Papst

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Papst Benedikt XVI.
Tiara mit Schlüsseln.jpg

Papst (v. griech. πάπ(π)ας páp(p)as, abgeleitet lat. papa, "Papa", "Vater") ist der religiöse Titel für das Oberhaupt der Römisch-Katholischen Kirche. Eine andere Bezeichnung ist Heiliger Vater.

Unter der Bezeichnung Heiliger Stuhl handelt der Papst mit der Kurie international als nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt und vertritt zugleich den Vatikanstaat, dessen Staatsoberhaupt er ist.

Der derzeitige Papst ist Franziskus, der am 13. März 2013 in dieses Amt gewählt wurde.

Seit dem 14. Jh., definitiv seit 1870 residiert der Papst im Apostolischen Palast neben dem Petersdom. Kathedralkirche des Papstes ist die Lateranbasilika. Der Papst-Thron wird auch Kathedra Petri genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Papst ist Nachfolger des Apostels Petrus, der der erste Bischof von Rom der Kirche ist und zwischen 64 und 67 in Rom den Märtyrertod erlitten hat.

Außer der Traditon zeugt das Schriftwort im Matthäus-Evangelium der Bibel Kapitel 16, Vers 18-19:

Du bist Petrus und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Und dir will ich die Schlüssel über die Himmelreiche geben. Was du auf Erden bindest, wird im Himmel gebunden sein. Und was du auf Erden lösest, wird in den Himmeln gelöst sein.

Siricius von Rom (385399) bezeichnet sich als Erster amtlich als papa, als ausschließliche Amtsbezeichnung für den Bischof von Rom wird der Begriff von Gregor I. (590-604) gesetzlich festgeschrieben.

Da die koptische Kirche bereits seit dem Konzil von Chalcedon 451 (vor Gregor) nicht mehr zur gleichen Kirche wie die lateinische gehört, führt ihr Oberhaupt ebenfalls den Titel Papst.

Seit Leo I. (Bischof von Rom 440 bis 461) führt der römische Papst die Bezeichnung „Pontifex Maximus“, den bis zu Kaiser Gratian der römische Kaiser als oberster römischer Priester trug (mögliche Etymologien unter anderem: Oberster Brückenbauer oder Pfadbahner, sinngemäß: Hoher Priester).

Besonders im Mittelalter ergab sich des Öfteren die Situation, dass mehrere Päpste gleichzeitig das Amt beanspruchten, da zu Lebzeiten eines bereits kanonisch gewählten Papstes ein Gegenpapst eingesetzt wurde. Dazu kam es, weil sich zum Beispiel das Kardinalskollegium spaltete, der Kaiser oder römische aristokratische Familien in die Papstwahl eingriffen. Solche Eingriffe sind inzwischen unter Androhung der Exkommunikation verboten. Außerdem kam es im 14. Jahrhundert für ca. 70 Jahre zu einer Verlegung der faktischen Residenz des Papstes (aber als Bischof von Rom!) nach Avignon und zum großen Schisma (siehe Avignonesisches Papsttum und Abendländisches Schisma).

Im 15. Jahrhundert gewann der Konziliarismus an Auftrieb, der aber bald nach der Überwindung des genannten Schismas zurückgedrängt wurde.

Stellung des Papstes

Der Papst gilt in der katholischen Kirche als oberster Herr der Gesamtkirche und Stellvertreter Christi auf Erden. „Wo Petrus, da ist die Kirche - Ubi Petrus, ibi Ecclesia“. Das Zweite Vatikanische Konzil stellte dieser universalen Stellvertreterrolle des Bischofs von Rom die Stellvertreterrolle jedes Bischofs in seiner Diözese an die Seite: "Die Bischöfe leiten die ihnen zugewiesenen Teilkirchen als Stellvertreter und Gesandte Christi." (LG 27)

Die Katholische Kirche hat "dem Römischen Papst zu allen Zeiten die höchste Verehrung gezollt; nennt ihn doch Cyrill von Alexandrien auf dem Konzil von Ephesus den Bischof der Bischöfe, den Vater und Patriarchen des ganzen Erdkreises. Da er nämlich den Bischofsstuhl des Apostelfürsten Petrus innehat, den dieser, wie geschichtlich feststeht, bis zu seinem Lebensende beibehielt, so ist nach der Anschauung der Kirche in ihm der höchste Grad der Würde und die unumschränkte Fülle der Jurisdiktionsgewalt vereint, und dies nicht auf Grund irgendwelcher synodaler oder sonstiger menschlicher Verordnungen, sondern kraft göttlichen Rechts. Daher ist der Papst der Vater und Führer aller Gläubigen und Bischöfe sowie aller andern Würdenträger, gleichviel welche Ämter und Vollmachten sie haben; er ist als Nachfolger Petri und wahrer, rechtmäßiger Stellvertreter Christi des Herrn das Haupt der gesamten Kirche."[1]

