William Joseph Levada

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Erzbischof William Levada

William Joseph Kardinal Levada (* 15. Juni 1936 in Long Beach, Kalifornien; † 26. September 2019 in Rom) war Erzbischof von San Francisco und vom 13. Mai 2005 bis zum 2. Juli 2012 Präfekt der Glaubenskongregation.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

William Levada war der jüngere von zwei Kindern von Joseph und Lorraine Levada. Er war Seminarist im »North American College« in Rom.1958 setzte er seine Studien an der Päpstlichen Universtität Gregoriana fort, wo er das Studium der Theologie in Dogmatik »magna curn laude« abschloss. Nach seiner Priesterweihe im Petersdom durch Erzbischof Martin John O’Connor am 20. Dezember 1961 war er fünf Jahre lang in der Pfarrarbeit in der Erzdiözese Los Angeles tätig. Er studierte von Mitte der 60er Jahre bis 1971 am North American College in Rom und promovierte in Theologie. Er unterrichtete Theologie an der St. John’s Seminary School of Theology in Los Angeles. Im Jahr 1976 wurde er als Mitarbeiter in die vatikanische Glaubenskongregation berufen, wo er sieben Jahre lang tätig war.

Bischof

Kardinal Levada

Durch Papst Johannes Paul II. wurde er am 25. März 1983 zum Weihbischof von Los Angeles und Titularbischof von Capreae ernannt. Am darauffolgenden 12. Mai erhielt er die Bischofsweihe durch den Hauptkonsekrator Timothy Finbar Cardinal Manning und den bischöflichen Nebenkonsekratoren John James Ward und Juan Alfredo Arzube. Am 1. Juli 1986 folgte die Ernennung zum Erzbischof von Portland, Oregon. Von 1986 bis 1993 gehörte er als einziger US-amerikanischer Bischof jenem Komitee an, welches den Katechismus der Katholischen Kirche erarbeitete. Dazu nahm er zahlreiche weitere Aufgaben wahr. Am 17. August 1995 ernannte ihn der Papst zum Erzbischof-Koadjutor von San Francisco. Er folgte am 27. Dezember dieses Jahres John Quinn als Erzbischof von San Francisco nach. Im November 2000 wurde er zum bischöflichen Mitglied der vatikanischen Glaubenskongregation ernannt. Am 13. Mai 2005 berief ihn Papst Benedikt XVI. zum Präfekten der Glaubenskongregation, den er bis zum 2. Juli 2012 blieb. Im ersten ordentlichen Konsistorium am 24. März 2006, kreierte er ihn zum Kardinal mit der Diakonie (Kardinalsdiakon) „Santa Maria in Dominica“, welche am 20. Juni 2016 zu seiner Titelkirche (Kardinalspriester) wurde.

Während seiner Zeit als Präfekt der Glaubenskongregation war Levada Präsident der Päpstlichen Bibelkommission und der Internationalen Theologischen Kommission. Er wurde auch mit der Aufsicht über die Behandlung von Fällen von sexuellem Kindesmissbrauch im Vatikan und mit der Umsetzung der Rechtsreformen 2010 von Sacramentorum sanctitatis tutela beauftragt, die den Umgang der Kirche mit den schwersten kanonischen Straftaten regeln. Nach der Verkündung von Anglicanorum coetibus durch Benedikt XVI. im Jahr 2009, wurde unter Levadas Führung die Kongregation mit der Schaffung der Personal-Ordinariate von Walsingham, dem Chair of St. Peter sowie Our Lady of the Southern Cross beauftragt, um ehemalige Anglikaner, einschließlich Geistlicher, in die volle Gemeinschaft mit der Katholischen Kirche zu bringen.[1] Er war Mitglied an neun Dikasterien des Heiligen Stuhls.

Weblinks


Vorgänger
Cornelius Michael Power
‡ Erzbischof von San Francisco
1986 - 1995
Nachfolger
Francis George
Vorgänger
John Raphael Quinn
‡ Erzbischof von San Francisco
1995 - 2005
Nachfolger
George Niederauer
Vorgänger
Joseph Ratzinger
Präfekt der Glaubenskongregation
2005 - 2012
Nachfolger
Gerhard Müller

Anmerkungen

  1. Abschied von Kardinal William Levada: Ehemaliger Glaubenshüter mit 83 gestorben CNA am 26. September 2019
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