Heimerad

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Der heilige Heimerad (auch Heimo, Heimrad, Haimrad; (* in Meßkirch; † 28. Juni 1019) auf dem Hasunger Berg bei Kassel) war Priester und Wanderprediger. Sein Gedenktag ist der 28. Juni.


Biografie

Heimerad, der vom Volk heiliger Narr gerufen wurde, führte ein sehr außergewöhnliches jedoch ebenso heiliges Leben. Nachdem er die Priesterweihe empfangen hatte, unternahm er zahlreiche Wallfahrten durch Deutschland, nach Italien und ins Heilige Land. Danach suchte er Unterschlupf im Kloster Hersfeld, wehrte sich jedoch, die Ordenstracht anzulegen. Als er bat, aus dem Kloster fortgehen zu dürfen, prügelte ihn der Abt hinaus. Heimerad lebte nun als Einsiedler, wurde jedoch aus dem Dorf, in dem er sich niedergelassen hatte, wieder verjagt. Auch beim Bischof von Meinwerk von Paderborn, den er um eine Stelle bat, dürfte seine Person wenig Ansehen genossen haben, denn der Bischof wies ihn, wahrscheinlich wegen seines verwahrlosten Äußeren, zurück. Heimerad fand schließlich in der Nähe von Kassel Unterschlupf, wo er predigte und mit Armen seine Mahlzeiten teilte. Zwei Jahre nach dem Tod des heiligen Narrens ließ Erzbischof Aribo von Mainz über seinem Grab eine Kirche errichten.

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