Wilhelm Sandfuchs

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Wilhelm Sandfuchs (Dr. phil., * 25. Juni 1913 in Wolfach; † 24. Juni 1999 in Wasserburg am Inn) war ein deutscher Kirchenjournalist.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Wilhelm Sandfuchs machte 1933 sein Abitur und studierte anschließend Zeitungswissenschaft mittlere und neuere Geschichte, Kirchengeschichte und Staatsrecht in München. 1935 trat er hier der katholischen Studentenverbindung Verband der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine Unitas Winfridia bei. 1938 wurde er in München zum Doktor der Philosophie promoviert.

Im Zweiten Weltkrieg war Sandfuchs zeitweise als offizieller Kriegsberichter in der Propagandakompanie der Wehrmacht für die badische NSDAP-Gauzeitung Der Führer eingesetzt.

Im September 1949 berief ihn der Südwestfunk in Baden-Baden als Leiter des dort neu geschaffenen Referates Kirchenfunk, um die kirchlichen Sendungen aller Konfessionen zu betreuen. Im Januar 1958 übernahm er von Gunthar Lehner die Leitung der Abteilung Kirchenfunk beim Bayerischen Rundfunk (BR) in München, die er bis 1978 leitete.

In über zwanzig Buchveröffentlichungen hielt er einige der besonders erfolgreichen Sendereihen auch in schriftlicher Form fest. Sehr populär war vor allem die Reihe Minute der Besinnung – von den über 5000 morgendlichen Geleitworten und Losungen im Radio gab er in sechs Bänden fast 2200 einzelne Texte von Persönlichkeiten verschiedener Art heraus, die dem Hörer bzw. Leser „den Sinn des neu begonnenen Tages und der vor ihm liegenden Alltagsarbeit“ deuten wollen.

Neben den regelmäßigen Sendungen im Kirchenfunkprogramm hatte Wilhelm Sandfuchs auch außergewöhnliche kirchliche Ereignisse für den Hörfunk zu betreuen, so den 37. Eucharistischen Weltkongress 1962, das 2. Vatikanische Ökumenische Konzil 1962–65, den 81. Deutschen Katholikentag in Bamberg 1967 sowie die Römischen Bischofs-Synoden seit 1967. Von 1958 bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst im Jahre 1978 leitete er beim BR, der federführenden ARD-Anstalt für die Berichterstattung aus dem Vatikan, die Berichterstattung über die Pontifikatswechsel nach den Päpsten Pius XII. (1958), Johannes XXIII. (1963), Paul VI. sowie Johannes Paul I. (1978) und kommentierte vielfach selbst die Ereignisse.[1]

Werke

Monographien

  • Liebesring : Dichtungen (Gegenwart und Zukunft ; Bd. 86),Kulturpolitischer Verl. - [Leipzig] : [O. Maier] Berlin ; Leipzig ; München 1935 (32 Seiten).
  • Philosophische Dissertation 1938: Die Geschichte des "Kinzigtäler" : Ein Beitrag zum Werden d. bad. Heimatpresse, Triltsch Verlag Würzburg-Aumühle 1939 (76 Seiten).
  • Die ersten Zeitungen der Ortenau (1763-1815), Verl. d. Hist. Vereins f. Offenburg i. B.Mittelbaden 1939 (S. 17-30 ).
  • Papst Pius XII. Ein Lebensbild Badenia Verlag Karlsruhe 1949 (158 S.), 1956 (176 S., 2., verm. Aufl.).
  • Die Aussenminister der Päpste, Olzog Verlag München-Wien 1962 (160 S.).
  • Pater Rupert Mayer: Verteidiger der Wahrheit - Apostel der Nächstenliebe - Wegbereiter moderner Seelsorge, Echter Verlag Würzburg 1981 (277 S., ISBN 978-3-429-00712-6 Pp.), 1982 (277 S., ISBN 978-3-429-00712-6 Pp.).

beteiligt an

Weblinks

Anmmerkungen

  1. wörtlich aus der Wikipedia, abgerufen am 25. Mai 2021
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