Ingravescentibus malis (Wortlaut)

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Enzyklika
Ingravescentibus malis

von Papst
Pius XI.
über das Rosenkranzgebet als Zuflucht der Kirche gerade heute angesichts der bedrohlichen Lage
29. September 1937

(Offizieller lateinischer Text AAS 29 [1937] 373-380)

(Quelle: Rudolf Graber: Die marianischen Weltrundschreiben der Päpste in den letzten hundert Jahren, Echter Verlag Würzburg 19542, S. 147-153; Mit kirchlicher Druckerlaubnis. Die Nummerierung entspricht der englischen Fassung [1])

Allgemeiner Hinweis: Was bei der Lektüre von Wortlautartikeln der Lehramtstexte zu beachten ist


Rosenkranz als Herz.jpg
Ehrwürdige Brüder,
Gruß und Apostolischen Segen

Inhaltsverzeichnis

In jeder Gefahr nahm die Kirche Zuflucht zu Maria

1 Angesichts der wachsenden übel unserer Zeit haben wir des öfteren und erst jüngst wieder in der Enzyklika Divini redemptoris[1] darauf hingewiesen, dass nur die Rückkehr zu Christus und zu seinen heiligen Geboten Heilung bringen kann. Er allein hat „Worte des ewigen Lebens“.[2] Setzt man seine Gottheit beiseite und verwirft man sein göttliches Gesetz, so mögen die einzelnen Menschen und die Staaten bauen, was sie wollen; es wird allmählich auf klägliche Weise zugrunde gehen.

2 Indessen, wer die Geschichte der katholischen Kirche aufmerksam betrachtet, sieht sogleich, wie in allen wichtigen Ereignissen der Christenheit der Schutz der jungfräulichen Muttergottes sichtbar in die Erscheinung trat. Immer, wenn Irrtum sich überall verbreitet, um das wunderbar einheitliche Gefüge der Kirche anzugreifen und die katholische Welt in Verwirrung zu bringen, wandten sich unsere Väter vertrauensvoll an sie, "die allein alle Irrtümer auf der ganzen Erde vernichtete"[3]; und der Sieg, den die heilige Jungfrau erstritt, bereitete die Rückkehr besserer Zeiten vor.

3 So war es, als die Mohammedaner mit ihren mächtigen Flotten und kriegsgewohnten Heeren den Völkern Europas Besiegung und Knechtschaft zu bringen schienen. Nach Weisung des Papstes rief man damals den Schutz der himmlischen Mutter inständig an und die Feinde wurden besiegt und ihre Schiffe zerstört. Ähnlich wie in öffentlicher Not haben die Gläubigen jederzeit auch in ihren eigenen Sorgen vertrauensvoll Zuflucht zu Maria genommen und von ihr Hilfe, Trost und Heilung ihrer körperlichen und seelischen Schmerzen erfleht. Nie wurde ihre machtvolle Hilfe vergebens angerufen, wenn frommes und vertrauensvolles Gebet zu ihr hinaufstieg.

Zeitübel und Zeitirrtümer

4 Auch in unserer Gegenwart bedrohen Gefahren, die nicht kleiner sind als jene der Vergangenheit, das religiöse und bürgerliche Leben. Es gibt unter uns viele, die die oberste und ewige Autorität Gottes, dessen Gebote und Verbote missachten und vollständig zurückweisen. Die Folge davon ist eine Schwächung des Gewissens und des christlichen Pflichtgefühls und ein Lauwerden, ja ein völliges Absterben des Glaubens in den Seelen, was zur Erschütterung, ja zum völligen Zusammenbruch der Grundlagen der menschlichen Gesellschaft führt.

5 Deshalb sehen wir, wie auf der einen Seite da und dort die Bevölkerungsklassen in erbittertem Kampf untereinander begriffen sind und Besitzende gegen jene stehen, die durch tägliche Arbeit sich und den Ihrigen den Lebensunterhalt verschaffen müssen. In gewissen Gegenden ist es bekanntlich so weit gekommen, dass man das Recht auf Privateigentum beseitigt und alle Güter in Gemeinschaftsbesitz gebracht hat.

