Stefan Kiechle

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Stefan Kiechle SJ (Dr. * 1960 in Freiburg im Breisgau) ist Pater und deutscher Provinzial der Provinz der Jesuiten.

Biografie

Stefan Kiechle studierte in Freiburg Albert-Ludwigs-Universität) und Jerusalem (Dormition Abbey), Frankfurt (Sankt Georgen) Theologie. Das Noviziat im Jesuitenorden begann er 1982. Er studierte Philosophie und Theologie in München (Hochschule für Philosophie). 1989 empfing er die Priesterweihe in München. Von 1991 bis 1994 absolvierte er ein Aufbaustudium in Paris, das er mit der Promotion zum Dr. theol. über ein Thema der ignatianischen Spiritualität abschloss. Das jesuitische Terziat verbrachte er 1995 in Chile 1995. Vom 1995 bis 1998 leitete Stefan Kiechle als Studentenpfarrer die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) der Ludwig-Maximilian-Universität München. Er diente als Novizenmeister in Nürnberg von 1998 bis 2007. Lehrbeauftragungen hatte er ab dem Jahre 2008 in Paris (Centre Sèvres), Eichstätt (Katholische Universität, Master of ethical Management) und München (Hochschule für Philosophie). Leiter der Beratungsstelle „Offene Tür“ in Mannheim und Exerzitienbegleitung und Lehraufträge tätigte er von 2007 bis 2010. Seit 1. September 2010 ist er durch den Generaloberen Adolfo Nicolas Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten als Nachfolger von Stefan Dartmann.

Stefan Kiechle ist in den letzten Jahren als Mitherausgeber der Reihe „Ignatianische Impulse“, als Autor einer Ignatius-Monographie und eines Buches über den Jesuitenorden sowie durch zahlreiche Vorträge und Seminare einem breiteren Publikum bekannt geworden

Kritik

Mit Blick auf die kommenden Aufgaben als deutscher Provinzial im September 2010 stellte Stefan Kiechle zunnächst durchaus zutreffend fest: „Wir Jesuiten werden nach den schweren Erschütterungen der letzten Wochen (Öffentlichwerdung der sexuellen Missbrauchsskandale) hart arbeiten müssen, um das Vertrauen, das wir auch in der Krise gespürt haben, neu zu rechtfertigen. Wir sind gut beraten, uns dabei auf den Kern unserer Sendung in der Kirche und unseres jesuitischen Erbes zu konzentrieren: In der Nachfolge Jesu den Menschen zu helfen als glaubwürdige und authentische Seelsorger.“

Zwei Wochen danach jedoch spart er nicht mit unsachlicher Kritik, indem er im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen gegen den Papst wettert (dem er eigentlich die Treue geschworen hat), und weiters für die Aufhebung der Zölibatspflicht, für die Zulassung von verheirateten Männern zum Priesteramt und für ein Nachdenken über die Priesterweihe auch für Frauen plädierte vgl..

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