Das erste Vatikanische Konzil (18691870) beschreibt feierlich die Stellung des Papstes:

1. "Wenn jemand sagt, der Apostel Petrus sei nicht von Christus dem Herrn zum Fürsten aller Apostel und zum sichtbaren Haupt der ganzen streitenden Kirche bestellt worden oder er habe nur einen Ehrenvorrang, nicht aber den Vorrang wahrer und eigentlicher Machtvollkommenheit (primatum iurisdicationis) von demselben Jesus Christus, unserem Herrn direkt und unmittelbar empfangen, der sei im Banne."

2. "Wer sagt, der heilige Petrus habe nicht auf Grund der Einsetzung durch Christus den Herrn und auf Grund göttlichen Rechtes in dem Vorrang (Primat) über die gesamte Kirche dauernde Nachfolger oder der römische Bischof sei nicht der Nachfolger des heiligen Petrus in diesem Vorrang, der sei im Banne."

3. "Unter Gutheißung des heiligen Konzils lehren und definieren Wir (Pius IX.) als von Gott geoffenbartes Dogma, dass der römische Bischof, wenn er ex cathedra spricht, d.h. wenn er als Hirt und Lehrer aller Christen kraft seiner höchsten apostolischen Autorität endgültig festlegt, dass eine Lehre bezüglich des Glaubens oder der Sitten von der gesamten Kirche zu halten ist, durch den göttlichen Beistand, der dem heiligen Petrus verheißen ist, die Unfehlbarkeit besitzt, die nach dem Willen des göttlichen Erlösers seine Kirche bei der Definierung einer Glaubens- und Sittenlehre haben sollte, und dass deshalb derartige Definitionen des römischen Bischofs aus sich, nicht aber (erst) infolge der Zustimmung der Kirche, unabänderlich sind."

Papst Pius XI. schreib in der Enzyklika Mirari vos (13): Die eine solche Richtung planen, mögen erwägen, dass dem Römischen Papst alleine die Verordnungen der Regeln der Kirche zustehen, so wie es der heilige Papst Leo bezeugt. Ihm alleine, und nicht einem beliebigen Menschen, ist es gegeben, über die Regeln der väterlichen Einrichtungen zu beschließen.

In der Alten Kirche gab es fünf maßgebliche Patriarchen (in der Reihenfolge des durch ökumenische Konzile definierten Ehrenvortritts):

  1. den Bischof von Rom
  2. den Bischof von Konstantinopel (seit Chalcedon im gleichen Rang wie Rom, aber im Vortritt nach Rom, da Rom älter ist)
  3. den Bischof von Alexandria
  4. den Bischof von Antiochia
  5. den Bischof von Jerusalem

Damals schon galt unter den Christen der römische Bischofssitz als „primus inter pares“, da Rom die Hauptstadt des Römischen Reiches war und die Kirche von Rom insbesondere durch die Gräber der „Apostelfürsten“ Petrus und Paulus als verehrungswürdig angesehen wurde. Der Kirchenhistoriker Eusebius von Caesarea († 339) notiert das Martyrium von Petrus und Paulus in Rom als eine in der ganzen Kirche bekannte Tatsache. Irenäus von Lyon († um 202) gibt die römische Ortstradition wieder, wonach das römische Bischofsamt sich in direkter Nachfolge vom Apostel Petrus herleitet, der der erste Vorsteher (episkopos) der römischen Christengemeinde gewesen ist. Auch das Patriarchat von Antiochia beruft sich darauf, dass Petrus (bevor er nach Rom gegangen sei) dort der erste Bischof war (seit dem Jahr 38). Ebenso führen sich die übrigen Patriarchate (und einige weitere östliche Bischofssitze) auf einen Apostel zurück.

