Magnus

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Der hl. Magnus (* um 699, vermutlich bei St. Gallen, Schweiz; † 6. September um 772 in Füssen, Bayern) wird Apostel des Allgäus genannt.

Er ist Patron des Allgäu, von Kempten und Füssen und wird bei Augenkrankheiten, gegen Ratten, Mäuse und Ungeziefer angerufen.
Sein Gedenktag ist der 6. September.

Biografie

Magnus (eigentlich Maginold) war vermutlich alemannischer oder rätoromanischer Abstammung und lebte zusammen mit mehreren anderen Einsiedlern am Grab des hl. Gallus in der Schweiz.

Von St. Gallen kam er mit mehreren Gefährten, mit denen zusammen er als Einsiedler lebte, ins Allgäu, um dort die Mission unter den Heiden voranzutreiben. Aus der Zelle, in der Magnus in der Gegend des heutigen Füssen lebte, entstand später durch die großzügigen Schenkungen Pippins des Jüngeren ein ansehnliches Benediktinerkloster, die Abtei St. Mang.

Den Namen Magnus, was "der Große" bedeutet, soll der Heilige aufgrund der vielen vollbrachten Wundertaten erhalten haben. So erzählt die Legende, dass er Schlangen und Bären mit dem Stab eines Gefährten vertrieben haben und selbst Drachen bezwungen haben soll. Die Vita des Heiligen wurde um 895 von einem unbekannten Autor verfasst. Eine Abschrift aus dem Beginn des 10. Jahrhunderts ist Teil des in der Stiftsbibliothek Einsiedeln befindlichen Codex 265.

Literatur

  • Eduard Gebele: Der heilige Magnus von Füssen. München, Univ., Diss., 1953
  • Gebhard Spahr: Der heilige Magnus. Leben, Legende, Verehrung. (= Allgäuer Heimatbücher; 75). Verlag für Heimatpflege, Kempten 1970
  • Dorothea Walz: Auf den Spuren der Meister. Die Vita des heiligen Magnus von Füssen. Thorbecke, Sigmaringen 1989, ISBN 3-7995-7047-0
  • Elisabeth Wintergerst: „Orte der Göttin & Magnuslegende“ Matriarchale Spuren in Füssen und Umgebung, im Selbstverlag der Autorin, Füssen, 2009
  • Magnus - Drache, Bär und Pilgerstab. 1250 Jahre Apostel des Allgäus. Kunstverlag Fink, Lindenberg 2000, ISBN 3-933784-69-7 (Ausstellungskatalog)
  • Stefan Vatter: St. Magnus. Apostel des Allgäus: Leben, Wirken und Bedeutung. Kunstverlag Fink, Lindenberg 2010, ISBN 978-3-89870-657-5

Dieser Artikel ist ursprünglich der Sektion Tagesheiliger bei www.kath.net entnommen.

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