glaubens" in der Kirche engagierten, sondern ihrem Arbeitgeber Kirche in einer "Gewerkschaftsmentalität" gegenüberträten.<ref>[[Benedikt XVI.]]/[[Peter Seewald]]: ''Letzte Gespräche.'' Droemer/Knaur, September 2016, S. 247.</ref>
 +
 
 +
=== Erzbistümer und Bistümer ===
 
* '''[[Erzbistum Bamberg]]''', [[Bistum Eichstätt]], [[Bistum Würzburg]] (alle Bayern), [[Bistum Speyer]] (Rheinland-Pfalz)
 
* '''[[Erzbistum Bamberg]]''', [[Bistum Eichstätt]], [[Bistum Würzburg]] (alle Bayern), [[Bistum Speyer]] (Rheinland-Pfalz)
 
* '''[[Erzbistum Berlin]]''' (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern), [[Bistum Dresden–Meissen]] (Sachsen, Thüringen), [[Bistum Görlitz]] (Brandenburg, Sachsen)
 
* '''[[Erzbistum Berlin]]''' (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern), [[Bistum Dresden–Meissen]] (Sachsen, Thüringen), [[Bistum Görlitz]] (Brandenburg, Sachsen)
Zeile 14: Zeile 28:
 
* '''[[Erzbistum München und Freising]]''', [[Bistum Augsburg]], [[Bistum Passau]], [[Bistum Regensburg]] (alle Bayern)
 
* '''[[Erzbistum München und Freising]]''', [[Bistum Augsburg]], [[Bistum Passau]], [[Bistum Regensburg]] (alle Bayern)
 
* '''[[Erzbistum Paderborn]]''' (Nordrhein-Westfalen, Hessen), [[Bistum Erfurt]] (Thüringen), [[Bistum Fulda]] (Bayern, Hessen, Thüringen), [[Bistum Magdeburg]] (Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt)
 
* '''[[Erzbistum Paderborn]]''' (Nordrhein-Westfalen, Hessen), [[Bistum Erfurt]] (Thüringen), [[Bistum Fulda]] (Bayern, Hessen, Thüringen), [[Bistum Magdeburg]] (Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt)
 +
 +
* Apostolisches Exarchat Deutschland und Skandinavien der Ukrainischen griechisch-katholischen Kirche  (München)
 +
* [[Deutsches Militärordinariat]] (auch: Katholisches Militärbischofsamt)
  
 
Das mitgliederstärkste Bistum ist das Erzbistum Köln mit knapp 2,2 Millionen Katholiken, das kleinste das Bistum Görlitz mit 32.000 Katholiken.<ref>[http://dbk.de/imperia/md/content/kirchlichestatistik/2006eckdaten.pdf dbk.de]</ref>
 
Das mitgliederstärkste Bistum ist das Erzbistum Köln mit knapp 2,2 Millionen Katholiken, das kleinste das Bistum Görlitz mit 32.000 Katholiken.<ref>[http://dbk.de/imperia/md/content/kirchlichestatistik/2006eckdaten.pdf dbk.de]</ref>
Zeile 19: Zeile 36:
 
'''Siehe auch:''' [[Historische Bistümer in Deutschland]]
 
'''Siehe auch:''' [[Historische Bistümer in Deutschland]]
  
==== Weiteres ====
+
=== Strukturen und Arbeitsstellen ===
* Apostolische Exarchie für katholische Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien (München)
+
* Die [[Apostolische Nuntiatur]] befindet sich in Berlin. Apostolischer [[Nuntius]] ist Erzbischof Dr. [[Nikola Eterovic]].
* Militärordinariat
+
* Zur [[Deutsche Bischofskonferenz|Deutschen Bischofskonferenz]] gehören die Diözesan- und Weihbischöfe der deutschen Diözesen. Vorsitzender ist [[Reinhard Marx|Reinhard Kardinal Marx]].
 
+
* Das [[Sekretariat der deutschen Bischofskonferenz]] hat seinen Sitz in Bonn. Sekretär der Bischofskonferenz und Leiter des Sekretariats ist Pater Dr. Hans Langendörfer SJ.
Die [[Apostolische Nuntiatur]] befindet sich in Berlin. Apostolischer [[Nuntius]] ist Erzbischof Dr. [[Nikola Eterovic]].
+
* Rechtsträger der deutschen Bischofskonferenz ist der [[Verband der Diözesen Deutschlands]] mit Sitz in München.
 +
* Das [[Zentralkomitee der Deutschen Katholiken]] ist der Zusammenschluss von Vertretern der Diözesanräte und der katholischen Verbände sowie von Institutionen der Laienvertretung. Präsdident ist Dr. [[Thomas Sternberg]], Generalsekretär Dr. [[Stefan Vesper]]. 
  
 
=== Patrone ===  
 
=== Patrone ===  
Zeile 87: Zeile 105:
  
 
=== Neuzeit ===
 
=== Neuzeit ===
Die [[Reformation]] nimmt in Mitteldeutschland ihren Ursprung. [[Martin Luther]] ist ein [[Augustiner-Eremit]] aus Wittenberg. Seine Veröffentlichung von 95 Thesen sorgen für einen theologischen Eklat und in der Folge stellte sich die kirchliche Hierarchie, allen voren [[Albrecht von Brandenburg]], und Kaiser [[Karl V.]] gegen ihn. Zu den Auslösern der Reformation gehörte der [[Ablasshandel]]. Auch der große weltliche Besitz kirchlicher Institutionen sorgte dafür, dass sich zahlreiche Fürsten und freie Städte auf die Seite Luthers stellten. Es kam zu religiösen Konflikten, die im Augsburger Religionsfrieden [[1550]] gipfelten. Diese Übereinkunft legte fest, dass künftig der Landesherr entschied, welcher Konfession - erlaubt sind neben dem katholischen und lutherischen auch das [[Reformierte Kirchen|reformierte]] Bekenntnis - sein Territorium angehörte. Davon ausgenommen waren die reichsunmittelbaren Städte, in denen die verschiedenen Konfessionen oft gleichberechtigt koexistierten.
+
Die [[Reformation]] nimmt in Mitteldeutschland ihren Ursprung. [[Martin Luther]] ist ein [[Augustiner-Eremit]] aus Wittenberg. Seine Veröffentlichung von 95 Thesen sorgen für einen theologischen Eklat, und in der Folge stellte sich die kirchliche Hierarchie, allen voran Erzbischof [[Albrecht von Brandenburg]] und Kaiser [[Karl V.]], gegen ihn. Zu den Anlässen für die Reformation gehörte der [[Ablasshandel]]. Auch der große weltliche Besitz kirchlicher Institutionen sorgte dafür, dass sich zahlreiche Fürsten und freie Städte auf die Seite Luthers stellten. Es kam zu religiösen Konflikten, die im Augsburger Religionsfrieden [[1550]] gipfelten. Diese Übereinkunft legte fest, dass künftig der Landesherr entschied, welcher Konfession - erlaubt sind neben dem katholischen und lutherischen auch das [[Reformierte Kirchen|reformierte]] Bekenntnis - sein Territorium angehörte. Davon ausgenommen waren die reichsunmittelbaren Städte, in denen die verschiedenen Konfessionen oft gleichberechtigt koexistierten.
  
