Seminar St. Pirmin

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Das '''Seminar St. Pirmin''' ist ein Spätberufenenseminar in [[Sasbach]]/Ortenaukreis. Es liegt in der Trägerschaft des [[Erzbistum Freiburgs]] und wird derzeit vom Rektor E. Eisele geleitet. Das Seminar St. Pirmin ermöglicht Jugendlichen und Jungen Männern, die schon einen Beruf haben, aber noch kein Abitur, dieses nachzuholen um danach zu studieren.  
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Das '''Seminar St. Pirmin''' ist ein Spätberufenenseminar in Sasbach im Ortenaukreis. Es liegt in der Trägerschaft des [[Erzbistum Freiburg|Erzbistums Freiburg]] und wird derzeit vom Rektor E. Eisele geleitet. Das Seminar St. Pirmin ermöglicht Jugendlichen und Jungen Männern, die schon einen Beruf haben, aber noch kein Abitur, dieses nachzuholen um danach zu studieren. Das Abitur des Seminars ist ein altsprachliches Abitur.  
Das Abitur, welches erreicht werden kann, ist ein altsprachliches Abitur.  
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Das Ziel des Seminars war bei der Gründung, jungen Männern, die den priesterlichen Beruf ergreifen wollen und Spätberufene sind, die Möglichkeiten zu einem Berufswechsel zu geben. Über die Jahre hinweg hat sich jedoch dieses Ziel etwas gewandelt. Es ist nicht mehr explizit nötig, dass der Kollegiat den Priesterberuf als Ziel hat. Jedoch wird eine christliche Lebensweise vorausgesetzt.
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Das Ziel des Spätberufenenseminars war bei der Gründung, jungen Männern, die den priesterlichen Beruf ergreifen wollen und Spätberufene sind, die Möglichkeiten zu einem Berufswechsel zu geben. Über die Jahre hinweg hat sich jedoch dieses Ziel gewandelt. Es ist nicht mehr Voraussetzung, dass der Kollegiat den Priesterberuf als Ziel hat. Jedoch wird eine christliche Lebensweise vorausgesetzt.
  
Im Hausalltag ist nicht nur die Schule und das Lernen wichtig sondern auch die speziellen Haustermine, die den Kollegiaten im Reifungsprozess zu guten Christen helfen soll. So gibt es Gottesdienste, spirituelle Impusle, Geisliche Gespräche und vieles mehr.
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Im Hausalltag ist nicht nur die Schule und das Lernen wichtig sondern auch die Haustermine, die den Kollegiaten im Reifungsprozess zu guten Christen helfen soll. So gibt es Gottesdienste, spirituelle Impusle, geistliche Gespräche und vieles mehr.
  
Der Unterricht des Seminars erfolgt an der Heimschule Lender, Sasbach. Die Lehrer des Seminar St. Pirmins sind Lehrer der Heimschule. Mit Ausnahme von wenigen Unterrichtsstunden (Hebräisch oder Griechisch) haben die Kollegiaten alleine Unterricht. Das bedeutet, das die Klassengröße überschaubar ist und so eine besonders fruchtbare Lernkultur ermöglicht wird.
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Der Unterricht des Seminars erfolgt an der Heimschule Lender, Sasbach. Die Lehrer von St. Pirmin sind Lehrer der Heimschule. Mit Ausnahme von wenigen Unterrichtsstunden (Hebräisch oder Griechisch) haben die Kollegiaten alleine Unterricht. Das bedeutet, das die Klassengröße überschaubar ist und so eine besonders fruchtbare Lernkultur ermöglicht wird.
  
Das Seminar hat den Hl. [[Pirmin]] als Schutzpatron. Pirmin war ein Wanderbischof des ersten nachchristlichen Jahrtausends. Er reformierte viele Klöster und führte sie oft genug auf die "Linie der benediktinischen Regeln" zurück. So leitete und reformierte er z. B. die Klöster [[Reichenau]], [[Schuttern]] und [[Hornbach]]. Auch der Name Pirmasens (Stadt) geht auf diesen Mönch zurück.  
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Das Seminar hat den Hl. Pirmin als Schutzpatron. Pirmin war ein Wanderbischof des ersten nachchristlichen Jahrtausends. Er reformierte viele Klöster und führte sie oft genug auf die "Linie der benediktinischen Regeln" zurück. So leitete und reformierte er z. B. die Klöster Reichenau, Schuttern und Hornbach. Auch der Name Pirmasens (Stadt) geht auf ihn zurück.  
  
