Kirchheim Verlag

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Der Kirchheim Verlag ist ein deutscher Verlag in Mainz. Er wurde 1736 gegründet. Er ist einer der ältesten Fachverlage Deutschlands.

Er bietet heute in den Bereichen Medizin und Diabetes Zeitschriften, Bücher und Schulungsprogramme an. Er konzipiert und betreibt Internetportale und erstellt Apps und Angebote aus dem Bereich Social Media. Er schafft Weiterbildungsmöglichkeiten für Ärzte und andere Health-Care-Professionals und bringt die Diabetes-Community zusammen, beides im Real Life und virtuell.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Verlagsfirma Franz Kirchheim in Mainz wurde im Jahre 1819 durch Simon Müller (* 14. Februar 1774, gest. 17. Febr. 1857; Simon Müller'schen Buchhandlung) begründet. 1834 übernahm ein Konsortium, bestehend aus einem Anverwandten des Begründers, Buchhändler Franz Kirchheim (* 11. März 1803) und zwei kaufmännischen Teilhabern, Joseph Schott und Philipp Thielmann den Verlag, der nun unter Firma Kirchheim, Schott und Thielmann geführt wurde. Vom 1. Juli 1848 ab, nach Thielmanns Ausscheiden lautete die Firma Kirchheim und Schott, und seit 1. Februar 1853 nach Schotts Tode: Franz Kirchheim. Nach dem Tode Kirchheims, am 1. Juni 1853, übernahm am 15. September 1853 dessen Neffe und Erbe Georg Kirchheim (* 19. März 1833) die Firma. Unter seiner Leitung vergrößerte sich der früher schon sehr umfangreiche Verlag bedeutend, ohne indessen in seiner inneren Geschlossenheit nachzulassen. Georg Kirchheim starb nach 42jähriger, von hohem Erfolg gekrönter Tätigkeit am 28. Februar 1895. Sein seit 1. Januar 1885 als Teilhaber aufgenommener Bruder und langjähriger Mitarbeiter, Franz Carl Kirchheim (* 23. Juni 1840) folgte ihm am 18. Juni 1897 im Tode. Nunmehr übernahmen Franz X. Kirchheim (21. Mai 1904) und Dr. jur. Carl Kirchheim den Besitz und die Leitung der Firma. Neben die Firma trat durch Teil-Fusion mit der Firma Joh. Falk III Söhne die Firma Kirchheim & Co. G. m. b. H. in Mainz (2. Mai 1903), sowie die Firma Kirchheimsche Verlagsbuchhandlung in München (17. April 1903); Gesellschafter dieser Firmen sind Dr. jur. Carl Kirchheim, August Falk und Josef Falk in Mainz.

Was wurde bis zum 19. Jahrhundert editiert

Das 1898 ausgegebene Verlagsverzeichnis der Firma zeigt, dass die Spezialität des Hauses auf dem Gebiete der katholischen Theologie einschließlich aller Unterabteilungen lag. Neben Zeitschriften wie »Archiv für katholisches Kirchenrecht« seit 1857; »Der Katholik« Zeitschrift für katholische Wissenschaft und kirchliches Leben, seit 1821 erscheinend, finden wir Schriften katholischer Gelehrten wie Joseph Bautz; Alphons Bellesheim; Anton Joseph Binterim; Carl Braun (1820–1877); Heinrich Brück (Geschichte der katholischen Kirche im 19. Jahrhundert, 1887/1896); Franz Xaver Dieringer; Félix Dupanloup (Übersetzungen); Paul Leopold Haffner; Johann Baptist Heinrich (Dogmatische Theologie, 8 Bde. 1881/97 82 Mk.); Johann Baptist Keller; Wilhelm Emmanuel von Ketteler; A. Martin; Albert Stöckl; Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg (Geschichte der Religion Christi, 53 Bde.); Franz Xaver Weninger (Predigten 10 Bde.) u. v. a. Eine große Reihe pädagogischer (darunter die Sammlung »Lebensbilder katholischer Erzieher« 1886 und Folge) und Jugendschriften, sowie Gebet- und Erbauungsbücher vervollständigt den Kreis. Insgesamt umfasste der Kirchheimsche Verlag im Jahre 1898 etwa tausend Verlagswerke.[2]

Der Katholik, Forschungen zur christlichen Literatur- und Dogmengeschichte, Kultur und Katholizismus

Adresse

Kirchheim Verlag + Co GmbH
Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14,
55130 Mainz
www.kirchheim-verlag.de

Anmerkungen

  1. https://www.lifepr.de/newsroom/verlag-kirchheim-co-gmbh/profil , abgerufen am 13. Dezember 2021
  2. Quellen: Verlagskatalog 1898: Wörtliche Quelle: Rudolf Schmidt: Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker. Band 3. Berlin/Eberswalde 1905, S. 534-536.
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