Katholische Landesherren bemühten sich um die Zurückdrängung der neuen Lehren und auch oft um eine Reform des kirchlichen Lebens. Wichtige Unterstützung leisteten dabei vor allem die [[Jesuiten]], die mit ihren Bildunseinrichtungen segensreich wirkten.
+
Katholische Landesherren bemühten sich darum, die neue Lehre zurückzudrängen, und auch oft um eine Reform des kirchlichen Lebens. Wichtige Unterstützung leisteten bei der [[Gegenreformation]] vor allem die [[Jesuiten]], die mit ihren Bildungseinrichtungen erfolgreich wirkten.
  
Die bewaffneten Konflikte flammten immer wieder auf, speziell in der Geschichte der Kurpfalz, die als Zünglein an der Waage den katholischen Habsburgern die Macht im Reich sicherte. Im dreißigjährigen Krieg fanden die Konfessionskriege ihren blutigen Abschluss. Der Krieg verheerte ganze Landstriche und ausländische Mächte mischten sich ein. Religiöse Gründe wurden dabei immer unwichtiger und Machtinteressen der Herrscher gerieten in den Vordergrund. Der Westfälische Frieden [[1648]] griff den Religionsfrieden von 1550 wieder auf, legte jedoch fest, dass die Landesherren die Konfession ihres Territoriums nicht mehr wechseln durften. Dies hatte zur Folge, dass die konfessionellen Grenzen von 1624 als Normaljahr dienten und Deutschland bis ins 19. Jahrhundert unveränderliche konfessionelle Grenzen hatte, die die Gesellschaft prägten und zur Milieubildung beitrugen.  
+
Die bewaffneten Konflikte flammten immer wieder auf, speziell in der Geschichte der Kurpfalz, die als Zünglein an der Waage den katholischen Habsburgern die Macht im Reich sicherte. Im dreißigjährigen Krieg fanden die Konfessionskriege ihren blutigen Abschluss. Der Krieg verheerte ganze Landstriche, und ausländische Mächte mischten sich ein. Religiöse Gründe wurden dabei immer unwichtiger und Machtinteressen der Herrscher gerieten in den Vordergrund. Der Westfälische Frieden [[1648]] griff den Religionsfrieden von 1550 wieder auf, legte jedoch fest, dass die Landesherren die Konfession ihres Territoriums nicht mehr wechseln durften. Dies hatte zur Folge, dass die konfessionellen Grenzen von 1624 als Normaljahr dienten und Deutschland bis ins 19. Jahrhundert unveränderliche konfessionelle Grenzen hatte, die die Gesellschaft prägten und zur Milieubildung beitrugen.  
  
 
{{Unvollständig|Es muss noch der Zeitabschnitt von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart eingearbeitet werden.}}
 
{{Unvollständig|Es muss noch der Zeitabschnitt von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart eingearbeitet werden.}}
  
 
== Kirchen (Auswahl) ==
 
== Kirchen (Auswahl) ==
 +
* Aachen: [[Aachener Münster]]
 +
* Odenthal: [[Altenberger Dom]]
 
* [[Bamberg]]: [[Dom zu Bamberg|Kaiserdom]]
 
* [[Bamberg]]: [[Dom zu Bamberg|Kaiserdom]]
 +
* Berlin: [[St.-Hedwigs-Kathedrale]]
 
* Billerbeck: [[St. Ludgerus-Dom Billerbeck|St.-Ludgerus-Dom]]
 
* Billerbeck: [[St. Ludgerus-Dom Billerbeck|St.-Ludgerus-Dom]]
 
* Gesmold: [[St. Petrus (Gesmold)|St.-Petrus-Kirche]]
 
* Gesmold: [[St. Petrus (Gesmold)|St.-Petrus-Kirche]]
Zeile 107: Zeile 128:
 
* [[München]]: Liebfrauendom - [[St. Kajetan (München)|St.-Kajetan]].
 
* [[München]]: Liebfrauendom - [[St. Kajetan (München)|St.-Kajetan]].
  
== Klöster (Auswahl) ==
+
== Klöster ==
Siehe auch: [[Liste der Klöster in Deutschland]]
+
Siehe [[Liste der Klöster in Deutschland]]
 
+
* [[Benediktinerinnen Abtei St. Hildegard in Eibingen]]
+
* Karmelitenkloster [[Reisach am Inn]].
+
  
 
== Wallfahrtsorte ==
 
== Wallfahrtsorte ==
* [[Altötting]] (Bistum Passau)
+
Siehe [[Wallfahrtsort#Wallfahrtsorte in Deutschland|Wallfahrtsorte in Deutschland]]
* [[Kevelaer]] (Bistum Münster)
+
* [[Köln]]
+
* [[Kleinenberg]]
+
* [[Maria Vesperbild]]
+
* [[Marienweiher]] (Erzbistum Bamberg)
+
* [[Neviges]]
+
* [[Schönstatt]] (Vallendar, Bistum Trier)
+
* [[Vierzehnheiligen]] (Erzbistum Bamberg)
+
* [[Werl]]
+
  
