Kapuziner

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Die Kapuziner (Ordo fratrum minorum capucinorum "Orden der Kapuziner-Minderbrüder", OFMCap) sind ein Zweig der franziskanischen Familie. Mit heute rund 11.000 Mitglieder in 1.800 Niederlassungen zählen sie zu den größten Ordensgemeinschaften der Welt. Ihr besonderes Charisma zeichnet sich durch "Einfachheit, Volksnähe und brüderlichen Geist" aus.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gegründet wurden die Kapuziner 1525 durch den Franziskaner Matteo von Bascio, der eine engere Orientierung am Geiste des Franziskus leben wollte. Dabei fand er keine Unterstützung bei seinen Oberen. Doch Matteo lernte die Adlige Catarina Cybo von Camerino kennen und wird von ihr in seinem Vorhaben unterstützt. Bereits 1528 erkannte Papst Klemens VII., der Onkel Catarinas, mit der Bulle "Religionis zelus" den Orden an.

Die Kapuziner wirkten zunächst in der Fürsorge für Pestkranke. Der neuen Gemeinschaft schlossen sich vor allem Franziskaner an, die eine strengere Observanz der Regel leben wollten. 1581 kamen die Kapuziner in die Schweiz und gründeten das Kloster Altdorf. Nach München und Salzburg kamen die Kapuziner 1600, nach Münster im Jahr 1611. Sie wurden in Deutschland neben den Jesuiten zur treibenden Kraft der Gegenreformation. In der Folgezeit waren die Kapuziner bekannt für ihre Predigt- und Volksmissionstätigkeit.

Struktur

Deutschland

In Deutschland gibt es seit Pfingsten 2010 eine Provinz. An diesem Datum wurden die rheinisch-westfälische und die bayerische Provinz zusammengelegt. Die neue Provinz hat ihren Sitz in München.

Literatur

  • E. Lindner, OFMCap: Die Heiligen des Kapuzinerordens, Altötting 1978.

Weblinks

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