Hermeneutik

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Die Hermeneutik verfolgt als philosophischer Forschungszweig das Problem des menschlichen Verstehens. Sie wirft daher auch die Frage nach der je gültigen Interpretation von Texten auf.

Für die immer schon wichtige Frage der philosophischen Erkenntnislehre, hat insbesondere Hans-Georg Gadamer, inspiriert durch Martin Heidegger, eine wesentliche Aktualisierung der Problematik erbracht (1960: Wahrheit und Methode).

In der Theologie geriet das Problem des Verstehens, bereits vermittelt durch den Protestanten Rudolf Bultmann (gleichfalls von Heidegger beeinflusst), auch katholischerseits um die Mitte des 20. Jh. in den Mittelpunkt der Diskussion. Aus dieser "neuen" Perspektive verbreitete sich (von neuem) die Überzeugung, die christliche Wahrheit bedürfe heute einer gänzlich neuen Interpretation.

Hermeneutik beim Verständnis der Heiligen Schrift

Für die Exegese der Heiligen Schrift hat die hermeneutische Methode seit der Enyzklika Papst Pius' XII. Divino afflante Spiritu (1943) eine besondere Bedeutung, wenn es darum geht, den Entstehungszusammenhang der biblischen Schriften und auch ihre Wirkungsgeschichte (Tradition) zu erforschen und die Bibel auf diesem Hintergrund auszulegen.

Bereits die Lehre der Alten Kirche vom vierfachen Schriftsinn (lat. quatuor sensus scripturae) war eine hermeneutische Herangehensweise an die Bibel, indem sie über eine bloß buchstäblich historische Auslegung hinaus auch eine allegorische, moralische (als Handlungsanweisung für den Glaubenden) und anagogische (Ausdruck der Hoffnung) Auslegung für zulässig erachtete.

Literatur

  • Hans-Georg Gadamer, Wahrheit und Methode, 1960
  • Paul Ricoeur, Die Interpretation, (dt.) 1969
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