Sonntag des Wortes Gottes

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Der Sonntag des Wortes Gottes ist der dritte Sonntag im Jahreskreis, an dem in der Liturgie der Betrachtung und der Verbreitung des Wortes Gottes durch die Heilige Schrift gedacht werden soll. Dieser Tag wurde von Papst Franziskus durch das Motu proprio Aperuit illis am 30. September 2019, dem Fest des heiligen Hieronymus, dem Urheber der Vulgata, eingeführt. Der der Bibel gewidmete Tag soll nicht „einmal im Jahr“, sondern einmal für das ganze Jahr stattfinden.

An diesem Sonntag ist es besonders nützlich, die Verkündigung des Wortes Gottes hervorzuheben und die Homilie so zu gestalten, dass der Dienst am Wort des Herrn herausgestellt wird. Die Bischöfe können an diesem Sonntag die Beauftragung zum Lektorat oder einem ähnlichen Dienst erteilen, um an die Bedeutung der Verkündigung des Wortes Gottes in der Liturgie zu erinnern.

Der Sonntag des Wortes Gottes fällt passend in den Zeitabschnitt des Jahres, in dem die Beziehungen zu den Juden zu festigen suchen und und für die Einheit der Christen zu beten (18. -25. Januar) eingeladen sind. Es handelt sich dabei nicht um ein bloß zeitliches Zusammentreffen: Die Feier des Sonntags des Wortes Gottes ist von ökumenischer Bedeutung, denn die Heilige Schrift zeigt denen, die auf sie hören, den Weg, der beschritten werden muss, um zu einer authentischen und soliden Einheit zu gelangen (Aperuit illis, 3).

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