6 Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die zwar einerseits die staatliche Ordnung sichern und die Regierungsautorität stärken wollen, ja sogar sich zum Ziel setzen, die abscheulichen Absichten der Kommunisten von Grund aus zu durchkreuzen; anderseits verachten sie jedoch das Licht der evangelischen Weisheit und streben darnach, heidnische Irrtümer und eine heidnische Lebensführung ins Werk zu setzen.

7 Zu all dem kommt noch die schlaue und verhängnisvolle Partei der Gottesleugner und Gotteshasser, die sich selber Feinde des Ewigen zu sein rühmen; überall dringen sie vor, reißen jeden religiösen Glauben aus den Seelen und treten alles menschliche und göttliche Recht mit Füßen. Sie überschütten die Hoffnung auf himmlische Güter mit Hohn und reizen gleichzeitig die Mitmenschen auf, ein trügerisches irdisches Glück mit ungerechten Mitteln zu erstreben. Mit verbrecherischer Kühnheit bereiten sie die Auflösung der sozialen Ordnung vor, erregen überall Unruhen, Aufstände und selbst Bürgerkriege.

Vertrauen auf Maria und auf den Rosenkranz

8 So sind es, ehrwürdige Brüder, schwere und zahlreiche übel, die uns bedrohen, und noch größere sind für die Zukunft zu befürchten. Dennoch dürfen wir nicht den Mut verlieren und das gläubige Vertrauen auf die einzige in Gott gegebene Hilfe aufgeben. Hat doch Gott die Völker und Nationen so geschaffen, dass sie jederzeit zu einer Wiedergeburt fähig sind.[4] Er wird ohne Zweifel die durch sein kostbares Blut Erlösten und seine Kirche nicht zugrunde gehen lassen. Lasst uns vielmehr - wir haben am Anfang schon darauf hingewiesen - die Gott so überaus genehme Fürbitte der seligsten Jungfrau anrufen; denn es ist, um ein Wort des hl. Bernhard zu gebrauchen, "der Wille Gottes, dass wir alles durch Maria erreichen sollen!"[5]

9 Unter allen Gebeten der Gottesmutter nimmt sicherlich der marianische Rosenkranz eine Sonderstellung ein. Man nennt dieses Gebet auch den "Psalter der Jungfrau" oder "das Brevier des Evangeliums und des christlichen Lebens". Schon Unser Vorgänger Leo XIII. hat es mit folgenden Worten empfohlen: "Es ist ein wunderbarer Kranz, zusammengesetzt aus dem Englischen Gruß, dem Gebet des Herrn und frommen Betrachtungen, ein ausgezeichnetes und nützliches Gebet zur Erreichung des ewigen Lebens."[6]

Die Blüten dieses geheimnisvollen Kranzes

10 Das ergibt sich aus den Blüten, die in diesen mystischen Kranz eingeflochten sind. Es gibt kein angemesseneres und heiligeres Gebet. Das Vaterunser wurde vom göttlichen Erlöser selbst vorgebetet, als die Jünger sich an ihn mit der Bitte wandten: "Lehre uns beten!"[7] Es leitet uns nicht nur zur Ehrung Gottes an, soweit dies von uns aus geschehen kann, sondern begreift auch alle leibliche und seelische Not in sich. Wie sollte der ewige Vater uns nicht zu Hilfe kommen, wenn wir ihn mit den eigenen Worten seines Sohnes um etwas bitten?

11 Das andere Gebet ist der Englische Gruß. Er beginnt mit den Worten des Erzengels Gabriel und der hl. Elisabeth und schließt mit jener tieffrommen Anrufung um Hilfe der seligsten Jungfrau jetzt und in der Stunde unseres Todes. Zu diesem Gebet der Lippen tritt die Betrachtung der heiligen Geheimnisse hinzu. Die Freuden, Leiden und Triumphe Jesu Christi und seiner Mutter stehen vor unseren Augen und bringen uns selbst Erleichterung und Trost in unseren Sorgen. Indem wir jenen heiligen Beispielen folgen, steigen wir höher und höher zur Tugend und Glückseligkeit der ewigen Heimat.

