Benedicamus Domino

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Benedicamus Domino (lateinisch für ‚Lasst uns preisen den Herrn‘), in der deutschsprachigen Fassung Singet Lob und Preis, war der Entlassungsruf (lat. dismissio) am Ende der heiligen Messe im historischen gallikanischen Ritus. Nach dem Jahr 1000 gelangte er auch in den römischen Ritus und ersetzte dort in der Advents- und Fastenzeit das Ite, missa est. Der Ruf wurde vom Diakon oder Zelebranten gerufen, die Gläubigen antworteten mit Deo gratias („Dank sei Gott“) beziehungsweise „Dank sei Gott dem Herrn“. Außerdem stand das Benedicamus im römischen Ritus am Ende der Horen des Stundengebets.

Der Gebrauch in der Messe wurde 1960 auf solche Feiern beschränkt, an die sich eine Prozession anschloss. Seit 1970 kommt das Benedicamus Domino im Missale Romanum nicht mehr vor. Als Schlussruf der Matutin oder der Vigilien und der kleinen Tagzeiten (Prim Terz , Sext und Non) ist es weiterhin gebräuchlich.

Das Benedicamus blieb auch in der lutherischen deutschen Messe jahrhundertelang als Schlussruf in Gebrauch und lautet dort: „Lasset uns benedeien den Herrn.“ – „Gott sei ewiglich Dank.“[1]

Musik und Literatur

Der lateinische Ruf wurde vielfach tropiert und fand auch in volkssprachliche Lieder Eingang, etwa in Als ich bei meinen Schafen wacht’. Im englischen Sprachraum wird gern Hilaire Bellocs Redensart zitiert: „Wherever the Catholic sun does shine, there’s always laughter and good red wine. At least I’ve always found it so. Benedicamus Domino!“

Literatur

  • Adolf Adam, Rupert Berger: Artikel Entlassungsriten. In: Pastoralliturgisches Handlexikon, Freiburg/Basel/Wien 5/1980, S. 121

Anmerkungen

  1. der-evangelische-gottesdienst.de

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