Januarius

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Silberbüste des heiligen Januarius

Januarius italienisch: San Gennaro; (* Mitte 3. Jahrhundert in Neapel oder Benevent, † 305 in Pozzuoli) war ein Bischof und Märtyrer.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Januarius hatte zu Beginn des 4. Jahrhunderts das Amt des Bischofs von Neapel inne und kümmerte sich um die Gefangenen, die den Christenverfolgungen des Diokletian zum Opfer fielen. Der Statthalter Kampaniens ließ den Bischof deswegen gefangen nehmen und in einen Ofen werfen, dessen Flammen dem Heiligen allerdings keinen Schaden zufügten. Auch die Löwen, denen Januarius zum Fraß vorgeworfen worden war, taten ihm kein Leid an, sondern legten sich zu seinen Füßen. Deshalb wurde er schließlich mit einigen Gefährten enthauptet.

Berühmt ist dieser Heilige aber vor allem wegen dem sich seit 1389 fast jährlich ereignenden Blutwunder, dem sogenannten Januariuswunder, das sich im Dom zu Neapel zuträgt. Dabei verflüssigt sich das in zwei Ampullen aufbewahrte Blut des Heiligen, wenn es in die Nähe seiner Kopfreliquie gebracht wird. Im Jahr verflüssigt sich das Blut drei Mal: 1. am Samstag vor dem ersten Mai Sonntag, 2. am 19. September und das Dritte Mal am 16. Dezember, dem Gedächtnis einer Warnung vor dem Ausbrechen des Vesuv 1631. Bleibt dieses Ereignis aus, so fürchtet man Schlimmes für die Einwohner der Stadt Neapel beziehungsweise für die Kirche.

Namensdeutung

Der Name kommt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie "der Pförtner".

Attribute

  • Blutampullen

Patronate

Januarius ist Patron folgender "Stichwörter"

  • Berufe
Goldschmiede
  • Geographie
von Neapel
  • Katastrophen
siehe Blutwunder
  • Krankheiten
  • Menschen
  • Natur
gegen Vulkanausbrüche
gegen Erdbeben
  • Religion
  • Tiere

Gedenktag

nicht gebotener Gedenktag
Übertragung der Gebeine: 1. Mai
Warnung vor dem Ausbruch des Vesuvs: 16. Dezember
  • Gedenktag orthodox: 21. April und 19. September
  • Gedenktag armenisch: 26. Februar
liturgische Feier am Montag nach dem 2. Adventssonntag

Orte, die mit Januarius in Verbindung stehen

Biographische Orte

  • Neapel
  • Pozzuoli

Orte mit Reliquien des Heiligen

  • Neapel

Wissenschaft

  • Das Wissenschaftsmagazin Quarks & Co des WDR-Fernsehens berichtete am 16. Januar 2001 von Erkenntnissen des Chemieprofessors Luigi Garlaschelli, denen zufolge die geheimnisvolle Flüssigkeit erst im späten Mittelalter aus einigen damals bereits bekannten Chemikalien zusammengemischt wurde und lieferte das Rezept. Nicht ganz überzeugend: das Phänomen wird nicht wirklich in allen Einzelheiten erklärt; und: woher kommt in Neapel die plötzlich auftretende Verflüssigung? - aber interessant allemal. (aus dem ökumenischen Heiligenlexikon)

Siehe auch: Gedenktage vom 1. Mai (nicht gebotener Feiertag), Gedenktage vom 19. September (Übertragung der Gebeine)

Weblinks

Dieser Artikel ist ursprünglich der Sektion Tagesheiliger bei www.kath.net entnommen.

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