Einfachheit des Rosenkranzes

12 Der Rosenkranz ist zweifellos, ehrwürdige Brüder, eine leichte, allen, auch ungelehrten und einfachen Leuten zugängliche Gebetsweise, die vom hl. Dominikus auf himmlische Eingebung der jungfräulichen Gottesgebärerin eingeführt und verbreitet wurde. Wohl gibt es Leute, die dieses Gebet als langweilig und als eine eintönige hergesagte Formelreise verschreien, die nur für Kinder und alte Frauen geeignet sei.

13 Aber wie weit sind diese von der Wahrheit entfernt! Wohl wiederholen Frömmigkeit und Liebe oft die gleichen Worte, nicht aber die gleichen Gefühle, die immer wieder neu aus liebender Anteilnahme hervorquellen. Überdies kommt dieser Gebetsart eine dem Evangelium gemäße Einfachheit zu und eine gewisse Unterwürfigkeit des Geistes; beides ist sogar Vorbedingung für dieses Gebet. Wer dieses nicht beachtet, dem ist nach der Lehre unseres göttlichen Erlösers die Erlangung des Himmelreiches unmöglich: "Wahrlich, wahrlich, sage ich euch, wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen."[8]

14 Unser stolzes Jahrhundert mag den marianischen Rosenkranz verlachen und ablehnen; aber unzählige Heilige jeden Alters und Standes haben ihn nicht nur verehrt und mit großer Andacht gebetet, sondern in jeder Lebenslage als mächtige Waffe zur Vertreibung teuflischer Mächte, zur Bewahrung eines heiligen Lebens, zur leichteren Erreichung der Tugend und schließlich als friedenstiftendes Mittel unter den Menschen gebraucht.

15 Große Gelehrte, hervorragende Männer der Lehrweisheit haben ihn neben angespanntester wissenschaftlicher Tätigkeit auf den Knien vor einem Bild der Gottesmutter gebetet und keinen Tag ohne dieses Gebet vorübergehen lassen. Könige und Fürsten taten das gleiche neben den dringenden Tagesgeschäften.

16 Und so finden wir diesen mystischen Kranz nicht bloß in den Händen einfacher und armer Leute, sondern er steht in Ehren bei allen, ganz gleich, welchen Standes sie sind. Wir wollen hier nicht stillschweigend über die Tatsache hinweggehen, dass die heilige Jungfrau selber in unserer Zeit dieses Gebet dringend empfahl, als sie in der Grotte von Lourdes erschien und an ihrem Beispiel jenes unschuldsfrohe Kind diese Übung lehrte.

17 So dürfen wir von ihm alles erhoffen, wenn wir auf diese Weise, in rechter, geziemender, heiliger Gesinnung zur himmlischen Mutter beten.

Die mächtigste Waffe der Kirche

Wir wünschen dringend, ehrwürdige Brüder, dass vor allem im kommenden Oktober der Rosenkranz mit wachsender Andacht sowohl in den Kirchen wie auch zuhause gebetet wird.

18 Wir wünschen deswegen in diesem Jahr ein eifriges Beten, weil so manche Feinde Gottes mit doppelter Wucht den Namen des Ewigen schmähen und frech verachten, weil sie den katholischen Glauben und die der Kirche geschuldete Freiheit verfolgen und unheilvolle Kräfte gegen die göttliche und menschliche Rechtsordnung in wahnsinnigem Bestreben entfesseln, um die ganze menschliche Gesellschaft dem Untergang entgegenzuführen. Die jungfräuliche Muttergottes soll uns helfen, diese Feinde abzuwehren und sie zur Reue und Buße zu bringen, auf dass sie unter Marias treuem Schutz zu einem guten Lebenswandel zurückkehren.

19 Die heilige Jungfrau hat einst die schlimme Sekte der Albigenser siegreich aus den christlichen Ländern vertrieben. Wir rufen sie heute inständig an, dass sie den neuen Irrtümern, vor allem dem Kommunismus, Einhalt gebiete, jenen Irrtümern, die nicht bloß in einer Hinsicht und durch ein einziges Verbrechen die Erinnerung an jene alten Irrtümer wachrufen.

