Velasio De Paolis

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Velasio De Paolis CS (* 19. September 1935 in Sonnino, Provinz Latina) ist Kirchenrechtler und Kardinal in der Römischen Kurie.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Velasio De Paolis trat nach seiner Schulzeit der Kongregation der Scalabrinianer bei. Schon als Novize studierte im Priesterseminar des Ordens. Die ewige Profess legte er am 4. Oktober 1958 ab. Am 18. März 1961 wurde er zum Priester geweiht. Aufbaustudien folgten in Rom. An der Päpstlichen Universität Gregoriana promovierte er im Fach Kirchenrecht und erwarb an der Päpstlichen Universität Heiliger Thomas von Aquin das Lizenziat in Theologie.

Moraltheologie und Kanonisches Recht lehrte er am Priesterseminar der Congregatio Scalabriniana in den Jahren 1965 bis 1970. Im Jahr darauf wurde er Professor für Kanonisches Recht an der Päpstlichen Universität Gregoriana. Zudem war De Paolis von 1970 bis 1974 Provinzial seines Ordens. 1987 wurde er Professor an der Päpstlichen Universität Urbaniana und 1998 schließlich Dekan der Fakultät für Kanonisches Recht.

De Paolis fungierte als Konsultor des Päpstlichen Rates für die Interpretation von Gesetzestexten, der Kongregation für die Glaubenslehre, der Kongregation für den Klerus, der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und für die Gemeinschaften des apostolischen Lebens.

Bischof

Papst Johannes Paul II. ernannte ihn am 30. Dezember 2003 zum Titularbischof von Thelepte und zum Sekretär der Apostolischen Signatur. Die Bischofsweihe empfing er am 21. Februar 2004 durch Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano; Mitkonsekratoren waren Erzbischof Silvano Maria Tomasi CS und Bischof Francesco Saverio Salerno.

Papst Benedikt XVI. ernannte ihn am 12. April 2008 zum Präsidenten der Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls und erhob ihn zum Titularerzbischof pro hac vice. Seit dem Jahre 2010 ist er Mitglied des Obersten Gerichtshofes der Apostolischen Signatur. Zudem berief ihn Benedikt XVI. am 9. Juli 2010 zum Päpstlichen Delegaten für die Legionäre Christi, wo er für die strukturellen und geistlichen Veränderungen der Ordensgemeinschaft zuständig sein soll, die eine vorangegangene Apostolische Visitation aufgrund des Missbrauchsskandals um den Ordensgründer Marcial Maciel gefordert hatte. [1]

Kardinal

Papst Benedikt XVI. nahm ihn am 20. November 2010 in seinem dritten ordentlichen Konsistorium in das Kardinalskollegium auf. Er erhieli die Diakonie »Gesu Buon Pastore alla Montagnola«. Am 5. Mai 2011 nahm er ihn in die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse auf.

Werke (Auswahl)

Vorträge

  • Die wiederverheirateten Geschiedenen und die Sakramente der Eucharistie und der Buße, Vortrag am Regionalen Kirchengericht Umbrien, 8. Januar 2015 (40 Seiten).

Weblinks

Anmerkungen

  1. Vatikan ernennt Delegat für Legionäre Christi am 9. Juli 2010
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