Der Auslöser zur Gründung des Seminar St. Pimrin war eine Schulgründung vor über 130 Jahren. [[Franz Xaver Lender]], Priester von Sasbach, Dekan und Politiker gründete im Jahre 1875 die [[Lendersche Lehranstalt]] aus der die heutige [[Heimschule Lender]] herausging, mit dem Ziel, junge Männer zum Abitur und zum Priesterberuf zu führen. Da nun diese Schule immer größer wurde und auch die Möglichkeit nicht mehr gegeben war, Spätberufene zu unterrichten (Schulreformen u.ä.)gründete der ehemalige [[Erzbischof Schäufele]] das Seminar St. Pirmin.
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Der Auslöser zur Gründung des Seminar St. Pimrin war eine Schulgründung vor über 130 Jahren. Franz Xaver Lender, Priester von Sasbach, Dekan und Politiker gründete im Jahre 1875 die Lendersche Lehranstalt aus der die heutige Heimschule Lender herausging, mit dem Ziel, junge Männer zum Abitur und zum Priesterberuf zu führen. Da nun diese Schule immer größer wurde und auch die Möglichkeit nicht mehr gegeben war, Spätberufene zu unterrichten (Schulreformen) gründete der ehemalige Erzbischof Schäufele das Seminar St. Pirmin.
  
==Weblinks==
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== Weblinks ==
*[http://www.seminar-stpirmin.de Offizielle Homepage]
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* [http://www.seminar-stpirmin.de Offizielle Homepage]
  
 
[[Kategorie:Priesterseminare]]
 
[[Kategorie:Priesterseminare]]

Aktuelle Version vom 10. Juni 2019, 12:28 Uhr

Das Seminar St. Pirmin ist ein Spätberufenenseminar in Sasbach im Ortenaukreis. Es liegt in der Trägerschaft des Erzbistums Freiburg und wird derzeit vom Rektor E. Eisele geleitet. Das Seminar St. Pirmin ermöglicht Jugendlichen und Jungen Männern, die schon einen Beruf haben, aber noch kein Abitur, dieses nachzuholen um danach zu studieren. Das Abitur des Seminars ist ein altsprachliches Abitur.

Das Ziel des Spätberufenenseminars war bei der Gründung, jungen Männern, die den priesterlichen Beruf ergreifen wollen und Spätberufene sind, die Möglichkeiten zu einem Berufswechsel zu geben. Über die Jahre hinweg hat sich jedoch dieses Ziel gewandelt. Es ist nicht mehr Voraussetzung, dass der Kollegiat den Priesterberuf als Ziel hat. Jedoch wird eine christliche Lebensweise vorausgesetzt.

Im Hausalltag ist nicht nur die Schule und das Lernen wichtig sondern auch die Haustermine, die den Kollegiaten im Reifungsprozess zu guten Christen helfen soll. So gibt es Gottesdienste, spirituelle Impusle, geistliche Gespräche und vieles mehr.

Der Unterricht des Seminars erfolgt an der Heimschule Lender, Sasbach. Die Lehrer von St. Pirmin sind Lehrer der Heimschule. Mit Ausnahme von wenigen Unterrichtsstunden (Hebräisch oder Griechisch) haben die Kollegiaten alleine Unterricht. Das bedeutet, das die Klassengröße überschaubar ist und so eine besonders fruchtbare Lernkultur ermöglicht wird.

Das Seminar hat den Hl. Pirmin als Schutzpatron. Pirmin war ein Wanderbischof des ersten nachchristlichen Jahrtausends. Er reformierte viele Klöster und führte sie oft genug auf die "Linie der benediktinischen Regeln" zurück. So leitete und reformierte er z. B. die Klöster Reichenau, Schuttern und Hornbach. Auch der Name Pirmasens (Stadt) geht auf ihn zurück.

Der Auslöser zur Gründung des Seminar St. Pimrin war eine Schulgründung vor über 130 Jahren. Franz Xaver Lender, Priester von Sasbach, Dekan und Politiker gründete im Jahre 1875 die Lendersche Lehranstalt aus der die heutige Heimschule Lender herausging, mit dem Ziel, junge Männer zum Abitur und zum Priesterberuf zu führen. Da nun diese Schule immer größer wurde und auch die Möglichkeit nicht mehr gegeben war, Spätberufene zu unterrichten (Schulreformen) gründete der ehemalige Erzbischof Schäufele das Seminar St. Pirmin.

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