20 In den Zeiten der Kreuzzüge vereinigten sich die Völker Europas zu einem einzigen Gebet. Das gleiche sollte auch heute wiederum in der ganzen Welt, in den Städten und in den kleinsten Dörfern Wirklichkeit werden. Lasst uns mit allen Kräften und mit kindlichem und unermüdlichem Nachdruck die erhabene Mutter des Herrn bitten, dass diese den christlichen Kult und die Menschlichkeit zerstörenden Kräfte vernichtet werden und dass der müden angsterfüllten Menschheit der wahre Friede geschenkt werde!

21 Wenn man so überall in rechter Absicht, mit großem Vertrauen und frommer Gesinnung beten wird, so darf man hoffen, dass die selige Jungfrau wie in der Vergangenheit so auch in unseren Tagen von ihrem göttliche Sohne erlangen wird, dass die Sturmeswogen eingedämmt und beruhigt werden können und dass ein glorreicher Sieg diesen lobenswürdigen Gebetskrieg der Christgläubigen krönt.

Der Rosenkranz und die theologischen Tugenden

22 Mit dem marianischen Rosenkranz werden wir nicht nur die Gotteshasser und Feinde der Religion niederwerfen, dieses Gebet wird uns auch zu einem Streben nach den Tugenden des Evangeliums anspornen und uns dafür erwärmen. Es wird besonders den katholischen Glauben stärken; denn die Betrachtung der heiligen Geheimnisse erhebt den Geist zu den von Gott geoffenbarten Wahrheiten.

23 Es braucht nicht eigens darauf hingewiesen werden, wie heilsam dies in unseren Tagen ist, wo man oft, selbst in den Reihen der Gläubigen eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber den Dingen des Geistes und ein bedauerliches Gelangweiltsein bei der Verkündigung der christlichen Lehre antrifft. Das Rosenkranzgebet wird sodann unsere Sehnsucht nach den unsterblichen Gütern stärken, und die Betrachtung der Herrlichkeit Christi und seiner Mutter im letzten Teil des Rosenkranzes wird uns den Himmel offen zeigen und uns so zur Erreichung des ewigen Vaterlandes anspornen.

24 Und während in den Herzen der Menschen eine entfesselte Sucht nach Dingen dieser Erde brennt, während sie täglich gieriger nach den hinfälligen Reichtümern und vergänglichen Vergnügungen streben, werden die Beter des Rosenkranzes zu den himmlischen Schätzen hingezogen, an "die kein Dieb sich wagt und die keine Motte verzehrt“[9] und die beständig bleiben werden.

25 Wie sehr ist doch heute die Liebe in vielen kalt geworden und erloschen! Sollten nicht alle diese doch wieder zur Gegenliebe entzündet werden, wenn sie mitfühlend die Leiden und den Tod unseres Erlösers und die Betrübnis seiner schmerzhaften Mutter betrachten? Aus dieser Gottesliebe wird dann notwendig eine größere Liebe zum Nächsten folgen; denn das Erwägen dessen, was Christus der Herr an Mühen und Schmerzen erdulden musste, um allen die verlorene Kindschaft Gottes wiederzugeben, muss der Nächstenliebe einen mächtigen Auftrieb verleihen.

Der Rosenkranz im Leben der einzelnen und der Familien

26 Deshalb muss, ehrwürdige Brüder, euer ganzes Bestreben dahin gehen. Dass man die so fruchtbare Übung des Rosenkranzgebetes immer mehr verbreitet und allgemein schätzt und so die Frömmigkeit aller vermehrt. Ihr Bischöfe und jene, die euch in der Leitung der euch anvertrauten Herde unterstützen, solltet oft und ausführlich das Lob und den Nutzen dieses Gebetes für die Gläubigen aller gesellschaftlichen Klassen darlegen.

27 Die Jugend möge daraus die Kraft schöpfen, um die ungeordneten Versuchungen zum Bösen zu bezähmen und die Unschuld der Seele sicher und unversehrt zu bewahren. Das Alter wird hier Ruhe, Trost und Frieden finden in seinen Sorgen und Ängsten. Für die Mitglieder der Katholischen Aktion wird es zu einem Ansporn werden, der sie zu eifrigerem und umfassenderem und bereitwilligerem Apostolat hinreißt. Den Kranken und Leidenden und besonders den Sterbenden wird es Stärkung bringen und ihre Hoffnung auf die ewige Glückseligkeit erhöhen.

