Loreto

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Koordinaten: 43°26′27″ N 13°36′36″ E

Madonna von Loreto

Loreto ist ein bekannter italienischer Wallfahrtsort in den Marken gelegen, in der Nähe von Ancona. Bekannt ist Loreto, weil dort das Haus der Heiligen Familie verehrt wird und hier die Lauretanische Litanei entstanden ist. Loreto ist das größte Marienheiligtum Italiens. Der liturgische Gedenktag "Unserer lieben Frau von Loreto" wird am 10. Dezember begangen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Legende nach wurde das gemauerte Heilige Haus im Jahr 1291 von Engeln aus Nazareth fortgetragen. Andere Quellen berichten, dass das Haus von frommen Schiffers-Familien namens “de Angeli” nach Loreto gebracht worden sei.

Zuerst wurde das Haus an einer Stelle in Trsat/Tersato (bei Rijeka/Fiume, Kroatien) aufgestellt. In der Nacht des 10. Dezember 1294 "wanderte" das Haus weiter und veränderte noch mehrmals seinen Platz, bis es schließlich in Loreto seinen endgültigen Standort einnahm.

Schon im Jahr 1296 schickte der Graf Nikolaus Frangipani drei Gesandte nach Nazareth. Diese nahmen die genauen Angaben über die Maße des Häuschens, dessen Baumaterialien und die sich darin befindlichen Gegenstände mit, um an Ort und Stelle alles überprüfen zu können. Das Maß des Hauses stimmte mit den Fundamenten des fehlenden Hauses in Nazareth völlig überein. 1860 beauftragte Papst Pius IX. den römischen Gelehrten Bartolini damit, die Steine und den Mörtel des Heiligen Hauses zu untersuchen. Bartolini stellte fest, dass die Steine und der Mörtel des Hauses aus Loreto identisch sind mit den Steinen des vorhandenen Fundaments in Nazareth. Die Steine kommen außerdem nur in der Umgebung von Nazareth vor, nicht aber in der Umgebung von Loreto.

Kirche von Loreto

Päpstliches

  • Der selige Papst Johannes XXIII. besuchte Loreto am 4. Oktober 1962 - eine Woche vor Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils um dieses ihr anzuvertrauen. Dies war die erste Reise eines Papstes außerhalb Latiums seit der Einheit Italiens 1861.
  • 15. August 1993 Brief anlässlich der Siebenhundertjahrfeier des Wallfahrtsortes Loreto (Lehren Johannes Paul II., XVI, 2 [1993] 533).
  • Die Auszeichnung der Goldenen Rose wurde dem Marienheiligtum im Heiligen Jahr 2000 durch Papst Johannes Paul II. verliehen.
  • Papst Benedikt XVI. besuchte das große Jugendtreffen in Loreto im September 2007. Er reiste erneut am 4. Oktober 2012 zum italienischen Wallfahrtsort, um der Muttergottes zwei wichtige kirchliche Initiativen anzuvertrauen: das Jahr des Glaubens, das in einer Woche, am 11. Oktober – dem fünfzigsten Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils – begonnen hatte, und die Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode, die für den Monat Oktober einberufen wurde.[1]

Literatur

  • Rheinhard Schneider, Gebet von Loreto, Christiana Verlag Stein am Rhein 1974 (1. Auflage; Mit kirchlicher Druckerlaubnis des Bischöflichen Ordinariates des Bistums Basel, ausgestellt in Solothurn am 14. Juni 1974 GV/m) ISBN 3-7171-0594-9
  • H. J. Delabar, Das Heilige Haus zu Loreto und die deutsche Kapelle
  • W. Pötzl, Die Loreto-Legende
  • A. Englisch, Spuren Gottes. Die Wunder der katholischen Kirche
  • Gottfried Melzer: Loretta. Was man über den ehrwürdige Wallfahrtsort wissen muss Theresia Verlag (192 Seiten; ISBN 3-9854-2-58-8).

Weblinks

Anmerkungen

  1. vgl. Predigt am 4. Oktober bei der Hl. Messe in Loreto
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