Karl Josef Benz

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Karl Josef Benz (Prof. DDr.; * 2. September 1927 in Brühl, Rheinland; † 4. April 2016 in Regensburg) war Kirchenhistoriker und Liturgiewissenschaftler.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Karl Josef Benz studierte 1947-1948 drei Semester Philosophie, Theologie und Rechtswissenschaft an der Universität Bonn. Danach trat er in die Benediktinerabtei Maria Laach ein und absolvierte an den Ordenshochschulen Maria Laach und Beuron von 1949 bis 1953 das Studium der Philosophie und Theologie. Am 9. August 1953 empfing er die Priesterweihe. Er baute an der Katholischen Universität Löwen in den Fächern Theologie (zwei Semester 1953-54), Geschichte, Orientalische Sprachen (sechs Semester) und Literatur des Christlichen Orients seine Studien auf. Er schloss es mit einem Lizentiat in orientalischen Sprachen und Literatur ab. Von 1964 bis 1967 diente er als Assistent bei Prof. Dr. Balthasar Fischer am Liturgischen Institut in Trier und 1965 als Gastprofessor an der St. John’s University, Collegeville, Minn. USA. 1967 wurde er in Löwen zum um Doktor der historischen Wissenschaften mit einer Arbeit unter dem Titel "Der Rotulus von Ravenna" promoviert. Danach war er von 1967 bis 1973 Mitarbeiter an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Regensburg, zunächst als Assistent am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit. 1973 habilitierte er sich für das Fach Mittlere und Neue Kirchengeschichte mit der Arbeit „Untersuchungen zur politischen Bedeutung der Kirchweihe unter Teilnahme der deutschen Herrscher im hohen Mittelalter“ und war anschließend als Privatdozent tätig. Im April 1973 erfolgte die Inkardination als Weltpriester der Diözese Regensburg. Im Dezember desselben Jahres wurde er Universitätsdozent und übernahm bis 1974 die Lehrstuhlvertretung für Mittlere und Neue Kirchengeschichte in Regensburg. 1978–1992 lehrte er als Universitätsprofessor Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit. Seit 1990 war er bis im Jahre 2013 Leiter des an die Bischöfliche Zentralbibliothek angegliederte Institutum Liturgicum Ratisbonense, als Nachfolger von Klaus Gamber.

Er zelebrierte, solange es seine Gesundheit zuließ, bis kurz vor seinem Heimgang, die Frühmesse in der Regensburger Pfarrei St. Wolfgang. Er starb am 4. April 2016 im Altenheim St. Josef in Regensburg. Sein Requiem folgte am12. April in der Pfarrkirche Oberisling. Beerdigt wurde er auf dem Friedhof in Oberisling.[1]

Werke (Auswahl)

  • Dissertation 1967: Der Rotulus von Ravenna. Nach seiner Herkunft und seiner Bedeutung für die Liturgiegeschichte kritisch untersucht. – Münster, Westf.: Aschendorff, 1967. – XXIII, 372 S. (Liturgiewissenschaftliche Quellen und Forschungen; Bd. 45; Veröffentlichungen des Abt- Herwegen-Instituts Maria Laach). – Zugl.: Löwen, Univ., Diss.
  • Habilitationsschrift 1973: "Untersuchungen zur politischen Bedeutung der Kirchweihe unter Teilnahme der deutschen Herrscher im hohen Mittelalter. Ein Beitrag zum Studium des Verhältnisses zwischen weltlicher Macht und kirchlicher Wirklichkeit unter Otto III. und Heinrich II. – Kallmünz Opf.: Lassleben, 1975. – XXXII, 320 S. – ISBN 3-7847-4004-9 (Regensburger historische Forschungen; Bd. 4) Zugl.: Regensburg, Univ., Kath.-Theol. Fak., Habil.-Schr.
  • Ausgewählte liturgische Fragmente aus der Bischöflichen Zentralbibliothek Regensburg. Aus Anlass des fünfzigjährigen Bestehens des Liturgiewissenschaftlichen Instituts Regensburg (Institutum Liturgicum Ratisbonense). Schnell & Steiner Verlag Regensburg 2007 (Bischöfliches Zentralarchiv und Bischöfliche Zentralbibliothek: Kataloge und Schriften; Bd. 23). – 168 S. – ISBN 978-3-7954-1845-8.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Die Fakultät für Katholische Theologie der Universität Regensburg trauert
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