Pfingsten

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Geistaussendung
Geistaussendung
Zur Messe im tridentischen Messbuch

Das Pfingsten ist das Hochfest der Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel, die mit der Maria im Abendmahlssaal auf dessen Herabkunft gewartet haben (vgl. Apg 1, 13.14; 2, 1-13). Es ist das Fest der Epiphanie (Erscheinung) der Kirche und wird am 50. Tag nach dem Osterfest und am 10. Tag nach Christi Himmelfahrt gefeiert. Das Wort "Pfingsten" leitet sich aus dem griechischen pentekosté (heméra) (=der fünfzigste (Tag) ab.

Pfingsten wird durch die Pfingstnovene vorbereitet. Am Tag selbst wird der Hymnus Veni creator Spiritus und in der heiligen Messe die Pfingstsequenz gebetet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Pfingstfestes

Im Alten Bund war das Pfingstfest - Shavuot, Wochenfest 7 Wochen nach dem Paschafest - ein frohes Erntefest. Das Pfingstfest des Neuen Bunds ist gleichermassen ein Erntefest: Es ist die Frucht von Ostern, die Bestätigung der Auferstehung Jesu Christi, das Fest seiner Erhöhung zum Vater und seiner bleibenden Gegenwart in der Kirche durch den Heiligen Geist.

Biblische Grundlage

Biblische Hinweise zur Verheißung von Pfingsten befinden sich unter anderem im Johannes-Evangelium:

Kapitel 14,16: "Und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrhheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt."

Kapitel 14,26: "Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe."

Kapitel 16,7 ff: "Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn euch senden. Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen (und aufdecken), was Sünde ist, Gerechtigkeit und Gericht ist."

Kapitel 16,13: "Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen"

Das Pfingstfest selbst wird in der Apostelgeschichte im Kapitel 2 beschrieben:

1 Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. 2 Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. 3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. 4 Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. 5 In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. 7 Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? 8 Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: 9 Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien, 10 von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, 11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden. 12 Alle gerieten außer sich und waren ratlos. Die einen sagten zueinander: Was hat das zu bedeuten? 13 Andere aber spotteten: Sie sind vom süßen Wein betrunken.

Katechismus zum Pfingstfest

Geistaussendung

Im KKK steht zum Pfingstfest folgendes:

731 Am Pfingsttag (am Ende der sieben Osterwochen) vollendet sich das Pascha Christi in der Ausgießung des Heiligen Geistes. Dieser wird als göttliche Person offenbar, gegeben und mitgeteilt. Christus der Herr spendet den Geist in Überfülle [Vgl. Apg 2,33.].

732 An diesem Tag wird die heiligste Dreifaltigkeit voll und ganz geoffenbart. Seit diesem Tag steht das von Christus angekündigte Reich allen offen, die an ihn glauben. Obwohl Menschen aus Fleisch und Blut, haben sie im Glauben schon Anteil an der Gemeinschaft der heiligsten Dreifaltigkeit. Durch sein unaufhörliches Kommen läßt der Heilige Geist die Welt in die „letzten Zeiten", die Zeit der Kirche eintreten: Das Reich Gottes wird schon als Erbe empfangen, ist aber noch nicht vollendet.

„Wir haben das wahre Licht geschaut, wir haben den himmlischen Geist erhalten, wir haben den wahren Glauben gefunden. Wir beten die unteilbare Dreifaltigkeit an, denn sie hat uns errettet" (Byzantinische Liturgie, Tropar der Pfingstvesper; als Gesang nach der Kommunion in die Eucharistiefeier übernommen).

Weblinks

Literatur

  • Joseph Schneider: Die sieben Gaben des Heiligen Geistes. - Belehrungen und Gebete besonders geeignet für die heilige Pfingstzeit und den Empfang der hl. Firmung, Laumann Verlag Dülmen 1899 (7. Auflage; 272 Seiten).
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