Für die Anwendung von Matthäus 16,18 auf die Bischöfe von Rom als Petrusnachfolger findet sich das früheste schriftliche Zeugnis bei Papst Damasus I. im 4. Jahrhundert. Dort wird auch die römische Kirche erstmals exklusiv als "sedes apostolica" (apostolischer Stuhl) bezeichnet - eine Sonderstellung, die von den übrigen Patriarchaten nicht anerkannt wird. Durch die Teilung des Römischen Reiches wurden aber die monarchischen Tendenzen des einzigen westlichen (lateinischen) Patriarchensitzes weiter begünstigt.

Kirchenrecht

Wahl

Der Papst wird im Konklave, einer Versammlung aller Kardinäle, die zum Zeitpunkt des Todes des Vorgängers jünger als 80 Jahre sind, auf Lebenszeit gewählt. Der Gewählte ergreift das Amt durch seine Annahme der Wahl. Der Wahlakt selbst hat also nur Bedeutung als Zeichen der (göttlichen) Bestimmung. (Wichtig für den Konflikt um die Gültigkeit der Wahl von Alexander VI.) Das Konklave wird jeweils in der Sixtinischen Kapelle (la cappella sistina) abgehalten. 1996 wurde mit der Konstitution Universi Dominici Gregis die früher geforderte Zweidrittelmehrheit plus eine Stimme ab dem 33. erfolglosen Wahlgang durch eine absolute Mehrheit ersetzt. Benedikt XVI. hob diese Anordnung im Jahre Februar 2007 wieder auf;

siehe auch: Sedisvakanz, Konklave.

Namensgebung

Nach der erfolgten Wahl wird der neue Papst gefragt, welchen Namen er annimmt. Die Namenswahl unterliegt der freien Entscheidung des Papstes. Päpste können Namen annehmen, die die latinisierte Form ihres bürgerlichen Namens darstellen (Julius II. = (fast) Giuliano della Rovere, Hadrian VI. = Adrian Florisz, Marcellus II. = Marcello Cervini), was jedoch seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr vorgekommen ist. Viele Päpste nehmen die Namen bedeutender Vorgänger an (Leo, Gregor) oder auch jene von Heiligen (z.B. Paul II. und Paul VI. nach dem Apostel Paulus). Andere gehen nach der Bedeutung der Namen (Clemens = milde; Pius = fromm; Innozenz = unschuldig). Nicht üblich ist, dass der Papst den Namen eines der zwölf Apostel oder der Evangelisten wählt ((keine) Ausnahme: Papst Markus, der zivil so hieß); der Papstname Johannes bezieht sich auf Johannes den Täufer.

Ursprünglich behielten die Päpste nach der Wahl ihren bürgerlichen Vornamen. Der erste Papst, der seinen Namen änderte, war Johannes II. im Jahr 533. Er hieß eigentlich Mercurius und wollte als Papst nicht den Namen eines heidnischen Gottes tragen. Jedoch blieb die Annahme eines neuen Namens bis zum Ende des 1. Jahrtausends eine Ausnahme.

Der erste Papstname, der wiederholt verwendet wurde, war Sixtus (bzw. griech. Xystos; bei Sixtus II. (257)). Seitdem werden die Namen, die mehrfach vergeben werden, wie Herrschernamen mit römischen Ziffern versehen. Die Päpste der Antike und des Frühmittelalters trugen jedoch häufig Namen, die kein zweites Mal in Gebrauch kamen. Einige der antiken Namen (Klemens, Pius, Eugen, Paul etc.) wurden ab dem Hochmittelalter und damit dem Aufkommen der Namenswahl wieder aufgegriffen.

Johannes Paul I. wählte in Erinnerung an seine beiden Vorgänger den ersten Doppelnamen der Papstgeschichte. Zugleich war dies der erste neue Papstname seit Papst Lando (913-914). Nachdem er nach 33 Tagen im Amt starb, wählte sein Nachfolger Karol Wojtyła ebenfalls diesen Papstnamen und wurde Johannes Paul II. genannt. Der Name des derzeitigen Papstes Franziskus nimmt Bezug auf Franz von Assisi. siehe auch: Papstnamen

Rücktritte

Päpste werden grundsätzlich auf Lebenszeit gewählt. Das Kirchenrecht 1983 sieht die Möglichkeit eines Rücktritts vor, von dem aber selbst der schwer kranke Johannes Paul II. nach dem Jahr 2000, obwohl viele darüber spekulierten, keinen Gebrauch machte. Benedikt XVI. trat am 28. Februar 2013 von seinem Amt zurück:

Falls der Papst auf sein Amt verzichten sollte, ist zur Gültigkeit verlangt, dass der Verzicht frei geschieht und hinreichend kundgemacht, nicht jedoch, dass er von irgendwem angenommen wird. (Can. 332 — § 2. CIC)

