Leben-Jesu-Forschung

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Die Leben Jesu Forschung insbesondere des 19. Jahrhunderts, maßgeblich begründet von deutschen Forschern, beginnt mit der Entdeckung und Publikation der Werke von Reimarus, aus denen zuvor Lessing bereits einzelne Fragmente veröffentlicht hatte.

Unter dem Eindruck des Rationalismus und des wissenschaftlichen Fortschritts wurden im 18. Jahrhundert, zeitgleich mit der Aufklärung, Zweifel an überlieferten Grundbegriffen der Religion laut (insbesondere in der Wunderfrage). Von der vermeintlichen Erkenntnis geleitet, dass die in der Bibel niedergelgte Biographie Jesu nicht seine "wirkliche" Persönlichkeit wiedergeben könne, machten sich David Friedrich Strauß und Friedrich Christian Baur zu Beginn des 19. Jahrhunderts daran, den "historischen" Jesus vom Christus des Glaubens abzutrennen. Dieser Ansatz wurde in Frankreich insbesondere von Ernest Renan aufgegriffen, dessen Werk wieder auf die Deutsche Exegese ausstrahlte, welche wiederum den französischen Modernismus beeinflusste.

In umgekehrter Denkrichtung hat das Werk von John Henry Newman, ebenso wie die Bibelforschung des Marie-Joseph Lagrange, die Historizität von Kirche und Evangelium als vereinbar mit dem Absolutheitsanspruch der Religion erwiesen. Das II. Vatikanum hält daher in der an der Irrtumslosigkeit der Bibel und der wesentlichen Identität des historischen wie "religiösen" Jesus Christus fest.

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