Stephan Haering

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Stephan Haering OSB (Prof. Dr. theol., Dr. iur. can. habil.; * 15. September 1959 in Grafenau, Bayern, Deutschland; † 18. November 2020 in München[1]) war seit 2001 Inhaber des Lehrstuhls für Kirchenrecht, insbesondere Verwaltungsrecht sowie Kirchliche Rechtsgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Stephan (bürgerlich Bernhard) Haering machte das Abitur am St. Michaels-Gymnasium in Metten, trat 1978 in den Benediktinerorden ein und machte ein Jahr später die Profess. Er studierte Theologie und wurde 1984 zum Priester geweiht. Zudem absolvierte er ein Studium der Geschichte, Germanistik sowie des kanonisches Rechts in Salzburg, München und Washington. 1984 empfing der die Priesterweihe. 1987 wurde er zum Dr. theol. promoviert, 1996 zum Dr. iur. can. habil.. Von 1997-2001 war er ordentlicher Universitätsprofessor für Kirchenrecht an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, seit 2001 Inhaber des Lehrstuhls für "Klaus-Mörsdorf-Lehrstuhl für Kirchenrecht" an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Zudem war Haering Richter am Erzbischöflichen Konsistorium und Metropolitangericht München, Berater der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Richter am Kirchlichen Arbeitsgerichtshof in Bonn, Mitglied der Arbeitsgruppe Kirchenrecht der Deutschen Bischofskonferenz und Geschäftsführender Herausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift „Archiv für katholisches Kirchenrecht“.

Papst Benedikt XVI. berief ihn im Oktober 2005 als Mitarbeiter des Sondersekretariats für die XI. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode. Haering ist Autor vieler kirchenrechtlicher sowie kirchen- und ordenshistorischer Schriften. Seit 2007 gehörte er dem Hochschulrat der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) an.[2] Er starb am 18. November 2020 und wird auf dem Mönchsfriedhof der Benediktinerabtei Metten am 23. November beigesetzt.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehörten Kirchliche Rechtsgeschichte, Verwaltungsrecht, Kirche und Staat, sowie Ordensrecht[3]

Werke

  • Die Bayerische Benediktinerkongregation 1684–1803. Eine rechtsgeschichtliche Untersuchung der Verfassung eines benediktinischen Klösterverbandes unter Berücksichtigung rechtlicher Vorformen und rechtssprachlicher Grundbegriffe (= Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige. Band 100, Heft I/II). EOS Verlag St. Ottilien 1989 (255 Seiten).

Herausgeber

  • In unum congregati : Festgabe für Augustinus Kardinal Mayer OSB zur Vollendung des 80. Lebensjahres / im Auftr. der Benediktinerabtei Metten, Abtei-Verlag Metten 1991 (604 S., ISBN 978-3-9801820-5-8 Gewebe).
  • MIT Josef Kandler: Salzburger Miszellen : gewidmet Hans Paarhammer, Gesellschaft für Salzburger Landeskunde Salzburg 1996 (464 S., ISBN 978-3-9500421-9-1 Gewebe).
  • Gnade und Recht : Beiträge aus Ethik, Moraltheologie und Kirchenrecht; Festschrift für Gerhard Holotik zur Vollendung des 60. Lebensjahres, Lang Verlag Frankfurt am Main-Berlin-Bern-Bruxelles-New York-Wien 1999 (599 S., ISBN 978-3-631-35296-0 Pp.).

Weblinks

Anmerkungen

  1. Münchner Kirchenrechtler Stephan Haering überraschend gestorben Katholisch.de am 19. November 2020; Kirchenrechtler Stephan Haering überraschend verstorben Kath.net am 20. November 2020
  2. Stephan Haering bei www.kloster-metten.de
  3. https://www.ku.de/kommunikation/presse/pi/einzelansicht/article/neue-externe-mitglieder-fuer-hochschulrat-der-katholischen-universitaet-eichstaett-ingolstadt/
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