Maria Crocifissa Curcio

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Maria Crocifissa Curcio

Maria Crocifissa Curcio SCMSTBG (*30. Januar 1877 in ; † 4. Juli 1957 in Ispica, Diözese Noto) war Gründerin des Ordens der »Karmelitanischen Kongregation der Missionarinnen der hl. Theresia vom Kinde Jesu«. Ihr liturgischer Gedenktag ist der 4. Juli

Biografie

Maria Crocifissa Curcio wurde als siebtes von zehn Kindern geboren. Das intelligente Mädchen litt sehr darunter, dass sie früh die Schule verlassen musste. Das private Studium religiöser Schriften, vor allem der Biografie der heiligen Theresia von Avila führte sie immer tiefer hinein in die Spiritualität des Karmel.

Mit 13 Jahren trat sie dem Dritten Orden der Karmeliten bei und hatte bald nur einen Wunsch: durch das Apostolat »den Karmel wieder zum Blühen zu bringen«. Mit anderen Terziarinnen nahm sie sich der Bedürftigen an, später leitete sie das Mädchenkonservatorium »Carmela Polara« in Modica.

Ihrem Vorhaben, einen apostolisch-beschaulichen Orden zu gründen, wurden viele Steine in den Weg gelegt. Erst ihre Begegnung mit P. van den Eerenbeemt OCD brachte die entscheidende Wende. Mit ihm nahm sie in Rom am 17. Mai 1925 an der Heiligsprechung von Theresia von Lisieux teil, einen Tag später besuchten die beiden den Ort Santa Marinella (Latium). Rosa war begeistert von der Schönheit des Ortes, erschüttert aber vom Elend der Menschen. Mit Genehmigung des Ordinarius von Porto-Santa Rufina zog sie im selben Jahr dorthin, ein Jahr später wurde die kleine Gemeinschaft dem Karmeliterorden eingegliedert. Erst 1930, nach zahlreichen Opfern und Mühen, wurde die »Karmelitanische Kongregation der Missionarinnen der hl. Theresia vom Kinde Jesu« offiziell errichtet. Die Generaloberin kannte nur einen Wunsch: »Gott zu den Seelen zu bringen.« In diesem Geist errichtete sie zahlreiche Einrichtungen und konnte bereits 1947 die ersten Missionsschwestern nach Brasilien entsenden.

Am 4. Juli 1957 ging der irdische Weg von Madre Maria Crocifissa in Santa Marinella zu Ende. Ihre Töchter wirken unter anderem in Malta, Kanada, Tansania, Rumänien und auf den Philippinen. Sie wurde im Pontifikat Papst Benedikt XVI. am 13. November 2005 in Rom seliggesprochen. An diesem Tag sagte der Papst: "Sie lebte »auf den Himmel gerichtet, zur Erde gebeugt«. Diese bildhafte Beschreibung der in der Basilika St. Peter seliggesprochenen sizilianischen Karmelitin bringt zum Ausdruck, welche zwei Seelen in ihrer Brust ruhten: die apostolische Kontemplation und das kontemplative Apostat." Der Heilige Vater, der nach der Seligsprechung ihre Reliquien verehrte, drückte diese geistliche Symbiose so aus: »Ihr Leben war ein ständiges Gebet, auch wenn sie unterwegs war, um den Menschen, vor allem den armen und bedürftigen Mädchen, zu dienen«.

Quelle

Osservatore Romano 28. Mai 2010, verfasst von Stefan Wirth.

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