Ostern

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dominica-Resurrectionis.JPG
Qsicon Ueberarbeiten.png ACHTUNG: Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Der Artikel ist nicht enzyklopädisch, sondern essayistisch-erbaulich. Wichtige Aspekte fehlen, z.B. neutestamentliche Grundlegung. Eine inhaltliche Begründung befindet sich gegebenenfalls auf der Diskussionsseite. Wenn du Lust hast, verbessere den Artikel und entferne anschließend diesen Baustein.

Ostern ist das Hochfest der Auferstehung Jesu Christi und das ranghöchste Fest im christlichen Kirchenjahr.

Das Osterfest ist der Höhepunkt der Heiligen Woche, in der die Kirche des Todes und der Auferweckung Jesu gedenkt und das Pascha-Mysterium feiert. Die Osterzeit beginnt mit der Feier der Osternacht und endet an Pfingsten.

Auf die Osterfeier zielt die ganze Fastenzeit ab. Ist doch der Sohn Gottes Mensch geworden und ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, das verloren ist (Lk 19,10 EU), das heißt um die Menschheit zu erlösen und in ihr die Herrschaft der Gnade zu begründen. Wohl kostet ihn die Errichtung dieser Herrschaft auf Erden einen Kampf, ja sein Leben; aber Ostern ist der Tag seines Sieges. Er kämpft in der Seele der einzelnen, um hier, auf den Trümmern des Menschen, die Herrschaft der Gnade durchzuführen. An Ostern erringt er, liturgisch gesehen, in der Einzelseele und somit auch in der Kirche, den Sieg über den Tod und die Sünde. Die Seele ersteht mit ihm in der heiligen Taufe, aus dem Grabe der Sünde zum Leben der Gnade. Ostern ist das Fest der Erlösung, eine Vorstufe zur ewigen Erlösung zum ewigen Ostern. "Denn ich lebe und ihr sollt auch leben" (Johannes 14, 19).

Wie nach den heiligen Vätern die Tage der Fastenzeit die irdische Pilgerschaft bedeutet, so sind die Tage der Osterzeit ein Bild der ewigen Glückseligkeit. Sie sind wie ein einziger, der heiligen Freude geweihter Festtag. Daher klingt das Alleluja, das heißt "Preiset den Herrn", jener ewige Jubelruf des himmlischen Jerusalem, die ganze Osterzeit als Ausdruck der Freude und Liebe, des Lichtes und des Lebens, des Jubels, Dankes und Preises, der Hoffnung auf Unsterblichkeit hindurch. Ist doch Jesus nach seiner Auferstehung bis zur Himmelfahrt bei den Seinen, um sie zu trösten, zu erfreuen, ihnen den Frieden zu wünschen, sie zu unterweisen. Eine Erinnerung an dieses vierzigtägige Verweilen des Herrn bei den Seinen ist die ihn versinnbildende Osterkerze , die bis zum Fest der Himmelfahrt beim feierlichen Gottesdienste leuchtet. Während dieser Freudenzeit wird nicht gefastet, denn es heißt: "Wie können die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Bräutigam bei ihnen ist ? Es wird aber die Zeit kommen, daß der Bräutigam von ihnen genommen wird, alsdann werden sie fasten" (Matthäus 9,15) und bis ins Mittelalter hinein waren sämtliche Tage der Osterwoche gebotene Feiertage, wie ein großes Fest.

Die Vorsehung Gottes hat es gefügt, dass dieses Geheimnis und somit auch seine liturgische Feier gerade in die Zeit fällt, wo die Natur wieder aus dem Grabe hervorgeht. Die Fluren erglänzen im neuen Grün, die Bäume legen ihren Schmuck wieder an, der Gesang der Vögel ertönt in der Luft und die Sonne, das strahlende Bild des triumphierenden Heilandes, sendet Ströme von Licht in die wiedergeborene Erde. So werden sich die Kinder der Kirche dem nimmer endenden Allelujajubel anschließen, ihre eigene geistige Auferstehung feiern und in sich aufnehmen die Stimmung der Kirche, die in dem Rufe ihren Ausdruck finden: "Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat, da laßt uns frohlocken und fröhlich sein !" (Psalm 118,24). Sie werden so jenen Frieden kosten, mit dem der Auferstandene so oft sein Apostel begrüßt und beglückt hat.

Inhaltsverzeichnis

Biblische Grundlegung

Das älteste Zeugnis von der Auferweckung Jesu ist im 1. Korintherbrief des Paulus von Tarsus erhalten:

„Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf. Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen. Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln. Als Letztem von allen erschien er auch mir, dem Unerwarteten, der "Missgeburt".“

1 Kor 15,3-8 EU

Tages-, Wochen- und Jahresostern

Im liturgischen Jahr “ist die Feier des Pascha-Mysteriums […] das herausragende Moment des christlichen Kultes, und zwar in seiner täglichen, wöchentlichen und jährlichen Abfolge”.[1] In jeder Heiligen Messe wird das Pascha-Mysterium, das österliche Geheimnis von Tod und Auferweckung Jesu, vergegenwärtigt und gefeiert. Die 1970 erneuerte Liturgie der Heiligen Messe rückte den Einschub „Mysterium fidei“ („Geheimnis des Glaubens“, 1 Tim 3,9 EU und 3,16 EU) aus dem Kelchwort des Einsetzungsberichts im Eucharistischen Hochgebet ans Ende. Auf den Ruf von Diakon oder Priester „Geheimnis des Glaubens!“ antwortet die versammelte Gemeinde jetzt mit der neu in die Liturgie eingefügten Akklamation: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit (vgl. 1 Kor 11,23-26 EU).

