Zeichen

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Ein Zeichen ist allgemein ein Gegenstand oder Vorgang, der, je nach Gegebenheit, zeitlich und räumlich begrenzt wahrnehmbar oder messbar ist und in einem gegebenen Zusammenhang für einen Wahrnehmenden oder für einen entsprechenden Apparat eine Information enthält, d. h. einen erkennbaren Sinn oder Zweck hat („für etwas steht“; z. B. Verkehrs-Zeichen, akustisches oder Lichtsignal, Ziffer, Buchstabe, Satz-Zeichen, Abzeichen).

Inhaltsverzeichnis

Natürlich betrachtet

in der Philosophie bedeutet Zeichen etwas sinnlich Wahrnehmbares, das etwas anzeigt oder für etwas (eine Vorstellung, eine Idee) steht, sie vertritt, sie repräsentiert.

Beim Zeichen ist ein Dreifaches zu unterscheiden:

  • Das Zeichen selbst,
  • das Bezeichnete und
  • der Zusammenhang beider

Ist der Zusammenhang von der Natur bestimmt, so spricht man von natürlichen Zeichen (Sinnbild); so ist der Rauch ein natürliches Zeichen für Feuer. Ist der Zusammenhang zwischen Zeichen und Bezeichnetem von Menschen durch Übereinkunft willkürlich bestimmt, so spricht man von willkürlichen Zeichen, wie etwa die Verkehrszeichen, eine Flagge oder das Wort (Sprache).

Übernatürlich betrachtet

Das Kreuzzeichen

Philosophisch gesehen, ist das Marterwerkzeug des Kreuzes, ein willkürliches Zeichen für Sterben und Tod. Da Christus, der Gottmensch, die Folgen der Erbsünde durch seine Hingabe am Kreuz für uns gesühnt hat, wurde es zum übernatürlichen Zeichen für den Durchgang zur Auferstehung des ewigen Lebens.

Sakramentale Zeichen

Jedes der sieben von Christus eingesetzten Sakramente hat ein äußeres Zeichen mit einer inneren Gnadenwirkung. Diese sind von ihm selbst bestimmt und können deshalb nicht verändert werden. Die äußeren Zeichen der Sakramentalien sind natürliche Zeichen mit innerer Gnadenwirkung und sind von der Kirche eingesetzt.

Ist Christus in der Eucharistie ein Zeichen?

Das Brot ist vor der Wesensverwandlung ein natürliches Zeichen für die Gemeinschaft (Communio), denn viele Körner auf dem Feld ergeben gedrescht, gemahlen und gebacken ein Brot (vgl. Didache). Das Brot wird bei der Wandlung wirklich Jesus Christus und ist nicht mehr ein natürliches Zeichen, sondern hat nur mehr die Gestalt des natürlichen Zeichens (des Brotes).

Papst Paul VI. warnte davor, das sakramentale Zeichen so zu pressen, "als ob die Symbolbedeutung ... in diesem Sakrament erschöpfend zum Ausdruck bringen würde" (AAS 57 [1965] 755).

siehe: Zeichen der Zeit

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