Bernardin Gantin

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Bernardin Kardinal Gantin (* 8. Mai 1922 in Toffo-Benin; † 13. Mai 2008 Frankreich) war erster afrikanischer Kurienkardinal und Dekan des Kardinalkollegiums.

Biografie

Bernardin Gantin wurde am 1956 zum Weihbischof seines Heimat Erzbistums Cotonou ernannt; 1960 übernahm er als erster Einheimischer dessen Leitung. 1971 folgte er dem Ruf Papst Pauls VI. an die Römische Kurie, wo er zunächst ein Amt in der Kongregation für die Evangelisierung der Völker übernahm. In den folgenden Jahren war er Sekretär der Kongregation, Vizepräsident des Päpstlichen Rats für Gerechtigkeit und Frieden und Vizepräsident des Päpstlichen Rats »Cor Un:um«. Gantin wurde bei der letzten Kardinalskreierung Papst Paul VI. im Konsistorium am 29. Juni 1977 zum Kardinal erhoben. Er übernahm zunächst den Vorsitz des Päpstlichen Rats für Gerechtigkeit und Frieden und im Folgejahr die Leitung des Päpstlichen Rats Cor Unum. 1984 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Präsidenten der Kongregation für die Bischöfe und gleichzeitig zum Präsidenten der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika, die der Kongregation angeschlossen ist. Von beiden Ämtern trat er 1998 aus Altersgründen zurück. Von 1993 bis 2002 hatte er den Vorsitz im Kardinalskollegium. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Kardinal Gantin in seinem Heimatland Benin in Westafrika.

Kardinal Gantin spielte eine Rolle in der Auseinandersetzung mit dem Erzbischof Marcel Lefebvre.

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