Ludwig von Frankreich: Unterschied zwischen den Versionen

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Sein privates Glaubensleben glich mehr dem eines Ordensmannes als dem eines Königs. Er war demütig und geduldig, ein liebevoller Vater, voller Zuneigung und Mitleid mit Armen und Kranken. Die Legende erzählt, wie er immer wieder von seiner Schüssel Essen austeilte. Er selbst kasteite sich und pflegte den Armen zur Osterzeit die Füße zu waschen.  
 
Sein privates Glaubensleben glich mehr dem eines Ordensmannes als dem eines Königs. Er war demütig und geduldig, ein liebevoller Vater, voller Zuneigung und Mitleid mit Armen und Kranken. Die Legende erzählt, wie er immer wieder von seiner Schüssel Essen austeilte. Er selbst kasteite sich und pflegte den Armen zur Osterzeit die Füße zu waschen.  
  
In der Armenpflege und im Spitalbau erwarb er sich Verdienste. Unter seiner Regentschaft wurde 1248 die Pariser Kirche "[[Notre Dame]]" geweiht. Er erwarb eine Reliquie der [[Dornenkrone]] Christi, für die dann die Sainte Chapelle erbaut wurde. Im Jahr 1267 entschloss er sich zu einem neuen Kreuzzug, zu dem er 1270 aufbrach. Er starb aber 1270 vor den Mauern von Tunis an einer Seuche. Schon 1297 sprach Papst Bonifaz den König (''Roi très chrétien'') heilig; acht weiteren Nachfolgern (ohne Ludwig "XVII.") wurde er zum Namenspatron.
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In der Armenpflege und im Spitalbau erwarb er sich Verdienste. Unter seiner Regentschaft wurde 1248 die Pariser Kirche "[[Notre Dame]]" geweiht. Er erwarb eine Reliquie der [[Dornenkrone]] Christi, für die dann die Sainte Chapelle erbaut wurde. Im Jahr 1267 entschloss er sich zu einem neuen Kreuzzug, zu dem er 1270 aufbrach. Er starb aber 1270 vor den Mauern von Tunis an einer Seuche. Schon 1297 sprach Papst [[Bonifaz VIII.]] den König (''Roi très chrétien'') heilig; acht weiteren Nachfolgern (ohne Ludwig "XVII.") wurde er zum Namenspatron.
  
 
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Version vom 25. August 2008, 05:51 Uhr

Ludwig von Frankreich oder Ludwig IX. (*1214 in Poissy †25. August 1270 Tunis) war von 1226 bis 1270 König von Frankreich. Er gehört zu den herausragenden Herrschergestalten des Mittelalters. Sein liturgischer Gedenktag ist der 25. August.

Hl. König Ludwig

Während Ludwigs Minderjährigkeit regierte seine energische Mutter, die fromme Blanka von Kastilien. Mit neunzehn Jahren heiratete Ludwig Margarete von der Provence, die ihm elf Kinder schenkte. Ludwig war tief religiös und hatte eine hohe Auffassung von seinem Herrscheramt. Teilweise agierte er wie ein "Schiedsrichter Europas". Er lebte mit seiner Familie sehr einfach und war ein Freund der Armen. Er sorgte für Ordnung und Gerechtigkeit in der Verwaltung des Landes. Er förderte die Bettelorden, gründete Spitäler. Der Kirche half er bei der Durchführung ihrer Synodalbeschlüsse, wusste aber auch seine königlichen Rechte gegenüber den Bischöfen zu wahren. Sein Kreuzzug gegen Ägypten 1248-1254 war ein Misserfolg.

Sein privates Glaubensleben glich mehr dem eines Ordensmannes als dem eines Königs. Er war demütig und geduldig, ein liebevoller Vater, voller Zuneigung und Mitleid mit Armen und Kranken. Die Legende erzählt, wie er immer wieder von seiner Schüssel Essen austeilte. Er selbst kasteite sich und pflegte den Armen zur Osterzeit die Füße zu waschen.

In der Armenpflege und im Spitalbau erwarb er sich Verdienste. Unter seiner Regentschaft wurde 1248 die Pariser Kirche "Notre Dame" geweiht. Er erwarb eine Reliquie der Dornenkrone Christi, für die dann die Sainte Chapelle erbaut wurde. Im Jahr 1267 entschloss er sich zu einem neuen Kreuzzug, zu dem er 1270 aufbrach. Er starb aber 1270 vor den Mauern von Tunis an einer Seuche. Schon 1297 sprach Papst Bonifaz VIII. den König (Roi très chrétien) heilig; acht weiteren Nachfolgern (ohne Ludwig "XVII.") wurde er zum Namenspatron.