Heinrichsblatt

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Heinrichslbatt vom 14. Oktober 2012. Titelbild: Erhebung Hildegards von Bingen zur Kirchenlehrerin durch Papst Benedikt XVI.

Das Heinrichsblatt ist die katholische Wochenzeitung des Erzbistums Bamberg. Verleger der Diözesanen Zeitung ist der Heinrichs-Verlag GmbH. Als Mittelteil beinhaltet die Kirchenzeitung den fünf Regionen des Erzbistums angepasste Regionalbeilagen mit Nachrichten aus den Dekanaten und Pfarreien.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Gründungszeit

Die erste Ausgabe einer Bamberger Kirchenzeitung erschien am 4. Oktober 1893 als Wochenblatt für das katholische Volk. Im Jahr 1910 erschien die Kirchenzeitung unter dem Titel St. Heinrichsblatt, jedoch nur für drei Ausgaben. Die geplante weitere Ausgestaltung der Kirchenzeitung setzte mit einem erweiterten Umfang und neuem Titel ein: Das Kreuz. Vormals St. Heinrichs- und Ottoblatt. Mit der ersten Ausgabe des Jahres 1913 wurde wieder der alte Titel St. Heinrichsblatt, in einer neu gestalteten Kopfleiste verwendet. 1920 wurde das St. Heinrichsblatt als Kirchenzeitung für das gesamte Erzbistum konzipiert und auf Wunsch des Erzbischöflichen Ordinariats Bamberg mit der bisher beim Sebaldusverlag Nürnberg erscheinenden Kirchenzeitung für Nürnberg, dem Sonntagsfrieden, zusammengelegt.

St. Otto Verlag

1922 wurde in Bamberg mit Erzbischof Jacobus von Hauck und Weihbischof Adam Senger, der St. Otto-Verlag gegründet. 1923 übernahm der Verlag das St. Heinrichsblatt, das Bamberger Volksblatt und die Druckerei. Am 1. Juni 1923 wurde der Landessekretär des Katholischen Pressevereins für Bayern, der spätere Prälat Georg Meixner, zum Direktor des Verlages und Schriftleiter des St. Heinrichsblatts berufen.

Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs verschobt sich innerhalb des St. Heinrichsblattes der Schwerpunkt von Artikeln mit religiösen Inhalten auf die Berichterstattung weltlicher, insbesondere militärischer Ereignisse. Während des Dritten Reichs war die Arbeit des St. Heinrichsblattes nur eingeschränkt möglich, im Juni 1937 wurde dann der St. Otto-Verlag enteignet. Am 31. Mai 1941 wurde das Erscheinen des St. Heinrichsblattes eingestellt. Im Oktober 1945 wurde das Bamberger Pfarrblatt - Mitteilungsblatt der katholischen Pfarreien von Bamberg und Umgebung den früheren Abonnenten des St. Heinrichsblattes wieder ausgeliefert. Bereits im November erweiterte es sich zum Mitteilungsblatt der Erzdiözese Bamberg. Ab Mai 1946 erschien das St. Heinrichsblatt, Bistumsblatt für die Erzdiözese Bamberg, das später mit dem Pfarrblatt zusammen gelegt wurde.

Am 1. August 1959 wurde mit Dr. Hans Zech erstmals ein Laie Chefredakteur des St. Heinrichsblattes. Ihm zur Seite stand ein Priester als geistlicher Leiter, der Mitglied des Allgemeinen Geistlichen Rates und des Metropolitankapitels war. 1992 übernahm Marion Krüger (aus dem Bistum Osnabrück) die Leitung des Heinrichsblattes und war damit die erste Frau in Deutschland an der Spitze einer Bistumszeitung.

Heinrichs-Verlag

Im Jahr 2000 ging der St. Otto-Verlag in Liquidation, das Heinrichsblatt erschien ab Dezember im neu gegründeten Heinrichs-Verlag. 2007 zog der Heinrichs-Verlag, (Bayerische Verlagsanstalt Bamberg) als einer der ersten Nutzer ins neu renovierte Bistumshaus St. Otto an den Bamberger Heinrichsdamm um. Mit der Ausgabe Nr. 5, 3. Februar 2013, stellte Andreas Kuschbert das Heinrichsblatt "Im neuen Gewand" vor. Nach 10 Jahren wurde das Layout überarbeitet.