 
== Menschen ==
 
== Menschen ==
 
=== Heilige und Selige ===
 
=== Heilige und Selige ===
Nachfolgend eine Auswahl besonders verehrter heiliger und seliger Deutscher:
+
Nachfolgend eine Auswahl besonders verehrter Heiliger und Seliger, die in Deutschland gewirkt haben, geboren oder begraben sind:
* [[Hildegard von Bingen]], Äbtissin, Kirchenlehrerin
+
* Apostel [[Matthias (Apostel)|Matthias]]
* [[Bernhard Lichtenberg]], Dompropst,Märtyrer
+
* [[Kilian]], Missionsbischof
 +
* [[Ansgar]], [[Benediktiner]], Erzbischof
 +
* [[Bonifatius (Apostel der Deutschen)]], [[Benediktiner]], Bischof
 +
* [[Ulrich von Augsburg]], Bischof
 +
* [[Norbert von Xanten]], [[Prämonstratenser]], Erzbischof
 +
* [[Hildegard von Bingen]], [[Benediktiner]]in, Äbtissin, [[Kirchenlehrer]]in
 +
* [[Hedwig von Andechs]] oder Hedwig von Schlesien
 +
* [[Elisabeth von Thüringen]], Landgräfin, franziskanische [[Terziar]]in, Wohltäterin
 +
* [[Albertus Magnus]], [[Dominikaner]], Kirchenlehrer
 +
* [[Johannes Duns Scotus]], [[Franziskaner]], Theologe
 +
* [[Adolph Kolping]], Gesellenvater
 +
* [[Konrad von Parzham]], [[Kapuziner]]bruder
 +
* [[Clemens August Graf von Galen]], Kardinal, Bischof
 +
* [[Edith Stein]], Schwester Teresia Benedicta a Cruce OCD
 +
* [[Bernhard Lichtenberg]], Dompropst, Märtyrer
  
 
=== Persönlichkeiten ===
 
=== Persönlichkeiten ===
 
Persönlichkeiten der deutschen Öffentlichkeit sind gesammelt in der [[Liste katholischer Persönlichkeiten in Deutschland]].
 
Persönlichkeiten der deutschen Öffentlichkeit sind gesammelt in der [[Liste katholischer Persönlichkeiten in Deutschland]].
 
== Bemerkenswertes ==
 
=== Der sozial-karitative Bereich ===
 
[[Papst Franziskus]] lobt, dass sich die Kirche in Deutschland professionell im sozial-karitativen Bereich und auch im Schulwesen überaus aktiv engagiert ([[Ad-limina-Ansprache von Papst Franziskus an DBK am 20. November 2015]]).
 
 
=== Erosion des praktizierenden Glaubenslebens in Deutschland ===
 
"Auf der anderen Seite ist aber gerade in traditionell katholischen Gebieten ein sehr starker Rückgang des sonntäglichen Gottesdienstbesuchs und des sakramentalen Lebens zu verzeichnen. Wo in den Sechziger Jahren noch weiträumig fast jeder zweite Gläubige regelmäßig [[sonntag]]s zur [[heiligen Messe]] ging, sind es heute vielfach weniger als 10 %. Die [[Sakrament]]e werden immer weniger in Anspruch genommen. Die [[Beichte]] ist vielfach verschwunden. Immer weniger Katholiken lassen sich [[Firmung|firmen]] oder gehen das Sakrament der [[Ehe]] ein. Die Zahl der Berufungen für den Dienst des [[Priester]]s und für das [[Ordensleute|gottgeweihte Leben]] haben drastisch abgenommen. Angesichts dieser Tatsachen ist wirklich von einer Erosion des katholischen Glaubens in Deutschland zu sprechen" ([[Ad-limina-Ansprache von Papst Franziskus an DBK am 20. November 2015]]).<ref>Konkret: Die jährlichen Kirchenaustritte bewegen sich um 2016 bei zwischen 180.000 und 200.000. An den [[Sonntag]]en gehen knapp 10% der Katholiken in die [[Heilige Messe]], die [[Beichte|Beichtpraxis]] liegt bei 1% – 2% der Gläubigen. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ([[ZdK]]) mit ihren Mitgliederverbänden sind in Gesellschaft und Politik bedeutungslos. [http://www.kathnews.de/ueberlegungen-zur-neuerscheinung-letzte-gespraeche-mit-papst-benedikt Überlegungen zur Neuerscheinung „Letzte Gespräche“ mit Papst Benedikt] von Prof. Dr. [[Hubert Gindert]].</ref>
 
 
=== „Hochbezahlter Katholizismus in Deutschland“, Institutionalisierung und Gläubigenmangel ===
 
[[Papst]] [[Benedikt XVI.]] bemerkt im Buch "Letzte Gespräche" im Jahr 2016: „In Deutschland haben wir diesen etablierten und hochbezahlten [[Katholizismus]], vielfach mit angestellten Katholiken, die dann der Kirche in einer Gewerkschaftsmentalität gegenüber treten. Kirche ist für sie nur der Arbeitgeber, gegen den man kritisch steht. Sie kommen nicht aus einer Dynamik des Glaubens, sondern sind eben in so einer Position. Das ist, glaube ich, die große Gefahr der Kirche in Deutschland, dass sie so viele bezahlte Mitarbeiter hat und dadurch ein Überhang an ungeistlicher Bürokratie da ist.“<ref>[[Benedikt XVI.]]/ [[Peter Seewald]]: Letzte Gespräche Droemer/Knaur September 2016, S. 247 (288 Seiten; Hardcover; ISBN 978-3-426-27695-2).</ref>
 
 
Das Beispiel der »Ehrenamtlichen« Priska und Aquila (vgl. Apg 18,26) gibt [[Papst Franziskus]] im Jahre 2015 zu bedenken. Er sieht eine "Tendenz zu fortschreitender Institutionalisierung der Kirche" in Deutschland. "Es werden immer neue Strukturen geschaffen, für die eigentlich die Gläubigen fehlen. Es handelt sich um eine Art neuen [[Pelagianismus]], der dazu führt, unser Vertrauen auf die Verwaltung zu setzen, auf den perfekten Apparat. Eine übertriebene Zentralisierung kompliziert aber das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen (vgl. [[Evangelii gaudium]], 32). Die Kirche ist kein geschlossenes System, das ständig um die gleichen Fragen und Rätsel kreist. Das Gebot der Stunde ist die pastorale Neuausrichtung, also »dafür zu sorgen, dass die Strukturen der Kirche alle missionarischer werden, dass die gewöhnliche Seelsorge in all ihren Bereichen expansiver und offener ist, dass sie die in der Seelsorge Tätigen in eine ständige Haltung des ›Aufbruchs‹ versetzt und so die positive Antwort all derer begünstigt, denen Jesus seine Freundschaft anbietet« (Evangelii gaudium, 27). Sicher, die Rahmenbedingungen sind dafür in der heutigen Gesellschaft nicht unbedingt günstig. Es herrscht eine gewisse Weltlichkeit vor. Die Weltlichkeit verformt die Seelen, sie erstickt das Bewusstsein für die Wirklichkeit. Ein verweltlichter Mensch lebt in einer Welt, die er selbst geschaffen hat" ([[Ad-limina-Ansprache von Papst Franziskus an DBK am 20. November 2015]]).
 
