Universität

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Keimzelle des Schulwesens waren die Kloster- und Domschulen des Frühmittelalters. In ihnen überdauerte das Wissen alle Stürme der Zeit und zu Beginn genügten sie völlig um der Wirklichkeit gerecht zu werden. Erst ab dem beginnenden Hochmittelalter im 10. Jahrhundert wuchs wieder, zunächst nur langsam, dann immer schneller, das Bedürfnis nach Bildung. Vier Gründe waren dafür maßgeblich: Erstens die sich ausbildenden Länder und Staaten, zweitens die Städte, drittens der aufkommende Handel und viertens der wissenschaftliche Fortschritt.

Zum ersten sei gesagt, dass sich die Länder und Staaten im Frühmittelalter erst gegenseitig abgrenzen mussten. In dem Maß aber in welchem ihnen dieses gelang, wurde es nun nötig das abgegrenzte Gebiet auch zu verwalten und auszubauen. Dazu waren aber Menschen nötig, welche weniger vom Kampf als viel mehr vom Recht eine Ahnung besaßen. Zum zweiten sei gesagt, dass für die Städte der erste Punkt genauso wichtig ist. In den Städten kam aber noch dazu, dass hier Menschen unterschiedlichster Schichten, Stände und Berufe zusammen lebten. Diese aber zu organisieren war eine echte Herausforderung, da man ja nur wenig Erfahrung mit solchen Dingen hatte. Zum dritten gehören wiederum die Städte dazu, da ja der Handel ganz entscheidend von den Städten abhing. Und auch hier wurde es immer mehr von Nöten, mehr zu Können als nur zu Rechnen. Von der Kenntnis fremder Sprachen und Bräuche bis hin zu den Umrechnungskursen der einzelnen Währungen war das Wissensgebiet der Kaufleute weit gespannt. Auch dies stellte neue Anforderungen an die Menschen des Mittelalters welche zuvor in weit geringerem Maße von Nöten war. Zum vierten Punkt sei hier vor allem auf die Theologie und die Philosophie verwiesen. Denn, rechtes wissenschaftliches Denken erfordert zu allererst logisches Denken, und Logik ist eben eine philosophische Disziplin. Den größten wissenschaftlichen Fortschritt in jener Zeit aber leistete die Theologie, woher es auch kommt das die voranschreitende Theologie die Philosophie „gebar“ um sich dann später in die zwei heute üblichen Universalwissenschaften zu trennen.

Und der Ort an dem alle diese Punkte ihr neues Zentrum fanden waren die Domschulen in den großen und bedeutenden Städten. Dort begab es sich dann, dass sich Gleichgesinnte zu einer Geminschft, lat. universitas, zusammen schlossen. Die ersten Universitäten entstanden in Bologna (Recht), Salerno (Medizin; die Wurzeln reichen bei beiden wohl bis ins 11. Jahrhundert zurück), Montpellier (Medizin) und Paris (Theologie).

siehe: Päpstliche Schreiben im Artikel Priesterausbildung.

Bekannte Universitäten

  • WWU, Münster
  • Universität Dortmund
  • Ruhr-Universität, Bochum
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