1. Brief des Johannes

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Der 1. Brief des Johannes ist der erste der drei Briefe des Heiligen Johannes im Neuen Testament. Die Johannes-Briefe gehören zur Kategorie der Katholischen Briefe und ist neben dem 2. Brief des Johannes und dem 3. Brief des Johannes eindeutig der längste der drei Schriften.

Inhalt

Ähnlich wie beim Johannes-Evangelium gibt es auch in diesem Brief einen Prolog, wo Johannes vom "Wort des Lebens" spricht. Im Vers 3 des ersten Kapitels schreibt er: "Was wir gesehen und gehört haben, das verkünden wir euch"

Im ersten Kapitel spricht er dann vom Wesen Gottes: "Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm" (1,5). Er spricht auch von der Sünde und dass wir diese bekennen müssen. "Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, führen wir uns selbst in die Irre, und die Wahrheit ist nicht in uns" (1,8)

Schließlich spricht er im 2. Kapitel vom "neuen Gebot". Er erinnert aber daran, dass dies gleichzeitig das "alte Gebot" ist.

Johannes spricht auch davon, dass man die Welt nicht lieben soll, da dies nicht mit der Liebe zum Vater zusammenpasst. "Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht" (2,15)

Im 2. Kapitel spricht Johannes auch von den Irrlehrern und spricht von der "letzten Stunde" und vom "Antichristen". "Das ist der Antichrist: wer den Vater und den Sohn leugnet." (2,22)

Im 3. Kapitel spricht er vom Geschenk der "Kindschaft Gottes" und von der Liebe des Vaters: "Wir heißen Kinder Gottes und sind es." (3,1) Auch über die Sünde findet er klare und harte Worte und sagt: "Wer die Sünde tut, stammt vom Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an." (3,8) Christus ist die Antwort auf den Teufel und erschienen, um die "Werke des Teufels" zu zerstören.

Johannes ruft dann auf, den eigenen Bruder zu lieben und bringt als Negativbeispiel Kain. "Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang gehört habt: Wir sollen einander lieben" (3,11). Später schreibt er im Vers 14 und 15: "Wer nicht liebt, bleibt im Tod. Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Mörder, und ihr wisst: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleiben."

Schließlich verweist Johannes auch darauf, dass nicht die Worte das Wichtige sind sonder die Taten: "Wir wollen nicht mit Wort und Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit." (3,18)

Am Ende des 3. Kapitels erinnert Johannes, dass Gott größer als unser Herz ist und meint: Denn wenn das Herz uns auch verurteilt - Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles."

Im 4. Kapitel geht es um die Unterscheidung der Geister. Das Kriterium für den richtigen Geist wird im Vers 2 beschrieben: "Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, Jesus Christus sei im Fleisch gekommen, ist aus Gott."

Schließlich erinnert er im Vers 7 erneut an das Gebot der Liebe: "Wir wollen einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott.

Im Vers 8 bekennt Johannes: "Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist die Liebe."

Johannes spricht davon, dass die Liebe nicht darin besteht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass Gott seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.

Im Vers 16 bekräftigt Johannes noch einmal: "Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt ihn ihm"

Schließlich begründet Johannes die Liebe untereinander mit der Liebe Gottes im Vers 19: "Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat."

Johannes erinnert anschließend im 5. und letzten Kapitel auch daran, dass die Liebe zu Gott darin besteht. "Seine Gebote sind nicht schwer" (5, 3)

Literatur

P. Marie-Dominique Philippe: Johannes der Theologe. Salterrae. Maria Roggendorf. ISBN 3-910297-13-8

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