 
=== Pastoralpläne: die [[Beichte]], die [[Eucharistie]] und geweihte [[Priester]] ===
 
[[Papst Franziskus]] betont, dass wir "das [[Sakrament der Buße]] und der Versöhnung wieder neu zu entdecken. Die [[Beichte]] ist der Ort, wo einem Gottes Vergebung und Barmherzigkeit geschenkt wird. In der Beichte beginnt die Umwandlung des einzelnen Gläubigen und die [[Reform]] der [[Kirche]]. Ich vertraue darauf, dass im [[Jubiläum der Barmherzigkeit|kommenden Heiligen Jahr]] und darüber hinaus dieses für die geistliche Erneuerung so wichtige Sakrament in den Pastoralplänen der [[Diözese]]n und [[Pfarrei]]en mehr Berücksichtigung findet. Desgleichen ist es notwendig, die innere Verbindung von [[Eucharistie]] und [[Priestertum]] stets klar sichtbar zu machen. Pastoralpläne, die den geweihten [[Priester]]n nicht die gebührende Bedeutung in ihrem Dienst des Leitens, Lehrens und Heiligens im Zusammenhang mit dem Aufbau der Kirche und dem sakramentalen Leben beimessen, sind der Erfahrung nach zum Scheitern verurteilt. Die wertvolle Mithilfe von Laienchristen im Leben der Gemeinden, vor allem dort, wo geistliche Berufungen schmerzlich fehlen, darf nicht zum Ersatz des priesterlichen Dienstes werden oder ihn sogar als optional erscheinen lassen. Ohne [[Priester]] gibt es keine [[Eucharistie]]." ([[Ad-limina-Ansprache von Papst Franziskus an DBK am 20. November 2015]]).
 
  
 
== Adressen ==
 
== Adressen ==
Zeile 157: Zeile 165:
 
Telefon: +49 (0)228 103-0<br>
 
Telefon: +49 (0)228 103-0<br>
 
Telefax: +49 (0)228 103-299<br>
 
Telefax: +49 (0)228 103-299<br>
E-Mail: sekretariat@dbk.de
+
E-Mail: sekretariat[at]dbk.de<br>
 +
Internet: [http://www.dbk.de/home/ www.dbk.de]
  
 
=== Zentralkomitee der deutschen Katholiken ===
 
=== Zentralkomitee der deutschen Katholiken ===
Hochkreuzallee 246<br>53175 Bonn<br>Telefon: +49 (0)228 38297-28
+
Hochkreuzallee 246<br>53175 Bonn
 +
 
 +
Telefon: +49 (0)228 38297-28<br>
 +
Telefax: +49 (0) 228 38 297-44<br>
 +
E-Mail: info[at]zdk.de<br>
 +
Internet: [http://www.zdk.de/ www.zdk.de]
  
 
=== Apostolische Nuntiatur ===  
 
=== Apostolische Nuntiatur ===  
Apostolischer Nuntius: Erzbischof Dr. [[Nikola Eterovic]] <br>E-Mail: info@zdk.de
+
Apostolischer Nuntius: Erzbischof Dr. [[Nikola Eterovic]] <br>E-Mail: info[at]zdk.de
 
Lilienthalstraße 3a <br>
 
Lilienthalstraße 3a <br>
 
10965 Berlin
 
10965 Berlin
Zeile 169: Zeile 183:
 
Telefon: +49 (0)30 616240 <br>
 
Telefon: +49 (0)30 616240 <br>
 
Telefax: +49 (0)30 61624300 <br>
 
Telefax: +49 (0)30 61624300 <br>
E-Mail: apostolische-Nuntiatur@t-online.de  <br>
+
E-Mail: apostolische-Nuntiatur[at]t-online.de  <br>
 
Internet: [http://www.nuntiatur.de www.nuntiatur.de]
 
Internet: [http://www.nuntiatur.de www.nuntiatur.de]
  
Zeile 187: Zeile 201:
  
 
'''[[Johannes Paul II.]]'''
 
