Sebastian (Märtyrer)

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Der heilige Sebastian

Sebastian (* in Mailand oder Narbonne; † um 288 in Rom), war ein römischer Soldat und wurde zu einem christlichen Märtyrer.

Inhaltsverzeichnis

Namensdeutung

Der Name kommt aus dem griechischen und bedeutet: der zum Kaiser Gehörende

Biografie

Historisch fassbare Daten zur Vita sind nicht überliefert. Bekannt ist, dass es einen Sarkophag mit dem Namen Sebastian gab. In Zusammenhang mit der Deutung des Namens "dem Kaiser angehörig" entwickelte sich legendenhafte Biographie.

Legende/n

Kaiser Diokletian ließ der Legende nach Sebastian an einen Baum binden und von nubischen Bogenschützen mit ihren Pfeilen beschießen. Nachdem er dies überlebte wurde er im Zirkus Maximus zu Tode gepeitscht.

Kanonisation, Patronat und Verehrung

Attribute

Pfeil, der seine Brust durchbohrt; an Baumstamm gebunden dargestellt

Patronate

Sebastian ist Patron folgender "Stichwörter"

  • Berufe
Armbrustschützen
Bogenschützen
Büchsenmacher
Bürstenbinder
Eisengießer
Gärtner
Gerber
Leichenträger
Schützen
Schützengilden
Soldaten
Steinmetze
Töpfer
Waldarbeiter
Zinngießer
  • Geographie
von Selm in Westfalen,
Beckum im Münsterland,
Stein am Kocher
Aichach bei Augsburg
  • San Sebastián, Spaniens,
Palma di Mallorca,
San Sebastián, Gomera
weiteren70 weiteren Orten
  • Katastrophen
  • Krankheiten
gegen Pest
Seuchen
Geschwüre
Infektionen
Wunden
gegen Aids
  • Menschen
der kranke Kinder
der Sterbenden
Kriegsinvaliden
der Brunnen
  • Natur
  • Religion
  • Tiere

Gedenktag/e

  • Gedenktag katholisch
20. Januar - nicht gebotener Gedenktag
gebotener Gedenktag in Malta
in Soissons: Übertragung der Gebeine: 9. Dezember
  • Gedenktag evangelisch
20. Januar
  • Gedenktag orthodox
24. Oktober
18. Dezember
in Deutschland: 20. Januar

Bauernnregeln

  • Haben Fabian und Sebastian nach Kälte Verlangen, / musst du um deinen Vorrat an Brennholz bangen.
  • Schütten Fabian und Sebastian viel Schnee auf’s Dach, / wird vor Matthias der Frühling nicht wach.
  • Können Fabian und Sebastian Schneemänner bau’n, / türmt sich der Schnee bald mannshoch am Zaun.
  • An Fabian und Sebastian / fängt Baum und Tag zu wachsen an.
  • An Fabian und Sebastian / soll der Saft in die Bäume gahn.
  • Fabian, Sebastian, / da steigt der Saft den Baum hinan.
  • An Fabian und Sebastian / fängt der rechte Winter an.”
  • „Von Fabian bis sieben Tage nach Lichtmess Frost und Schnee im Garten, dann lässt der Lenz uns nicht lang warten.
  • Sonnenschein um Fabian und Sebastian, / lässt den Tieren das Futter ausgah'n.
  • Ist es um Fabian und Sebastian schon warm, / wird das Jahr meist futterarm.
  • Sturm und Frost an Sebastian, / ist den Saaten wohlgetan.
  • Fabian im Nebelhut, / tut den Bäumen gar nicht gut.
  • Tanzen Fabian schon die Mücken, / muss man den Kühen das Futter bezwicken.
  • Um Fabian und Sebastian, / da nimmt auch der Tauber die Taube an.

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Die Leidensgeschichte Sebastians hat den Charakter eines epischen Romans, nur geringen historischen Wert und fasst verschiedene römische Märtyrergeschichten in einer Handlung zusammen. Gelegentlich wird sie Ambrosius zugeschrieben, tatsächlich entstand sie wohl Mitte des 5. Jahrhunderts. (ex Heiligenlexikon)

Literatur

Weblinks

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