"Zurücktreten kann man in einer friedlichen Minute, oder wenn man einfach nicht mehr kann. Aber man darf nicht in der Gefahr davonlaufen und sagen, es soll ein anderer machen. Wenn ein Papst zur klaren Erkenntnis kommt, dass er physisch, psychisch und geistig den Auftrag seines Amtes nicht mehr bewältigen kann, dann hat er ein Recht und unter Umständen auch eine Pflicht, zurückzutreten." (Interviewbuch: Papst Benedikt XVI.: Licht der Welt. Ein Gespräch mit Peter Seewald, S. 47). Papst Franziskus meinte dazu, dass von nun an es grundsätzlich möglich sei, dass der Bischof von Rom bei besonderen Gründen sein Amt niederlege, wenn er sich nicht mehr in der Lage sehe, es auszuüben.[2]

Es gab mehrere Beispiele von Rücktritten in der Geschichte der römischen Päpste: Der bekannteste dürfte der bisher einzige freiwillige Rücktritt Coelestins V. im Jahr 1294 sein. Papst Gregor XII. wurde im Zuge des Konzils von Konstanz zum Rücktritt gezwungen. Benedikt IX. war ganze drei Mal Papst, trat dreimal zurück (1044, 1045, 1048) zu Gunsten seiner Verwandten.

Titel

Die Titel des Papstes lauten:

  • Bischof von Rom
  • Stellvertreter Jesu Christi auf Erden (Vicarius Christi)
  • Nachfolger des Apostelfürsten (gemeint ist Petrus)
  • Oberster Priester der Weltkirche (Ehrentitel, der seine Stellung in der Liturgie regelt, gerade wenn Patriarchen konzelebrieren.)
  • Oberster Brückenbauer (Pontifex maximus) (Geht zurück auf den Titel Pontifex Maximus im römischen Reich)
  • Primas von Italien
  • Metropolit und Erzbischof der Kirchenprovinz Rom (wie alle Metropolitanbischöfe übt er bestimmte Aufsichts- und Kontrollrechte über seine Suffraganbischöfe aus)
  • Souverän des Staates der Vatikanstadt (der weltliche Titel des Papstes)
  • Diener der Diener Gottes (ein Titel, den Papst Gregor der Große gegeben hat. Lateinisch: servus servorum dei)
  • Der Titel Patriarch des Abendlandes, den die Päpste seit 450, seit ihn Leo der Große angenommen hatte, geführt hatten, wurde im Annuario Pontificio des Jahres 2006 (dem offiziellen Jahrbuch des Vatikans) aus der offiziellen Papsttitulatur entfernt.

Die Unterschrift des doppelten "P", ist ein Teil der päpstlichen Unterschrift und steht für Pastor Pastorum, Hirt der Hirten.

Insignien

Die päpstlichen Insignien bestehen aus

  • dem Papstthron (Cathedra Petri)
  • der Papstkrone (Tiara). Papst Paul VI. war bislang der letzte Papst, der mit der Tiara gekrönt wurde. Im November 1964 legte er die Tiara ab. Seine Nachfolger verzichteten fortan auf eine Krönungszerememonie, führten die Tiara aber weiterhin in ihrem persönlichen Wappen. Papst Benedikt XVI. wählte in seinem persönlichen Wappen statt der Tiara eine einfache Bischofsmitra mit drei goldenen, in der Mitte verbundenen Ringen.
  • Pileolus (in weiss)
  • dem päpstlichen Hirtenstab (Ferula; vgl. Kreuzstab Benedikt XVI.)
  • dem Fischerring (anulus piscatoris)
  • dem Pallium
  • dem Fanon
  • dem Subcinctorium
  • den päpstlichen Schuhen (diese sind traditionell in Rot gehalten)
  • Pluviale
  • Falda (weiße Kleid)
  • Mantum (roter Papstumhang)

Kleidung

Reise- und Alltagsbekleidung: Der Papst trägt gewöhnlich eine weiße Soutane, ein weißes Zingulum (Gürtel) und ein weißes Pileolus. Für kältere Tage steht dem Papst ein roter Mantel, der sogenannte „Mantello“ zur Verfügung. In den Wintermonaten ist dieser rote Mantel zusätzlich mit Hermelin gefüttert. Als weitere Kopfbedeckung trägt der Heilige Vater in der kalten Jahreszeit einen Camauro, der ebenfalls mit Hermelin gefüttert sein kann. Papst Benedikt XVI. trug im Dezember 2005 als erster Papst seit Johannes XXIII. wieder diese Kopfbedeckung über dem Pileolus. Auf seiner Brust trägt der Papst (wie jeder katholische Bischof) das Pektorale, ein Brustkreuz.