Das Pascha-Mysterium bestimmt zentral die jährliche Osterfeier am Ostertriduum („Jahres-Ostern“), aber auch alle Feste und Gedenktage des Kirchenjahres und vorzüglich jeden Sonntag, den „Auferstehungstag“ oder „Herrentag“ als „Wochen-Ostern“.[2] Der Sonntag wird so zum „Fundament und Kern des ganzen liturgischen Jahres“.[3]

Vollkommener Ablass

An Ostern spendet der Papst nach dem Angelusgebet am Mittag den traditionellen Segen Urbi et orbi ("Der Stadt [Rom] und dem Erdkreis"), mit dem ein Ablass unter den gewöhnlichen Bedingungen verbunden ist.

Der Ablass des Päpstlichen Segens gilt auch dann, wenn der Gläubige, der aus einem vernünftigen Grund während der Feier nicht persönlich anwesend sein kann, über Rundfunk (seit 1939),[4] Fernsehen (seit 1985)[5] sowie über das Internet (seit 1995)[6] in frommer Gesinnung an der Segensspendung teilnimmt (vgl. Enchiridion indulgentiarum 1999).

Literatur

Osterlamm aus Biskuitteig-Ein Backbrauch zu Ostern

Aktuell

  • Art. "Ostern" in: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche (LThK). 3. Auflage. Band 7, Herder, Freiburg im Breisgau 1998, Sp. 1176-1182.
  • Ordo Hebdomadae Sanctae instauratus. Editio iuxta typicam Vaticanam. Ratisbonae, Friderici Pustet, 1956.
  • H.A.P. Schmidt: Hebdomada Sancta. Zwei Bände, Rom 1956-57.
  • Kongregation für den Gottesdienst: Rundschreiben „Über die Feier von Ostern und ihre Vorbereitung“ (Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 81), Bonn 1990, S. 15–46.

Historisch

  • P. Avrillon: Anleitung zur heiligen Feier der Oster- und Pfingstzeit. Hurter Verlag Schaffhausen 1862 (283 Seiten).
  • Odo Casel: Art und Sinn der ältesten christlichen Osterfeier. In: Jahrbuch für Liturgiewissenschaft. 14. Bd., 1934, S. 1–78.
  • Bernhard Scherer: Das Ostergeheimnis im Lichte des Kirchengebetes. Josef Habbel Verlag 1947 (116 Seiten).
  • Hansjörg Auf der Maur: Die Osterfeier in der alten Kirche (Liturgica Oenipontana 2), LIT-Verlag, Münster 2003, ISBN 3-8258-6048-5.

Brauchtum

  • Walter Heim: Osterbrauchtum, Kanisius Verlag, Freiburg/Schweiz 1979 (40 Seiten).
  • Hans Weyhe: Christusgebete, Band 2.2. Impulse für die Osterzeit, Impulse für eine eucharistische Spiritualität, Gesamtausgabe der 7 Bände,Bernardus Verlag, ISBN 10: 3-910082-29-7.
  • Vinzenz Stebler: Osterzeit, Kanisius Verlag, Freiburg/Schweiz; St. Gabriel Mödling 1979 (47 Seiten; ISBN 3-85764-084-7).
  • Marilis Lunkenbein (Hsgr.): Mein allererstes Osterbuch. Gemalt von Robert Erke, Pattloch Verlag, Augsburg 1990 (48 Seiten).

Päpstliche Schreiben

Weblinks

Anmerkungen

  1. Paul VI.: Mysterii paschalis, 14. Februar 1969: „Mysterii paschalis celebrationem potissimum habere in religioso christianorum cultu momentum, eandemque per dierum, hebdomadarum totiusque anni explicari cursum, dilucide sacrosancto Concilio Vaticano II docemur.” ([1])
  2. Hansjörg Auf der Maur: Feiern im Rhythmus der Zeit I. Herrenfeste in Woche und Jahr, Regensburg 1983, S. 129.
  3. SC 102.106.)
  4. 15. Juni 1939 Apostolische Pönitentiarie: Dekret Iam aridem multisque Der Päpstliche Segen kann hinfort am Radio empfangen werden (AAS XXXI [1939] 277)
  5. 14. Dezember 1985 Apostolische Pönitentiarie: Dekret Diversis ex locis über die Gewinnung von Ablässen am Fernsehen und Radio (AAS 78 [1986] 293 f)
  6. 1995 war der Beginn des vatikanischen Internetauftritts. Ob es ein Schreiben gibt oder reichen Diversis ex locis für Fernsehen (Video) und Radio (Audio) aus?