Maria Magdalena Postel

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Maria Magdalena Postel SMMP (* 1756 in Barfleur † 1846 in der Abtei Saint-Sauveur-le-Vicomte).

Biografie

Maria Magdalena, deren Taufname Julie war, kam bereits als kleines Kind in ein Benediktinerkloster. Als Erwachsene verzichtete sie für kurze Zeit auf das Ordensleben und kehrte in ihren Heimatort zurück, wo sie sich verwahrloster Mädchen annahm und eine Schule gründete. Auch während der Französischen Revolution sorgte sie sich um die Kinder, außerdem half sie Priestern, aus Frankreich zu fliehen.

1805 übernahm sie die Leitung einer großen Schule und 1807 gründete sie die „Schwestern der christlichen Schule von der Barmherzigkeit“, deren Mutterhaus 1832 in Cherbourg errichtet werden konnte.

Mit der Ordensgündung setzte Maria Magdalena Postel ein Zeichen gegen den Zeitgeist. Nach der Französischen Revolution hatten sich viele menschen von der Religion abgewandt; Herrscher zeigten wieder offen Prunk und Reichtum zur Schau. Der neue Orden setzte (wie auch andere) dem Armut und Einfachheit entgegen.

Im Jahre 1832 übernahm der Orden die Abtei Saint-Sauveur-le-Vicomte in der Normandie, die noch heute Sitz der Stammkongregation ist.

Der Orden besteht immer noch; in Deutschland ist er unter den Namen "Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel" oder "Heiligenstädter Schulschwestern" tätig. Er unterhält unter anderen eine Schule im Pastoralverbund Menden-Mitte.

Dieser Artikel ist ursprünglich der Sektion Tagesheiliger bei www.kath.net entnommen.

Weblinks

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