Domenico Bartolucci: Unterschied zwischen den Versionen

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*[http://www.katholisches.info/?p=4599 “Was machen wir mit Liturgikern, die die Theologie nicht kennen?” – Gespräch mit Msgr. Domenico Bartolucci dem em. Chormeister der Sixtinischen Kapelle]
 
*[http://www.katholisches.info/?p=4599 “Was machen wir mit Liturgikern, die die Theologie nicht kennen?” – Gespräch mit Msgr. Domenico Bartolucci dem em. Chormeister der Sixtinischen Kapelle]
 
*[http://www.zenit.org/article-22113?l=german KARDINAL BARTOLUCCI: VIER JAHRZEHNTE IN DER LEITUNG DES „PAPSTCHORS"]
 
*[http://www.zenit.org/article-22113?l=german KARDINAL BARTOLUCCI: VIER JAHRZEHNTE IN DER LEITUNG DES „PAPSTCHORS"]
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[[Kategorie:Priester Italien|Bartolucci, Domenico]]
 
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Version vom 23. März 2011, 15:19 Uhr

Datei:Domenico Bartolucci.jpg
Domenico Bartolucci

Domenico Bartolucci (* 7. Mai 1917 in Borgo San Lorenzo,Toskana, Italien) ist Kardinal und war Kapellmeister der Sixtinischen Kapelle.

Kennzeichnend für seine Tätigkeit ist es, dass er sich für den Erhalt und die Verbreitung der klassischen und zeitgenössischen Tradition der Polyphonie einsetzt.

Biographie

Domenico Bartolucci trat in das Priesterseminar des Erzbistums Florenz ein und empfing 1939 durch Kardinal Elia Della Costa die Priesterweihe. Er wurde in jungen Jahren Leiter des Kathedralchores von Florenz und begann zu komponieren. 1942 wird er stellvertretender Maestro des Chores der Lateranbasilika. 1947 folgte das Amt des Chorleiters der „Cappella Musicale Liberiana“ der Basilika Santa Maria Maggiore, als Nachfolger von Licinio Refice. 1952 ernannte ihn Papst Pius XII. zum zweiten Kapellmeister der „Cappella Sistina“, wobei er einem Rat des damaligen Chorleiters Lorenzo Perosi folgte. Nach dem Tod Perosis im Jahr 1956 übertrug ihm der Papst die Aufgabe des „direttore perpetuo“ (Chorleiters auf Lebenszeit) des päpstlichen Chores der Petersbasilika.
 Zu den Aufgaben Bartoluccis gehörte es, die „Cappella Sistina“, die einen schweren musikalischen Niedergang zu verzeichnen hatte, wieder zu sanieren. Dieser Aufgabe widmete sich Bartolucci mit der persönlichen Unterstützung durch Papst Johannes XXIII., so dass die „Cappella Sistina“ neben ihren Auftritten während der Papstliturgien zu Tourneen in verschiedenen Ländern aufbrechen konnte (Türkei, Polen, Deutschland, Österreich, Irland, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Türkei, Japan, Philippinen, Australien, Kanada, Vereinigte Staaten von Amerika). Am 21. Januar 1965 verlieh ihm Paul VI. den Titel Ehrenprälat Seiner Heiligkeit.<ref>Annuario Pontificio per l’anno 2006, Città del Vaticano 2006, S. 1979.</ref>

In der Zeit des II. Vatikanischen Konzils und den darauf folgenden Jahren wehrte sich Bartolucci gegen die fortschreitende Aufgabe des Lateinischen als Liturgiesprache und setzte sich vehement dafür ein, dass die in Gang gekommene und dann 1970 durchgesetzte Reform der Römischen Liturgie keine der „musica sacra“ abträgliche Richtung nimmt. Leider waren die Anstrengungen Bartoluccis von geringem Erfolg gekennzeichnet. 

1997 wurde einer der bedeutendsten liturgischen Experten seines Amtes enthoben, obwohl ihn Pius XII. auf Lebenszeit berufen hatte.. Man hatte ihm nichts mitgeteilt. Er erfuhr davon erst, als man seinen Nachfolger ernannte. Die Ablösung Bartoluccis geschah nicht, ohne Kritiken und Polemiken zu provozieren. Als eine der Hauptkräfte, die mit dem liturgisch-musikalischen Kurs von Bartolucci nicht einverstanden waren und an einer Modernisierung der päpstlichen Liturgien arbeiteten, um sie den neuen Bedürfnissen der Feiern mit Johannes Paul II. anzupassen, wird der damalige päpstliche Zeremonienmeister und spätere Erzbischof Piero Marini genannt. Dieser war bereits in den Jahren des II. Vatikanischen Konzils sowie in der Folgezeit einer der Berater Annibale Bugninis, des Hauptarchitekten der Liturgiereform Pauls VI.. 
 Rund ein Jahr nach der Wahl Benedikts XVI. zum Papst, lud er zum Zeichen seiner Wertschätzung Maestro Bartolucci ein, um ein Konzert in der Sixtinischen Kappelle zu dirigieren. In seiner Ansprache nach dem Konzert im Juni 2006 ließ der Papst ein liturgisches und musikalisches Programm erkennen, das zukunftweisend werden sollte. Benedikt XVI. lobte das von Bartolucci dargeboten Programm als eine Zusammenstellung, in der eine Parallele zwischen dem 16. und dem 20. Jahrhundert gezogen werde. Dies bekräftige die Überzeugung, „dass die polyphone Kirchenmusik – vor allem die der sogenannten ‚römischen Schule’ – ein Erbe darstellt, das sorgfältig bewahrt, am Leben erhalten und bekannt gemacht werden muss“.

Kardinal

Am 20. November 2010 hatte Bartoluccis Lebenswerk die höchste Anerkennung durch die Aufnahme ins Kardinalskollegium durch Papst Benedikt XVI. gefunden.Er erhielt die Diakonie »Santissimi Nomi di Gesu e Maria in via Lata«. Sich für Pflege der klassischen und zeitgenössischen Tradition der Polyphonie der Kirchenmusik einzusetzen ist für Benedikt XVI. notwendig, und zum Nutzen „der ganzen kirchlichen Gemeinschaft, für die sie einen unschätzbaren geistlichen, künstlerischen und kulturellen Reichtum darstellt“. „Ein echtes ‚Aggiornamento' der Kirchenmusik kann nur auf den Spuren der großen Tradition der Vergangenheit, des Gregorianischen Gesangs und der polyphonen Kirchenmusik stattfinden. Aus diesem Grund hat die kirchliche Gemeinschaft – sowohl im Bereich der Musik als auch in den anderen Kunstformen – stets diejenigen gefördert und unterstützt, die neue Wege des künstlerischen Ausdrucks suchen, ohne dabei der Vergangenheit, der Geschichte des menschlichen Geistes, die auch die Geschichte seines Dialogs mit Gott ist, eine Absage zu erteilen“.

Weitere Auszeichnungen

  • Am 26. Oktober 2010 Ehrenpreis der Stiftung 
Fondazione Pro Musica et Arte Sacra [1].

Weblinks

Anmerkungen

<references />