'''[[Johannes Paul II.]]'''
* 1980 Papst Johannes Paul II.: Brief an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz ([[VAS]] 17).
+
* 15. Mai 1980 [[Schreiben an DBK vom 15. Mai 1980|Brief von Papst Johannes Paul II. an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz bezüglich]] [[Hans Küng]].
* 1980 Predigten und Ansprachen während des Besuchs in Deutschland ([[VAS]] 25).
+
* 15. bis 19. November 1980 [[Erster Pastoralbesuch nach Deutschland von Papst Johannes Paul II. im November 1980|Erster Pastoralbesuch von Papst Johannes Paul II. nach Köln, Brühl, Bonn, Mainz, Münster, Osnabrück, Fulda, München und Altötting]].
* Vom 14. Januar 1983 bis 28. Januar 1983 waren die deutschen Bischöfe beim "Ad-limina-Besuch" ([[DAS]] 1983, S. 1305-1320)
+
* 30. April bis 4. Mai 1987 [[Zweiter Pastoralbesuch nach Deutschland von Papst Johannes Paul II. im Frühjahr 1987|Zweiter Pastoralbesuch von Papst Johannes Paul II. nach Köln, Bonn, Münster, Kevelaer, Essen, Bottrop, Gelsenkirchen, Mülheim a.d. Ruhr, München, Speyer und Augsburg]].
* 30. April bis 4. Mai 1987 Papst Johannes Paul II.: Predigten und Ansprachen beim zweiten Pastoralbesuch in Deutschland, [http://www.dbk-shop.de/de/Deutsche-Bischofskonferenz/Verlautbarungen-des-Apostolischen-Stuhls/Papst-Johannes-Paul-II-Predigten-und-Ansprachen-beim-zweiten-Pastoralbesuch-in-Deutschland.html VAS 77]
+
* 14. November 1989 [[Ansprache von Papst Johannes Paul II. am Ende der Vollversammlung der Deutschen Bischöfe im November 1989|Ansprache von Papst Johannes Paul II. am Ende der Vollversammlung der Deutschen Bischöfe]].
* 27. November 1987 [[Berliner Bischofskonferenz]] ([[DAS]] 1987, S. 1877-1886).
+
* 21. - 23. Juni 1996 [[Dritter Pastoralbesuch nach Deutschland von Papst Johannes Paul II. im Juni 1996|Dritter Pastoralbesuch von Papst Johannes Paul II. nach Paderborn und Berlin]].
* 16. - 28. Januar 1988 waren die deutschen Bischöfe beim "Ad-limina-Besuch" Drei Ansprachen [[VAS]] 80; [[DAS]] 1988, S. 1566-1579)
+
* 22. Februar 2001 [[Apostolischer Brief an alle deutschen Kardinäle vom 22. Februar 2001|Apostolischer Brief an alle deutschen Kardinäle]].
* 14. November 1989 [https://w2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/speeches/1989/november/documents/hf_jp-ii_spe_19891114_conclus-vescovi-diocesani.html ANSPRACHE VON JOHANNES PAUL II. AM ENDE DER VERSAMMLUNG DER DIÖZESANBISCHÖFE DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND]
+
* Vom 14. November 1992 bis 19. Dezember 1992 waren die deutschen Bischöfe beim "[[Ad-limina-Besuch]]" ([[VAS]] 108).
+
* 21. - 23. Juni 1996 Predigten, Ansprachen usw. bei der dritten Pastoralreise von Papst Johannes Paul II. nach Deutschland. [http://www.dbk-shop.de/de/Deutsche-Bischofskonferenz/Verlautbarungen-des-Apostolischen-Stuhls/Papst-Johannes-Paul-II-Predigten-und-Ansprachen-bei-seinem-dritten-Pastoralbesuch-in-Deutschland.html VAS 126].
+
* Vom 8. bis 20. November 1999 waren die deutschen Bischöfe in drei Gruppen in Rom, vom 6. bis 18. November 2006 in zwei Gruppen.  
+
* 22. Februar 2001 [[Brief vom 22. Februar 2001|Brief]] Johannes Pauls II. an alle deutschen Kardinäle.
+
  
 
'''[[Benedikt XVI.]]'''
 
'''[[Benedikt XVI.]]'''
* 18. bis 21. August 2005 Predigten, Ansprachen und Grußworte im Rahmen der Apostolischen Reise von Papst Benedikt XVI. nach Köln anlässlich des XX. Weltjugendtages, [http://www.dbk-shop.de/de/Deutsche-Bischofskonferenz/Verlautbarungen-des-Apostolischen-Stuhls/Predigten-Ansprachen-und-Grussworte-im-Rahmen-der-Apostolischen-Reise-von-Papst-Benedikt-XVI-nach-Koeln-anlaesslich-des-XX-Weltjugendtages.html VAS Nr. 169].
+
* 18. bis 21. August 2005 [[Reise nach Köln von Papst Benedikt XVI. anlässlich des XX. Weltjugendtages im August 2005]].
* 9. bis 14. September 2006 Apostolische Reise Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. nach München, Altötting und Regensburg, [http://www.dbk-shop.de/de/Deutsche-Bischofskonferenz/Verlautbarungen-des-Apostolischen-Stuhls/Apostolische-Reise-Seiner-Heiligkeit-Papst-Benedikt-XVI-nach-Muenchen-Altoetting-und-Regensburg.html VAS 174].
+
* 9. bis 14. September 2006 [[Erster Pastoralbesuch nach Deutschland von Papst Benedikt XVI. im September 2006|Apostolische Reise von Papst Benedikt XVI. nach München, Altötting, Marktl, Regensburg und Freising]].
* Vom 10. November 2006 bis 18. November 2006 waren die deutschen Bischöfe beim "Ad-limina-Besuch"<ref>[http://www.dbk-shop.de/de/Deutsche-Bischofskonferenz/Verlautbarungen-des-Apostolischen-Stuhls/Ansprachen-von-Papst-Benedikt-XVI-und-Grussworte-aus-Anlass-der-Ad-limina-Besuche-der-deutschen-Bischoefe-im-November-2006.html VAS 176]</ref>
+
* 22. bis 25. September 2011 [[Zweiter Pastoralbesuch nach Deutschland von Papst Benedikt XVI. im September 2011|Apostolische Reise von Papst Benedikt XVI. nach Berlin, Erfurt, Etzelsbach, Lahr/Schwarzwald, Freiburg im Breisgau]].
* 22. bis 25. September 2011 Apostolische Reise Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. nach Berlin, Erfurt und Freiburg. Predigten, Ansprachen und Grußworte [http://www.dbk-shop.de/de/Verlautbarungen-des-Apostolischen-Stuhls/Apostolische-Reise-Seiner-Heiligkeit-Papst-Benedikt-XVI-nach-Berlin-Erfurt-Etzelsbach-Freiburg/189.html VAS 189].
+
  
'''[[Papst Franziskus]]'''
+
[[Ad-limina-Besuch#Deutschland|Ansprachen der Päpste an die Deutschen Bischöfe bei den Ad-limina-Besuchen]]
* Vom 16. bis 21. November 2015 Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe in Rom ([[Ad-limina-Ansprache von Papst Franziskus an DBK am 20. November 2015]]).<ref>[http://www.kath.net/news/52962 Papst Franziskus: Ansprache: Erosion des katholischen Glaubens in Deutschland] [[Kath.net]] am 20. November 2015.</ref>
+
  
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==
Zeile 212: Zeile 219:
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
 +
* Deutsche Bischofskonferenz: „Mehr als Strukturen ... Entwicklungen und Perspektiven der pastoralen Neuordnung in den Diözesen“. Dokumentation des Studientages der Frühjahrs-Vollversammlung 2007 der Deutschen Bischofskonferenz (Arbeitshilfen Nr.213)  [http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/arbeitshilfen/AH_213.pdf dbk.de: AH 213.pdf.]
 
