Kirche in Not

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KIRCHE IN NOT (vormals: Kirche in Not/Ostpriesterhilfe) ist ein internationales katholisches Hilfswerk, eine Stiftung päpstlichen Rechts. Es wurde 1947 von Werenfried van Straaten gegründet. Sitz der Stiftung ist der Vatikanstaat. Zum Präsidenten der Stiftung berief der Papst Benedikt XVI. Mauro Kardinal Piacenza und Johannes Freiherr Heereman von Zuydtwyck zum geschäftsführenden Präsidenten mit Wirkung vom 1. Dezember 2011.[1] Es hat im Jahre 2018 23 Nationalsekretariate und ein Spendenvolumen von rund 120 Millionen Euro pro Jahr.[2]

Das Werk war im Jahr 2018 in Ländern auf drei Kontinenten mit Landesbüros vertreten und unterstützte Hilfsmaßnahmen in rund 140 Ländern. KIRCHE IN NOT ist ein pastorales Hilfswerk. Es hilft vor allem bei der Aus- und Weiterbildung von Seminaristen und Priestern, beim Bau und der Renovierung von Ausbildungsstätten und Kirchen, beim Übersetzen und Verlegen der Bibel, religiöser Literatur und bei der Ausstrahlung religiöser Fernseh- und Rundfunkprogramme.

KIRCHE IN NOT sieht auch seinen Spendern gegenüber eine seelsorgliche Aufgabe. So erscheint der Rundbrief „Echo der Liebe“ als Organ geistlicher Verbundenheit und intensiver Gebetsgemeinschaft in einer Auflage von rund 400.000 Exemplaren in sieben Sprachen. Die Neuevangelisierung im deutschen Sprachraum ist dem Hilfswerk ein wichtiges Anliegen.

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Inhaltsverzeichnis

Sitz

Sitz der internationalen Zentrale ist Königstein im Taunus. Dort werden Hilfsanträge aus aller Welt geprüft und die Spendenmittel vergeben. Sie informiert über die Lage der Kirche, wo sie in Not ist, und ruft zur Hilfe auf.
Der deutsche Zweig hat seinen Sitz in München. Geschäftsführer ist Florian Ripka, Vorstandsvorsitzender war seit dem 1. August 2014 bis 30. Oktober 2018 der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke und ab 31. Oktober 2018 Alexander Mettenheimer.[3]

Geschichte

Das Hilfswerk wurde nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 gegründet. Seinen Ursprung hat KIRCHE IN NOT in der Tätigkeit des Prämonstratenserpaters Werenfried van Straaten, der in Belgien und den Niederlanden Hilfe für die deutschen Nachbarn organisierte. Vierzehn Millionen Heimatvertriebene aus den deutschen Ostgebieten strömten in die vier Besatzungszonen, in denen es zu wenig Unterkünfte, zu wenig Nahrung und Kleidung gab. Pater Werenfried rief bei seinen flämischen Landsleuten zur Versöhnung mit den ehemaligen deutschen Kriegsgegnern auf. Er bat um Nahrungsmittel und Kleidung, um den Deutschen in ihrer Not zu helfen. Dass er anfangs vor allem Speck bei den flämischen Bauern sammelte, trug ihm den Namen „Speckpater“ ein.

1952 begann die Hilfe für die verfolgte Kirche in Osteuropa, später kamen Asien, Lateinamerika und Afrika hinzu. 1966 errichtete Josef Stimpfle als Bischof von Augsburg Kirche In Not als "Pium Sodalitum" päpstlichen Rechtes in Deutschland. Johannes Paul II. machte ihn 1991 zum Sonderdelegaten für das Hilfswerk.[4]

2011 half das Werk in mehr als 140 Ländern, in denen die Kirche verfolgt wird oder nicht genügend Mittel für die seelsorgerischen Aufgaben vorhanden sind. Der größte Teil der Hilfsgelder floss mit 27,9 Prozent in vielfältige Bauprojekte an Kirchen, Klöstern und Gemeindezentren in aller Welt. Darüber hinaus machen Mess-Stipendien und andere Existenzhilfen für Priester und Ordensleute den zweitgrößten Anteil von zusammen 18,9 Prozent aus. Weitere traditionelle Schwerpunkte des Hilfswerks sind die theologische Ausbildung von Seelsorgern weltweit (10,6 Prozent) und Hilfen bei der täglichen pastoralen Arbeit in den Gemeinden (12,1 Prozent). Auch die Unterstützung von katholischen Radio- und Fernsehstationen wurde im Etat von 2012 mit 8,3 Prozent auf hohem Niveau beibehalten. Finanziell am stärksten unterstützt wurde die wachsende Kirche in Indien (4,1 Millionen Euro), Brasilien und der Ukraine (jeweils 3,8 Millionen Euro) sowie in Russland (2 Millionen Euro). Unter jenen Staaten, in denen die Katholiken unter größeren staatlichen Einschränkungen oder Krisensituationen leiden, haben die Demokratische Republik Kongo (knapp 2,2 Millionen Euro), Kuba (1,4 Millionen Euro) und Vietnam (1,2 Millionen Euro) 2012 am meisten erhalten. Weitere Krisenländer, in denen „Kirche in Not“ umfassend tätig war, waren Syrien, Pakistan, Myanmar (Birma), Irak, Haiti und Sudan.

Am 27. November 2014 eröffnete KIRCHE IN NOT ein neues Büro in Bogotá (Kolumbien).[5]. Weitere Niderlassungen in Mexiko, auf den Philippinen, in der Slowakei und in Südkorea folten in den vergangenen Jahren.

Seit Bestehen des Werkes konnte KIRCHE IN NOT die Seelsorge der Kirche weltweit mit mehr als drei Milliarden Euro unterstützen. Damit gehört Pater Werenfrieds Werk zu den großen Spendenorganisationen in Deutschland. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat KIRCHE IN NOT das Spenden-Siegel verliehen.

Präsenz in den Medien

Kirche in Not ist im Radio und Fernsehen präsent, in: Radio Horeb, Radio Gloria und Münchner Kirchenradio, K-TV, EWTN, Bibel-TV, Kathtube und YouTube und in der eigenen Mediathek.[6] Kirche in Not Deutschland produziert im Jahre 2018 monatlich 240 Minuten Talksendung im eigenen Studio in München über Kirchenthemen, Soziales und Politik.[7]

Leitung

Präsidenten

Internationale Geistliche Assistenten

Geschäftsführer Deutschland

siehe auch: Berthold Pelster, Volker Niggewöhner, Anselm Blumberg

Weblinks

Anmerkungen

  1. KIRCHE IN NOT zur päpstlichen Stiftung erhoben. Das Hilfswerk bekommt neue rechtliche Grundlage und neuen Präsidenten KIN am 7. Dezember 2011.
  2. Österreicher Thomas Heine-Geldern ist neuer KIRCHE IN NOT-Präsident Kath.net am 19. April 2018
  3. Neuer Vorstandsvorsitzender bei „Kirche in Not“ Deutschland Kath.net am 20. November 2018
  4. Vor 20 Jahren starb Bischof Josef Stimpfle Kirche in Not auf Kathtube am 12. September 2016
  5. KiN eröffnet ein neues Büro in Kolumbien Zenit am 5. Dezember 2014
  6. Mediathek von Kirche in Not.
  7. Fünf Jahre Fernsehstudio von KIRCHE IN NOT in München auf Kathtube.
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