Evolutionismus

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Evolutionismus ist eine weltanschauliche Position, die meint, dass mit dem Modell Evolution vom Urknall bis zum Menschen, alles erklärt werden könne. Sie ist eine Verabsolutierung von Evolution. Die Vertreter des Evolutionismus beanspruchen durch naturwissenschaftliche Ergebnisse eine Erklärung der Schöpfung liefern zu können. Sie versuchen sich auf Charles Darwin, dessen Hauptwerk „The Origin of Species“ zu stützen.

Philosophisch ist es jedoch nicht möglich, dass Leben eine materielle Ursache hat. Nur Gott kann Leben hervorbringen. Nur Lebendes kann Leben weitergeben. Materie kann nicht Geist hervorbringen. Bei der Entstehung eines neuen Menschen ist immer die Intervention Gottes zur Erschaffung einer vernünftigen Seele notwendig. Naturwissenschaftlich kann dieses Problem nicht beantwortet werden, da die naturwissenschaftliche Methode dies nicht erfasst.

Die Vernunft kann erkennen, dass Materie sich nicht selber organisieren kann. Nicht einmal Gott kann der Natur einen Plan geben aufgrund dessen sich Höheres aus Niedrigerem entwickeln könnte, aus eigener Kraft. Deshalb nennt der hl. Thomas von Aquin jegliche dauerhafte Verbesserung eine ausschliessliche Aufgabe der göttlichen Gubernatio Rerum (5. Gottesbeweis). "Videmus enim in rebus naturalibus provenire quod melius est, aut semper, aut in pluribus; quod non contingeret, nisi per aliquam providentiam res naturales dirigerentur ad finem boni, quod est gubernare." Korpus von ST-I q 103 a 1. Die Lehre nach der Gott der Welt nur am Anfang einen Plan gegeben hat und nicht mehr eingreift, nennt man Deismus. Das ist eine von der Kirche verurteilte Häresie.

Der Kreationismus versteht sich als Alternative zum Evolutionismus.

Siehe: Intelligent Design, Darwinismus, Katechesen über Schöpfung und Evolution.

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