* [http://www.kath.net/detail.php?id=20866 Der deutsche Weg! Mit Gott und St. Michael!] [[Kath.net]] am 18. September 2008
 
* [http://www.kath.net/detail.php?id=20866 Der deutsche Weg! Mit Gott und St. Michael!] [[Kath.net]] am 18. September 2008
 
* [http://www.vaticanhistory.de/kp/index.html Die deutschen Kirchenprovinzen bei Vaticanhistory.de]
 
* [http://www.vaticanhistory.de/kp/index.html Die deutschen Kirchenprovinzen bei Vaticanhistory.de]

Version vom 3. September 2018, 13:45 Uhr

Orthodoxe Ikone: Maria als Königin von Deutschland mit den Heiligen Matthias und Bonifatius
Der heilige Erzengel Michael, der Patron Deutschlands

Die katholische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland besteht aus 7 Kirchenprovinzen mit 7 Erzbistümern und 20 dazugehörigen Bistümern. In Deutschland gibt es ca. 12.500 Pfarreien und sonstige Seelsorgestellen.

Inhaltsverzeichnis

Zahlen und Fakten

Die Bundesrepublik Deutschland hat eine Fläche von 357.167,94 km² mit 81,1 Mio. Einwohnern. 92,3 % von ihnen (74 Millionen) haben die deutsche und 7,7 % (6,2 Millionen) eine ausländische Staatsangehörigkeit; unter diesen sind 2,6 Millionen Christen.[1] Knapp 23,6 Mio. Menschen (28,5 % der Bevölkerung) sind katholisch; die Zahl der Gottesdienstteilnehmer lag 2016 bei rund 10,2% der Gläubigen. 2.574 Menschen traten in die katholische Kirche ein (2015: 2.685), 6.461 wurden wieder aufgenommen. Demgegenüber traten 162.093 Personen (2015: 181.925) aus der Kirche aus.[2] Der katholische Bevölkerungsanteil schwankt zwischen 6 % in Schleswig-Holstein, 18 % in Niedersachsen, 53 % in Bayern und 61 % im Saarland. 53 % der Katholiken sind weiblich, 47 % männlich.[3]

Die Zahl der Pfarrgemeinden betrug 2016 10.280 (2015: 10.817). Es gab 2016 13.856 Priester (2015: 14.087), 3.296 Diakone (2015: 3.304), 3.200 Pastoralreferentinnen und -referenten sowie 4.537 Gemeindereferentinnen und -referenten. In Deutschland lebten 3.934 Ordensmänner und 15.923 Ordensfrauen, ferner 1.415 Mitglieder von Säkularinstituten. 171.531 Taufen standen 243.323 Bestattungen gegenüber. 176.297 Kinder gingen zur Erstkommunion, 149.796 Jugendliche wurden gefirmt, und 43.610 Brautpaare spendeten sich das Ehesakrament.[4]

Der Anteil von fremdsprachigen Katholiken mit und ohne deutschen Pass an der Gesamtzahl der Katholiken in Deutschland lag 2016 bei 14 Prozent. Gegenüber 2015 erhöhte er sich um rund 45.000 (0,6) Prozent auf 3,36 Millionen.[5]

Heutige Situation

Beim Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe am 20. November 2015 hob Papst Franziskus das professionelle Engagement der deutschen Kirche im sozial-karitativen Bereich und im Schulwesen lobend hervor; wenn das katholische Profil dieser Einrichtungen gepflegt werde, seien sie ein "positiver Faktor für den Aufbau einer zukunftsfähigen Gesellschaft". Jedoch unterläge der deutsche Katholizismus einer "Tendenz zu fortschreitender Institutionalisierung der Kirche": "Es werden immer neue Strukturen geschaffen, für die eigentlich die Gläubigen fehlen." Der Papst wies auf einen gerade in traditionell katholischen Gebieten starken Rückgang des sonntäglichen Gottesdienstbesuchs und des sakramentalen Lebens - Beichte, Firmung, Ehesakrament - hin: "Wo in den Sechziger Jahren noch weiträumig fast jeder zweite Gläubige regelmäßig sonntags zur heiligen Messe ging, sind es heute vielfach weniger als 10 %." Die Zahl der Berufungen für den Dienst des Priesters und für das gottgeweihte Leben habe stark abgenommen, so dass man "wirklich von einer Erosion des katholischen Glaubens in Deutschland" sprechen könne.[6]

Daher erwarte der Papst, dass in den Pastoralplänen der Diözesen und Pfarreien das Sakrament der Beichte mehr Berücksichtigung finde und die innere Verbindung von Eucharistie und Priestertum stets klar sichtbar gemacht werden müsse; die wertvolle Mithilfe von Laienchristen im Leben der Gemeinden, wo geistliche Berufungen fehlten, dürfe nicht zum Ersatz des priesterlichen Dienstes werden oder ihn sogar als optional erscheinen lassen.

Eine übertriebene Zentralisierung kompliziere das Leben der Kirche und ihre missionarische Dynamik, anstatt ihr zu helfen Das Gebot der Stunde sei die pastorale Neuausrichtung, also "dafür zu sorgen, dass die Strukturen der Kirche alle missionarischer werden, dass die gewöhnliche Seelsorge in all ihren Bereichen expansiver und offener ist, dass sie die in der Seelsorge Tätigen in eine ständige Haltung des Aufbruchs versetzt und so die positive Antwort all derer begünstigt, denen Jesus seine Freundschaft anbietet".[7]

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. kritisierte 2016 einen "etablierten und hochbezahlten Katholizismus", in dem "angestellte Katholiken" sich nicht "aus einer Dynamik des Glaubens" in der Kirche engagierten, sondern ihrem Arbeitgeber Kirche in einer "Gewerkschaftsmentalität" gegenüberträten.[8]

Erzbistümer und Bistümer

  • Apostolisches Exarchat Deutschland und Skandinavien der Ukrainischen griechisch-katholischen Kirche (München)
  • Deutsches Militärordinariat (auch: Katholisches Militärbischofsamt)

Das mitgliederstärkste Bistum ist das Erzbistum Köln mit knapp 2,2 Millionen Katholiken, das kleinste das Bistum Görlitz mit 32.000 Katholiken.[9]

Siehe auch: Historische Bistümer in Deutschland

Strukturen und Arbeitsstellen

Patrone

  • Erzengel Michael
  • Bonifatius, Apostel der Deutschen
  • Petrus Canisius, Schutzpatron der katholischen Schulorganisation in Deutschland
  • Orthodoxe Christen verehren Maria als "Königin von Deutschland" sowie die gleichnamige Ikone in besonderer Weise. [10]

Theologische Fakultäten

Katholische Theologische Fakultäten bestehen an folgenden Orten:

  • Augsburg: Universität [1]
  • Bamberg: Otto-Friedrich-Universität [2]
  • Benediktbeuern: Philosophisch-Theologische Hochschule der Salesianer [3]
  • Bochum: Ruhr-Universität [4]
  • Bonn: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität [5]
  • Eichstätt: Katholische Universität [6]
  • Erfurt: Universität [7]
  • Frankfurt/Main: Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen [8]
  • Freiburg: Albert-Ludwigs-Universität [9]
  • Fulda: Theologische Fakultät [10]
  • Mainz: Johannes Gutenberg-Universität [11]
  • München: Ludwig-Maximilians-Universität [12]
  • Münster: Philosophisch-Theologische Hochschule Münster (Träger:Kapuziner) [13]
  • Münster: Westfälische-Wilhelms-Universität [14]
  • Paderborn: Theologische Fakultät [15]
  • Passau: Universität [16]
  • Regensburg: Universität [17]
  • St. Augustin: Philosophisch-Theologische Hochschule der Steyler Missionare [18]
  • Trier: Theologische Fakultät [19]
  • Tübingen: Eberhard-Karls-Universität [20]
  • Vallendar: Philosophisch-Theologische Hochschule (PTHV) der Pallottiner [21]
  • Würzburg: Bayerische Julius-Maximilians-Universität [22]

Schule, Erziehung, Jugendarbeit

  • In 9.331 Kindertageseinrichtungen in katholischer Trägerschaft wurden im Jahr 2014 592.300 Kinder von 86.424 Mitarbeitern betreut; 27 % der Kinder hatten einen Migrationshintergrund.
  • Etwa 300 kirchliche Träger unterhielten 905 katholische Schulen aller Schulformen (Grundschulen, Gymasien, Berufsschulen und Internate), die von etwa 370.000 Kindern und Jugendlichen besucht wurden.
  • Im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) sind 17 katholische Jugendverbände und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern zwischen 7 und 28 Jahren zusammengeschlossen.

Geschichte

Antike

Das Christentum erreichte Germanien schon zu römischer Zeit, vor allem verbreitet durch Soldaten aus anderen Teilen des römischen Reiches. In den Städten Trier, Mainz und Köln entstanden ab dem 3. Jahrhundert Bistümer.

Auch zu Zeiten der Völkerwanderung überlebte das Christentum - anders als früher angenommen - in den ehemals römischen Teilen Germaniens, wie durch archäologische Grabfunde belegt ist. Freilich blieb der Osten Germaniens heidnisch. Im Westen Germaniens, in der Provinz Germania Inferior, siedelten die Römer das Volk der Franken an - in der Hoffnung, diese würden die Reichsgrenze verteidigen. Beim Zusammenbruch des Imperiums übernahmen die Franken das Erbe Roms am Rhein. Im Südwesten, in der Provinz Germania Superior, bildeten sich die Alemannen. Beide Stämme bildeten Herrschaften, jedoch besiegte König Chlodwig I. im Jahr 496 die Alemannen bei der Schlacht von Zülpich. Bei dieser Schlacht gelobte der Überlieferung nach Chlodwig seine Taufe, was ausschlaggebend für die Christianisierung des sich bildenden Frankenreiches wurde. Entscheidend war auch der Entschluss Chlodwigs, sich nicht arianisch, sondern trinitarisch taufen zu lassen.

Mittelalter

Im Frankenreich bildete sich eine von Rom recht unabhängige Reichskirche. Der König (bzw. sein Hausmeier) nahm großen Einfluss auf die Bischofsernennungen. Eine Wende brachte jedoch die Mission des Bonifatius, der vom Papst zur Mission beauftragt wurde und von ihm auch das Pallium empfing. Bonifatius gründete in seinem Missionsgebiet zahlreiche Klöster und Bistümer (739: Bistum Passau und Bistum Regensburg, 741: Bistum Würzburg und Bistum Büraburg, 742: Bistum Erfurt, 743/751: Kloster in Fulda, ebenso das Bistum Eichstätt). Karl der Große reformierte die Kirche, vor allem Liturgie und Bildungswesen, was zu einer großen Blüte des religiösen Lebens führte. Als unrühmliche Episode gilt die von ihm in die Wege geleitete gewaltsame Sachsenmission.

Nach Karl dem Großen spaltete sich das Frankenreich: Aus dem Ostteil entstand das Heilige Römische Reich (der Zusatz deutscher Nation kam erst im ausgehenden Mittelalter auf). Unter Otto dem Großen kam es zu weiteren Bistumsgründungen (Erzbistum Magdeburg, Bistum Meißen, Bistum Merseburg und Bistum Zeitz).

Im 11. Jahrhundert kam es zum Investiturstreit, in dem sich Papst und Kaiser in der Frage der Laieninvestitur (Einsetzung von Bischöfe durch den Herrscher) entzweien. Der Streit kulminierte im Gang nach Canossa (Januar 1077) durch Kaiser Heinrich IV. Erst mit dem Wormser Konkordat (23. September 1122) wurdeder Konflikt gelöst, indem zwischen weltlicher Einsetzung der Bischöfe als Landesherren und geistlicher Weihe unterschieden wurde. Erstere blieb nach wie vor im Kompetenzbereich des Kaisers, letztere ist Sache der Kirche.

Auch deutsche Ritter und Herrscher beteiligten sich an den Kreuzzügen. Beim zweiten Kreuzzug begleitete Kaiser Konrad III. das Heer, den dritten Kreuzzug führte Kaiser Friedrich I. Barbarossa an; dieser ertrank jedoch 1190 nach einer siegreichen Schlacht. 1198 wurde der Ordo Teutonicus (Deutscher Orden) als dritter Ritterorden, nach den Templern und Johannitern, gegründet, der sich überwiegend aus Rittern aus den deutschsprachigen Teilen des Reiches rekrutierte. Der Deutsche Orden führt nach dem Ende der Kreuzzüge ins Heilige Land den Kreuzzugsgedanken im Land der Prußen weiter. An der Weichselmündung entstand der Deutschordensstaat, aus dem sich später Preußen entwickeln wird.

Im 12. Jahrhundert wurden auf dem Reichsgebiet zahlreiche Klöster des Prämonstratenser- und Zisterzienserordens gegründet, die sich der Mission und der Urbarmachung der jüngeren, östlichen Teile des Reiches widmeten. Im 13. Jahrhundert kamen die Bettelorden hinzu, die Franziskaner und die Dominikaner, die sich vor allem in den Städten niederließen und auch die mittelalterliche Philosophie und Theologie (Scholastik) ausarbeiteten.