Liturgische Bekleidung: Während liturgischer Feiern trägt der Papst ein gewöhnliches Messgewand, eine Mitra und ein Pallium. Alternativ kann er über seiner Soutane ein Chorhemd und eine Mozetta tragen. Letztere kann durch einen Hermelinbesatz ergänzt werden.

Herkunft der Päpste

Seit dem 9. Jahrhundert entstammten die Päpste, bis hin zu Benedikt XV., weit überwiegend dem Adel, seit dem 16. Jahrhundert waren es fast ausnahmslos italienische Aristokraten.

Zu den Ausnahmen von adliger Herkunft (1300-1914) zählen:

  • Hl. Coelestin V., P. Peter Murrone OSB, Einsiedler
  • Sel. Benedikt XI., P. Klaus Boccasini OP, Dominikaner, Sohn eines Notars
  • Johannes XXII., Jakob Duèse, Sohn eines Schusters
  • Benedikt XII., Jakob Fournier, Zisterzienser, Sohn eines Handwerkers
  • Urban VI., Bartholomäus Prignano, Sohn eines Metzgers aus Apulien, bislang letzter zum Papst gewählter Nichtkardinal
  • Nikolaus V., Thomas Parentucelli, Arztsohn
  • Paul II., Peter Barbo, aus venezianischer Kaufmannschaft
  • Sixtus IV., P. Franz Rovere Franziskaner, Sohn eines Handwerkers
  • Hadrian VI., Adrian Florens, Niederländer, Sohn eines Zimmermanns
  • Marcellus II., Marcel Cervini, Sohn eines päpstlichen Beamten
  • Hl. Pius V., P. Michael Ghisleri, Dominikaner
  • Sixtus V., P. Felix Peretti, Franziskaner
  • Innozenz IX., Johann Anton Facchinetti, Sohn eines Handwerkers (?)
  • Sel. Innozenz XI., Benedikt Odescalchi, Kaufmannsfamilie aus Como
  • Clemens XIV., P. Lorenz Ganganelli, Franziskaner, Arztsohn
  • Gregor XVI., P. Maurus Capellari, Calmaldulenser-Mönch, Sohn eines Notars, bislang letzter gewählter Nichtbischof
  • Hl. Pius X., Josef Sarto, Landpfarrer.

Seit 1922 wurden ausnahmslos Priester bürgerlicher Herkunft zu Päpsten erhoben. Eher großbürgerlichem Milieu entstammten der Wissenschaftler Pius XI. (Vater: Geschäftsmann) und die Kuriendiplomaten Pius XII. und Paul VI. (Väter: Juristen). Der Vater des Kirchenhistorikers und Nuntius Johannes XXIII. war Kleinlandwirt. Der Vater von (zuvor) Theologieprofessor Johannes Paul I. war Arbeiter, der Vater von (zuvor Professor) Johannes Paul II. habsburgischer Offizier und der Vater von (zuvor gleichfalls Professor) Benedikt XVI. bayerischer Polizeibeamter. Der Vater von Papst Franziskus, der als Ordenspriester (SJ) zuletzt Seelsorger und Beichtvater war, bevor er (Weih-) Bischof wurde, arbeitete als kaufmännischer Angestellter bei der argentinischen Eisenbahn, Einwanderer aus dem Piemont (bei Turin).

weitere Päpste

Die katholische Kirche kennt, in nicht ernst gemeinter Bezeichnung, zwei Arten weiterer "Päpste":
Zum einen wird der Generalobere der Jesuiten aufgrund der Farbe seiner Kleidung als der "schwarze" Papst bezeichnet.
Zum anderen gilt der Kardinalpräfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker als der "rote" Papst.

Literatur

siehe: Ulrich Nersinger

Medien

Siehe auch: Liste der Päpste, Papstbestimmungen für alle Zukunft

Weblinks

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Papst aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Wikipedia-Artikel steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Anmerkungen

  1. Catechismus Romanus, Vom Sakrament der Weihe, Nr. 25.
  2. Franziskus: Rücktritt von Benedikt XVI. hat «Tür geöffnet» Kath.net am 27. Mai 2014
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