Vincentia Fauland

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Mutter Vincentia Fauland

Vincentia Fauland OSU (*18. Juni 1852 in Graz, Steiermark; † 15 Juli 1902 Sopron, Ödenburg) war Leiterin eines Internates, Novizenmeisterin, Mystikerin und Stigmatisierte.

Biografie

Vincentia Fauland, mit weltlichen Namen Aloysia Fauland wurde in der steirischen Hauptsadt Graz geboren. Ihre Eltern waren Landwirte. Luises Bruder hieß Karl und die jüngere Schwester Maria. Die Kinder waren noch klein, als der Vater starb. Karl wurde Priester.

Mit 16 Jahren erlebte sie zum ersten Mal die Passion, doch ihre Umgebung ahnte nichts vom mystischen Geschehen. Um sie vor neugierigen Blicken zu schützen, verbarg sie ihr Bruder in seiner Vorstadtpfarre zur Heiligen Dreifaltigkeit in der Karlau in Graz. Luise versuchte im Jahr 1877 bei den Dominikanerinnen in Güns (Köszeg) um Aufnahme zu bitten, wurde aber erst bei den Ursulinen in Ödenburg (Sopron) am 22. Dezember 1880 als Laienschwester und am 24. März 1881 als Chorfrau aufgenommen. Eingekleidet wurde sie am 23. Oktober 1881. sie trat das Noviziat an und bekam den Namen Vincentia. Als die Anzeichen der mystischen Leiden zu erkennen waren, wurde sie vom Noviziat abgesondert und in einem kleinen Zimmer neben dem der Oberin beobachtet. Ihre erste und höchste Vorgesetzte, Mater Ladislaa Desits, führte nun in den Jahren 1881 bis 83 ein Tagebuch über die Visonen der Schwester Vincentia. Sie zeichnete besondere Ereignisse täglich oder gelegentlich auf. Sie war außerdem ihre Seelenführerin.

Mater Vincentia über Karl von Österreich

"Ja man muss viel für ihn (Karl) beten, denn er wird einmal Kaiser werden und er wird viel leiden müssen (Heinz von Lichem: Karl I., S. 72).

Literatur

  • Andreas Hornig: Mater Vincentia Fauland vom Kinde Jesu. Eine österreichisch-ungarische Mystikerin mit den Wundmalen Christi. Tagebuch der Mater Ladislaa Desits (Ursuline in Ödenburg, Sopron) mit Ergänzungen von Erinnerungen der Mater Philippine Holnthoner, einer Mitschwester von Mater Vincentia. Bearbeitet von Sr. Livia Kanyo OSU und Sr. Hermana Jäger OSU. Überarbeitet von Dr. Eduard J. Huber. Mediatrix Verlag 2004 (192 Seiten; ISBN 3-85406-168-4; [1])
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