Corpus-Christi-Bruderschaft

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Eine Corpus-Christi-Bruderschaft (lateinisch Fraternitas Corporis Christi „Leib-Christi-Bruderschaft“) war ein Zusammenschluss von Priestern in Form einer Bruderschaft, die sich zur besonderen Förderung der Eucharistie bildete.

Corpus-Christi-Bruderschaften entstanden im 15. Jahrhundert; 1539 errichtete Papst Paul III. in der römischen Kirche Santa Maria sopra Minerva]die Erzbruderschaft zur Verehrung des heiligsten Altarssakraments. Sie verbreiteten sich von Italien, wo sie besonders von Bernhardin von Feltre gefördert wurden, auch in zahlreichen Diözesen anderer Länder und widmeten sich der Förderung des Fronleichnamsfestes und der Ewigen Anbetung, daneben beschafften sie gemeinsam auch Paramente zur Feier der Liturgie.[1]

In Deutschland gab es bekannte Corpus-Christi-Bruderschaften in Würzburg, eine 1609 in München gegründete Erzbruderschaft für Priester und Laien mit zeitweise rund 50 inkorporierten Bruderschaften in Altbayern und Schwaben[2], und in Chemnitz nannte sich ein Kaland Fraternitas corporis Christi.

Literatur

  • Johannes Alexander Haidn: Die Corporis-Christi-Erzbruderschaft bei St. Peter in München 1609-2009. 400 Jahre Geschichte, Glaube und Tradition. München 2010, ISBN 978-3-00-029035-0 (Aus dem Pfarrarchiv von St. Peter in München 13; 320 S.)
  • Die Corporis-Christi- oder Engelmeß-Bruderschaften. In: Ludwig Remling: Bruderschaften in Franken. Kirchen- und sozialgeschichtliche Untersuchungen zum spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bruderschaftswesen. Schöningh Verlag, Würzburg 1986, S. 215–237.

Anmerkungen

  1. Franz Schubert: Art. Corpus-Christi-Bruderschaft in: Lexikon für Theologie und Kirche, 3. Aufl., Bd. 2, Sp.1318.
  2. erzbistum-muenchen.de
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