Schöpfer

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Der Schöpfer des Unsichtbaren und Sichtbarem am Anfang der Schöpfung

GOTT ist der Schöpfer der sichtbaren und der unsichtbaren Welt (vgl. Gen 1,1). Sein eigentliches Tun nennt man Schaffen. Im engen Sinne ist es nur Ihm eigen. Schaffen bedeutet, etwas aus dem Nichts ins Dasein bringen.

Hildegard von Bingen beschreibt das Tun Gottes am Anfang ihres Buches "Causa et curae": Gott war und ist ohne Anfang schon vor der Erschaffung der Welt. Er war und ist das helle Licht, und er war das Leben. Als GOTT die Welt erschaffen wollte, schuf er sie aus dem Nichts, aber in seinem Willen lag die Materie der Welt. Denn als sich Gottes Willen offenbarte, um das Werk zu vollbringen, ging alsbald aus seinem Willen, wie Gott es wollte, die Materie als ein dunkler, noch ungeformter Klumpen hervor. Und es erscholl das Wort des Vaters: Es werde Licht! Und es entstanden das Licht und die leuchtenden Engel. Denn da er sagte: Es werde Licht! wurde außer den Lichtern am Himmel auch das Licht geschaffen, das die Engel sind. Als er aber sagte: Es werden die Lichter! ist damit das Licht am Himmel gemeint, das wir sehen.

Hier wird der Begriff Materie im einem Sinn verwendet, der alle geschaffenen Dinge umfasst, auch die Engel. So wird der Begriff vom Kirchenlehrer Augustinus und Damascenus (De fide orth. I, 2 c. 3 MG 94, 866) verwendet.

Gen 1,2: „Die Erde war unbestimmt und leer, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über den Wassern.“

Die Erde war noch unbestimmt, sie hatte keine Form. Entweder Gott selbst gibt der Erde die Form (Gestalt) oder er lässt dies die geschaffenen Engeln tun. So wie ein Vater sein Kind das tun lässt, was es kann, so ist es auch naheliegend, dass die Engel die Erde formen durften (scheinbare Evolution). Die Erde war auch leer, d.h. unbewohnt. Um die Erde mit Lebewesen auszustatten, bedurfte es wieder der göttlich allmächtigen Schaffungskraft.

Die Schöpfungstage werden im Buch Genesis dann einzeln aufgezählt (1,3-31).

Literatur

  • F. W. Faber: Schöpfer und Geschöpf oder Der göttlichen Liebe Wunder Josef Habbel Verlag 1959 (435 Seiten).
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