28 Väter und Mütter seien besonders ermahnt, dass sie hierin ihren Kindern ein gutes Beispiel geben. Mögen sie vor allem nach des Tages Mühen und der Beendigung ihrer Geschäfte in ihren Wohnungen vor dem Bild unserer himmlischen, heiligsten Mutter den Rosenkranz beten und mit ihren Stimmen ihren Glauben und ihre Seele zusammenklingen lassen. Hier müssen die Eltern ihren Kindern vorangehen. Das wäre fürwahr ein schöner und heilsamer Brauch, von dem sicher Friede und himmlische Güter in die häusliche Gemeinschaft hineinströmen würden.

29 Das ist auch der Grund, warum Wir den Neuvermählten, die sich häufig bei Uns einfinden, den marianischen Rosenkranz schenken und ihn so sehr empfehlen. Immer und immer wieder verweisen Wir auf Unser Beispiel und ermahnen sie, dass sie auch nicht einen Tag vorübergehen lassen, ohne dieses Gebet, mögen der Sorgen und Arbeiten noch so viele und so dringende sein.

30 Dies sind also Gründe, ehrwürdige Brüder, die Uns würdig erscheinen, euch und alle eure Gläubigen zum frommen Gebet des Rosenkranzes eindringlich aufzufordern. Wir zweifeln nicht, dass ihr wie immer dieser Unserer Empfehlung nachkommen und reiche Früchte daraus ziehen werdet.

Besondere Umstände

31 Es hat Uns indessen zu diesem vorliegenden Rundschreiben noch ein anderer Anlass bewogen: es ist Unser Wunsch, dass mit Uns alle, soviel Söhne Wir in Christus besitzen, der erhabenen Gottesmutter immerwährenden Dank dafür sagen, dass Unser Befinden sich gebessert hat und Wir wieder der Gesundheit Uns erfreuen dürfen.

32 Dieses Geschenk schreiben Wir, wie Wir schon gelegentlich erwähnten[10] der Fürbitte der Jungfrau von Lisieux zu, der hl. Theresia vom Kinde Jesu; aber Wir wissen auch, dass alles Uns von Gott durch die Hände Mariens gegeben wird.

33 Überdies ist unlängst erst ein Buch erschienen, das in ungeheuerlicher Weise die seligste Jungfrau verunehrt. Wir sehen Uns deshalb veranlasst und ergreifen die Gelegenheit zusammen mit den Bischöfen und dem Volk, das Maria als "Königin von Polen“ verehrt, dieser hohen Königin durch Unseren eigenen Akt der Pietät die schuldige Genugtuung zu leisten. Wir beklagen und verurteilen mit dem gesamten katholischen Erdkreis diese gottesschänderische Tat, die unter der Bevölkerung begangen wurde und ungestraft geblieben ist.

34 Als Unterpfand der göttlichen Gnaden und als Zeichen Unseres väterlichen Wohlwollens erteilen Wir euch, ehrwürdige Brüder, und der jedem von euch anvertrauten Herde, aus liebevollem Herzen im Herrn den Apostolischen Segen.

Gegeben zu Castel Gandolfo am 29. September,
dem Feste des heiligen Erzengels Michael 1937,
im 16. Jahre Unseres Pontifikates
Pius XI. PP.

Anmerkungen

  1. Pius XI., Enc. Divini redemptoris, 19. März 1937.
  2. Joh 6,69 EU
  3. Aus dem Röm. Brev.
  4. Weish 1,14 EU
  5. S. Bern., Serm. in Nativ. B. M. V.
  6. Leo XIII., Ep. Diuturni temporis, 5. Sept. 1898.
  7. Lk 11,1 EU
  8. Mt 18,8 EU
  9. Lk 12,33 EU
  10. Handschreiben an Kard. Pacelli.

Weblinks

Meine Werkzeuge