Ikone

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Johannes Ikone

Eine Ikone ist ein Kultbild der Ostkirche, auf dem Gott z.B. als Heilige Dreifaltigkeit, Jesus, Maria oder ein Heiliger abgebildet werden.

Die ersten Ikonen sind bereits aus dem 6. Jahrhundert bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Herstellung

Traditionell werden Ikonen im Kloster hergestellt, oft werden sie aber auch von speziellen Ikonenmalern produziert.

Die Ikonenmalerei geschiet nach einem bestimmten Muster, d.h. bestimmte Heiligenattribute der dargestellten Personen müssen erfüllt werden, sodass sich viele Ikonen (beispielsweise Christus- und Marienikonen) sehr ähneln.

Verbreitung

Berühmte Ikonen sind die Dreifaltigkeitsikone von Rubljow und die Christusikone des Katharinenklosters auf der Halbinsel Sinai, die Jesus als Christus Pantokrator zeigt. Orthodoxe Christen in Deutschland verehren die Gottesmutter auch als mit der Ikone der "Königin von Deutschland". [1]

Sie sind nicht nur in der Orthodoxie verbreitet, sondern erfreuen sich auch im Westen großer Beliebtheit.

Ikonenfrömmigkeit in der Ostkirche

Ikonen werden als Verbindungsstück zwischen dem Heligen und des Beters geshen. Ikonen werden in der Orthodoxie zu Hause an einer Art Hausaltar platziert. Darüber hinaus gibt es in Teilen der ostkirchlichen Tradition den Brauch eines Familienheiligen, dessen Ikone dort ebenso seinen Platz findet. Das Küssen von Ikonen ist ebenso ein Zeichen der Verehrung des Dargestellten.

Geschichtliches

Nach der Überwindung des bilderfeindlichen Ikonoklasmus entwickelte sich die Ikonographie weiter. Sie gab sich eine endgültige Form und eine theologische Legitimation. Die Ikone – hierarchisch und von großer symbolischer Ausstrahlungskraft – wurde selber Teil der liturgischen Feier: Sie bildet das gefeierte Geheimnis ab und stellt es als bleibende Gegenwart dem gläubigen Volk vor.[2]

Literatur

Siehe auch: Hesychiatherapie, Byzantinischer Bilderstreit

Weblinks

Anmerkungen

  1. Vgl. Orthpedia: Königin von Deutschland.
  2. 17. Dezember 2001 Direktorium über die Volksfrömmigkeit und die Liturgie, Nr. 28.
Meine Werkzeuge