Geistlicher Begleiter der Bamberger Kirchenzeitungist der Leiter der Hauptabteilung Kunst und Kultur, Domkapitular Dr. Norbert Jung.

Chefredaktion

1959 – 1983 Dr. Hans Zech
1983 – 1992 Konrad Held
1992 – 2005 Marion Krüger
seit 2006 Andreas Kuschbert

Artikelserien

Nachfolgend ein Überblick über größere Artikelserien des Heinrichsblatts:

  • Dr. Ludwig Schick: Das Vater unser. (2004),[2] Paulus (2008),[3] Das Glaubensbekenntnis (2011), Was der Bamberger Dom uns sagen kann. (2012).[4] Das neue Gotteslob. (2014).
  • Luitgar Göller: Zeugen einer großen Vergangenheit. Einrichtungen und Gebäude im Erzbistum Bamberg (2011 bis 2013).[5]
  • Dr. Norbert Jung: Symbole (seit 2011),[6] Kunst im Bamberger Dom (2012), Klöster im Erzbistum Bamberg (2013).
  • Dr. Barbara Stühlmeyer: Jahr der Barmherzigkeit (2015/16).
  • Dr. Ludger Stühlmeyer: Liederserie – Betrachtung zu Gesängen aus dem Gotteslob (seit 2009).[7]

Kontakt

  • Adresse:
Heinrichs-Verlag GmbH
Heinrichsdamm 32
96047 Bamberg
  • Sekretariat:
Juliane Hatzel
Telefon: 09 51 / 51 92 - 21
E-Mail: hatzel@heinrichs-verlag.de
  • Geschäftsführer:
Hans Ramer
Telefon: 0951 / 5192-0
E-Mail: ramer@heinrichs-verlag.de
  • Chefredakteur:
Andreas Kuschbert
Telefon: 09 51 / 51 92 - 20
E-Mail: kuschbert@heinrichs-verlag.de
  • Stellvertretender Chefredakteur:
Andreas Kirchhof
Telefon: 09 51 / 51 92 - 22
E-Mail: kirchhof@heinrichs-verlag.de
  • Redakteure:
Brigitte Pich
Telefon: 09 51 / 51 92 - 23
E-Mail: pich@heinrichs-verlag.de
Volker Poerschke
Telefon: 09 51 / 51 92 - 24
E-Mail: poerschke@heinrichs-verlag.de

Weblinks

Anmerkungen

  1. ZDB
  2. Als Buch erschienen: Ludwig Schick, Vater unser. Betrachtungen von Erzbischof Ludwig Schick. Pressestelle des Erzbischöflichen Ordinariats Bamberg 2004.
  3. Als Buch erschienen: Ludwig Schick, Paulus in Christus für Christus. Betrachtungen von Erzbischof Ludwig Schick. Heinrichs-Verlag Bamberg 2008, ISBN 978-3-89889-137-0.
  4. Als Buch erschienen: Ludwig Schick, Was der Bamberger Dom uns sagen kann. Von Erzbischof Ludwig Schick. Heinrichs-Verlag Bamberg 2012, ISBN 978-3-89889-186-8.
  5. Als Buch erschienen: Luidgar Göller, Zeugen einer großen Vergangenheit. Veröffentlichungen des Diözesanmuseums Bamberg, Band 20, Bamberg 2010, ISBN 978-3-931432-19-5.
  6. Als Buch erschienen: Norbert Jung, Christliche Symbole. Heinrichsverlag Bamberg 2015, ISBN 978-3-89889-211-7.
  7. Auswahl als Buch erschienen: Barbara und Ludger Stühlmeyer, Das Leben singen. Christliche Lieder und ihr Ursprung. Verlag DeBehr, Radeberg 2011, ISBN 978-3-939241-24-9.