Eine Zäsur stellte das Auftreten der Pest um das Jahr 1350 dar, die in vielen Landstrichen weite Teile der Bevölkerung dahinraffte. Die Gläubigen gründeten Pestbruderschaften, in denen die Mitglieder sich gegenseitig Gebet und Unterstützung bei Begräbnissen zusicherten. Auch auf Frömmigkeit und religiöse Kunst hatte die Pest große Auswirkungen: Das Antlitz des leidenden Christus am Kreuz wurde in den Mittelpunkt gestellt und in der Devotio Moderna kames zu einer verstärkten Auseinandersetzung des Individuums mit seinem Schöpfer.

In beginnenden fünfzehnten Jahrhundert fand ein Konzil auf deutschem Boden statt: Im Konzil von Konstanz (1414-1418) rangen die Bischöfe um die Zukunft der Kirche angesichts des Gegenpapsttums.

Neuzeit

Die Reformation nimmt in Mitteldeutschland ihren Ursprung. Martin Luther ist ein Augustiner-Eremit aus Wittenberg. Seine Veröffentlichung von 95 Thesen sorgen für einen theologischen Eklat, und in der Folge stellte sich die kirchliche Hierarchie, allen voran Erzbischof Albrecht von Brandenburg und Kaiser Karl V., gegen ihn. Zu den Anlässen für die Reformation gehörte der Ablasshandel. Auch der große weltliche Besitz kirchlicher Institutionen sorgte dafür, dass sich zahlreiche Fürsten und freie Städte auf die Seite Luthers stellten. Es kam zu religiösen Konflikten, die im Augsburger Religionsfrieden 1550 gipfelten. Diese Übereinkunft legte fest, dass künftig der Landesherr entschied, welcher Konfession - erlaubt sind neben dem katholischen und lutherischen auch das reformierte Bekenntnis - sein Territorium angehörte. Davon ausgenommen waren die reichsunmittelbaren Städte, in denen die verschiedenen Konfessionen oft gleichberechtigt koexistierten.

Katholische Landesherren bemühten sich darum, die neue Lehre zurückzudrängen, und auch oft um eine Reform des kirchlichen Lebens. Wichtige Unterstützung leisteten bei der Gegenreformation vor allem die Jesuiten, die mit ihren Bildungseinrichtungen erfolgreich wirkten.

Die bewaffneten Konflikte flammten immer wieder auf, speziell in der Geschichte der Kurpfalz, die als Zünglein an der Waage den katholischen Habsburgern die Macht im Reich sicherte. Im dreißigjährigen Krieg fanden die Konfessionskriege ihren blutigen Abschluss. Der Krieg verheerte ganze Landstriche, und ausländische Mächte mischten sich ein. Religiöse Gründe wurden dabei immer unwichtiger und Machtinteressen der Herrscher gerieten in den Vordergrund. Der Westfälische Frieden 1648 griff den Religionsfrieden von 1550 wieder auf, legte jedoch fest, dass die Landesherren die Konfession ihres Territoriums nicht mehr wechseln durften. Dies hatte zur Folge, dass die konfessionellen Grenzen von 1624 als Normaljahr dienten und Deutschland bis ins 19. Jahrhundert unveränderliche konfessionelle Grenzen hatte, die die Gesellschaft prägten und zur Milieubildung beitrugen.

Qsicon Ueberarbeiten.png ACHTUNG: Dieser Artikel oder Abschnitt ist noch unvollständig. Es muss noch der Zeitabschnitt von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart eingearbeitet werden. Verbessere doch bitte den Artikel und entferne anschließend diesen Baustein.


Kirchen (Auswahl)

Klöster

Siehe Liste der Klöster in Deutschland

Wallfahrtsorte

Siehe Wallfahrtsorte in Deutschland

Menschen

Heilige und Selige

Nachfolgend eine Auswahl besonders verehrter Heiliger und Seliger, die in Deutschland gewirkt haben, geboren oder begraben sind:

Persönlichkeiten

Persönlichkeiten der deutschen Öffentlichkeit sind gesammelt in der Liste katholischer Persönlichkeiten in Deutschland.

Adressen

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (DBK)

Pater Dr. Hans Langendörfer SJ
Kaiserstraße 161
53113 Bonn

Telefon: +49 (0)228 103-0
Telefax: +49 (0)228 103-299
E-Mail: sekretariat[at]dbk.de
Internet: www.dbk.de

Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Hochkreuzallee 246
53175 Bonn

Telefon: +49 (0)228 38297-28
Telefax: +49 (0) 228 38 297-44
E-Mail: info[at]zdk.de
Internet: www.zdk.de

Apostolische Nuntiatur

Apostolischer Nuntius: Erzbischof Dr. Nikola Eterovic
E-Mail: info[at]zdk.de Lilienthalstraße 3a
10965 Berlin

Telefon: +49 (0)30 616240
Telefax: +49 (0)30 61624300
E-Mail: apostolische-Nuntiatur[at]t-online.de
Internet: www.nuntiatur.de

Päpstliche Verlautbarungen

Leo XIII.

Pius XI.

Pius XII.

Johannes Paul II.

Benedikt XVI.

Ansprachen der Päpste an die Deutschen Bischöfe bei den Ad-limina-Besuchen

Literatur

  • Maria-Christine Zauzich: Unsere Bischöfe. Die Bischöfe der Bundesrepublik Deutschland und Berlins und ihre Bistümer. Herausgegeben von P. Gerhard Eberts. Pattloch Verlag Augsburg 1990 (168 Seiten; 2., überarbeitete Auflage).

Weblinks

Anmerkungen

  1. Zensus 2011
  2. dbk.de: Kirchenstatistik 2016, 21. Juli 2017
  3. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.): Katholische Kirche in Deutschland. Zahlen und Fakten 2014/15 (Arbeitshilfen 275), S. 6/7.
  4. dbk.de: Flyer Eckdaten Kirchenstistik 2016
  5. domradio.de: Katholische Kirche profitiert von Zuwanderung, 2. August 2017 (nach KNA).
  6. Ad-limina-Ansprache von Papst Franziskus an DBK am 20. November 2015.
  7. Evangelii gaudium, 32.27.
  8. Benedikt XVI./Peter Seewald: Letzte Gespräche. Droemer/Knaur, September 2016, S. 247.
  9. dbk.de
  10. Vgl. Orthpedia: Königin von Deutschland.
Meine Werkzeuge