Sündenstrafe

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Sündenstrafe ist die Folge moralischer Verfehlung.

Inhaltsverzeichnis

Einteilung

  • Die Strafe kann ewig sein
  • Die Strafe kann zeitlich sein

Die ewige Strafe

Der Verlust des ewigen Lebens, doht dem Getauften droht, wenn er aus der Taufgnade in eine Todsünde zurückfällt (nicht zu verwechseln mit: Hauptsünde). Diese Strafe wird traditionell als Höllenstrafe oder ewige Strafe ("zweiter Tod") bezeichnet.

Die zeitlichen Strafe

Demgegenüber gibt es auch Folgen der Sünde im Bereich der Zeit, zeitliche Sündenfolgen. Diese wieder-gut-zu-machen ist dem Büßer aufgetragen. "Leisten" kann er diese Wiedergutmachung, indem er Eintritt in die Sühne, die Christus für alle Sünder erlangt hat. Eine spezielle Ausprägung der Sündenstrafen waren auch die kirchlichen Bußstrafen, die, ursprünglich vor Gewährung der Absolution, geleistet werden mussten. Die Übernahme von Mängeln und Nachteilen zugunsten anderer in Sühne und Buße (zur eigenen Hinwendung zu Gott) sind aber im Ganzen der Ausdruck ernst gemeinter christlicher Liebe zu Gott und den Menschen.

Zu den zeitlichen Strafen

Die zeitlichen Strafen stellen also insgesamt das dar, was Gott und die Kirche vom Christen im Interesse der Heilswirklichkeit verlangen, damit seine Umkehr zu Gott vollkommen und nachhaltig ("verdienstvoll") sei, dazu gehören auch "Strafen" (aller Art) in der Zeit. Aus dieser Gesamtheit der Sündenfolgelasten steht dem reuigen Sünder aber sowieso nur ein ihn betreffender, konkreter Anteil nachvollziehbar vor Augen. Nur hier kann seine Bußgesinnung anknüpfen. Eine Art "Zuschuss" für die Bewältigung des Weges, diesseits wie jenseits, stellt der von der Kirche in der Vollmacht Jesu Christi gewährte Ablass dar, der die zeitlichen Sündenstrafen mindert oder hinwegnimmt (fürbittweise, je nach gegenwärtigem Urteil) und auch Verstorbenen zugewendet werden kann, vorzugsweise um Allerseelen.

Offenkundig ist andererseits, dass eine bloß abstrakter "Schuldnachlass" oft nicht glaubhaft ist, oft nicht einmal für den Büßer selbst. Ich bin gut, weil ich "mir" (vor Gott) glaube, dass ich gut bin? Diese Überzeugung ist nur zu selten glaubwürdig, angesichts der Lebenswirklichkeit.

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