Gott

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Der Gott, altgr. θεός, lat. Deus.

Werden in einer Religion viele Götter verehrt, nennt man dies Polytheismus, wird nur ein Gott verehrt, Monotheismus. Monotheistische Religionen sind Christentum, Judentum und Islam.

Die Christen nennen Gott auch Allmächtiger, Schöpfer, Himmlischer Vater, Mutter, Lieber Gott, Mein Gott, Herr (Der Herr sprach zu Moses), Oberster Richter.

Der Mensch ist, seit er sich über seine Existenz bewusst ist, mit der Frage des "Woher?" und "Wohin?" beschäftigt (Ps 8,5 EU). Die Christen glauben an den einen Gott in drei Personen (Trinität, "Dreifaltigkeit"): Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Noch zu Beginn der Neuzeit war es außergewöhnlich, die Existenz Gottes zu bestreiten, so wie im Judentum bis heute die Existenz Gottes außer Frage steht. Erst zu Ende des 19. Jahrhunderts breitete sich in Europa der Atheismus aus. Die Kirche konnte sich auch lange Zeit im 20. Jahrhundert noch auf die selbstverständlich anzutreffende religiöse Praxis derer stützen, die an Gott glauben. Während aber einerseits der Fortschritt (einschließlich der großen Katastrophen der Gegenwart) die Religion zu beeinträchtigen schien, ist die Gottesfrage sowohl aus wissenschaftlicher Perspektive als auch aus Gründen der existenziellen Erfahrungen der Gegenwart zumindest wieder offen.

Eine Theologie, die auf selbstbewusste Weise von der Glaubenstradition der Kirche spricht, könnte also neue Aufmerksamkeit finden: Insofern der Mensch auf Erden keine unmittelbare Erkenntnis des göttlichen Wesens besitzt, sondern dieses nur indirekt in der Weise einer gleichsam im Dunkeln tastenden Annäherung aus den Werken Gottes in der Schöpfung erschließen kann, kann der Mensch eher sagen, was Gott nicht ist, als was er wirklich ist (vgl. Thomas von Aquin, STh I q. 2). Diese prinzipiell negative (philosophische) Theologie wird durch die Offenbarung Gottes in gewisser Weise überholt und aufgehoben, da Gott sich im Wort selbst aussagt und mitteilt. Dennoch bleibt auch innerhalb dessen das Prinzip der Analogie gewahrt, wonach zwischen Schöpfer und Geschöpf keine noch so große Ähnlichkeit ausgesagt werden kann, ohne dass diese Benennung nicht eine noch größere Unähnlichkeit in sich einschließt (vgl. 4. Laterankonzil, 1215, DH 806).

Die Erkenntnisse über Gott lassen sich so zusammenfassen: "Gott ist das absolut vollkommene Wesen; er ist der Ursprung und Schöpfer aller Dinge. Er ist das Ziel der Schöpfung und ihr Vollender. Er allein ist der Gute schlechthin. Gott in seiner ewigen Existenz ruht in sich; Gott verdankt sich niemand anderem. Er ist reiner Geist, erhaben über seine Schöpfung (transzendent), von ihr verschieden und doch durch sein erhaltendes Wirken und seine Vorsehung in ihr zuinnerst gegenwärtig (immanent).

Gott ist gerecht und barmherzig, allwissend und allmächtig. Er ist der Heilige, der absolute Herr, der dennoch freie Wesen erschaffen hat, die dazu berufen sind, ihn zu lieben und ihm zu dienen. In Jesus Christus hat das ungeschaffene und ewige Wort Gottes Fleisch angenommen. Gott ist auf diese Weise Mensch geworden in der Zeit, ohne sein Gottsein aufzugeben oder zu verlieren. Im Heiligen Geist, der dritten göttlichen Person, heiligt und vollendet Gott das Werk seiner Liebe im Hinblick auf den Menschen und die ganze Schöpfung."[1]

Die Verehrung Gottes nennt man Anbetung (griechisch λατρεία, latreía "Latrie"; lateinisch adorátio). Formen der Gottesverehrung sind Liturgie und Opfer.

Inhaltsverzeichnis

Eingriffe Gottes in die Menschheitsgeschichte

Seit Anbeginn der Zeiten hat Gott in die Menschheitsgeschichte eingegriffen und die Menschen geführt. Propheten waren auserwählt, die Worte Gottes bis zur Geburt des Erlösers zu überbringen. Ein besonderer Prophet war Johannes der Täufer, der zeitgleich mit Jesus Christus lebte und diesen taufte.

Der Glaube an Gott erhöht die Lebensqualität

“Die Zeitschrift ‘Psychologie heute’ berichtete im Juni 1997, dass der Glaube an einen gütigen Gott mit einem höheren Grad an seelischer Gesundheit einhergehe. Er erleichtere die Bewältigung von Stress, Kummer, Verlust und Lebenskrisen und beschleunige Genesungsprozesse. ‘Die Gläubigen konsumierten weitaus weniger Drogen und Alkohol als die Nicht-Gläubigen, begingen weniger Selbstmorde, hätten niedrigere Scheidungsraten und besseren Sex.” Auch Jörns’ Studie [eine Studie von Klaus-Peter Jörns von 1997] zeigte, dass ‘Gottgläubige’ das ‘Ende einer Liebe’ seltener als die anderen Typgruppen zu ihren prägendsten Lebenserfahrungen zählen. [2]

Siehe auch: Barmherzigkeit Gottes, Gerechtigkeit Gottes, Heiligkeit Gottes, Jahwe

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

  1. Josef Spindelböck: Gibt es eine Ethik ohne Gott? Anmerkungen zur Frage der absoluten Verankerung sittlicher Werte und Normen. In: Katholische Monatsschrift Jahrg. 35, Nr. 3 (März 2005), S. 143-150, hier S. 145.
  2. Der Politikwissenschaftler Dr. Andreas Püttmann im Interview mit Michael Ragg vom Pur Magazin, Juli/August 2010.
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