Sigitas Tamkevicius

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Sigitas Tamkevicius SJ (* 7. November 1938 in Gudonys) ist emeritierter Erzbischof von Kaunas in Litauen und Kardinal. Er gilt in seiner Heimat als "Legende des kirchlichen Widerstandes" gegen das Sowjetregime.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Sigitas Tamkevicius empfing am 18. April 1962 die Priesterweihe durch Bischof Petras Maželis und trat er sechs Jahre später in die Gesellschaft Jesu ein. Er war Begründer und jahrelang Chefredakteur der Zeitschrift "Chronik der katholischen Kirche in Litauen", die zwischen 1972 und 1989 die Verfolgung der Kirche durch die Sowjetmacht dokumentierte. Dadurch geriet er ins Visier des KGB und wurde wegen antisowjetischer Agitation verurteilt: fünf Jahre Zwangsarbeit in Gulag-Lagern mit anschließender Verbannung nach Sibirien. Nach seiner Befreiung wurde er 1990 Rektor des Priesterseminars in Kaunas.[1]

Bischof

Am 8. Mai 1991 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof in der Erzdiözese Kaunas und Titularbischof von Turuda. Seine Bischofsweihe erfolgte am 19. Mai 1991 durch den Haquptkonsekrator Kardinal Vincentas Sladkevičius und weiteren vier Nebenkonsekratoren. Nach dem Rücktritt seines Vorgängers wurde er am 4. Mai 1996 Erzbischof von Kaunas. Für zwei Amtszeiten führte er den Vorsitz in der Litauischen Bischofskonferenz. Am 11. Juli 2015 nahm Papst Franziskus seinen Rücktritt an. Er wurde im Konsistorium am 5. Oktober 2019 durch Papst Franziskus zum Kardinalspriester mit der Titelkirche Sant’Angela Merici erhoben.[2]

Weblinks

Anmerkungen

  1. Osservatore Romano 11. Oktober 2019, S. 15 Kurzbiographien; Die 13 künftigen Kardinäle in Kurzporträts Kath.net am 2. September 2019
  2. Osservatore Romano 11. Oktober 2019, S. 15 Kurzbiographien; Die 13 künftigen Kardinäle in Kurzporträts Kath.net am 2. September 2019
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