Säkularinstitut

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Ein Säkularinstitut oder Weltliches Institut ist ein Einrichtung gottgeweihten Lebens, in welchem in der Welt lebende Gläubige nach Vollkommenheit der Liebe streben und sich bemühen, zur Heiligung der Welt, vor allem von innen her, beizutragen.

Das Mitglied eines Säkularinstituts ändert kraft seiner Profess nicht seine eigene kirchenrechtliche Stellung als Kleriker oder Laie im Volk Gottes (vgl. CIC 710,711).

Als neue Form eines weltzugewandten geistlichen Lebens nach den Evangelischen Räten (Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam [private Gelübde]) wurde die erste kirchenrechtliche Anerkennung 1950 durch Papst Pius XII. geschaffen.

Das enorme Tempo, in dem sich in der Folge des II. Vatikanum weitere geistliche Gemeinschaften und Bewegungen zugunsten eines intensiven Apostolats bildeten, führte zu weiteren rechtlichen Gestaltungen insbesondere für Laien, die heute das dem Ordensleben noch stark nachgebildete Säkularinstitut beinahe schon altmodisch erscheinen lassen.

Das einstmals bekannteste, erste Säkularinstitut, das Opus Dei, erhielt als pastorale Institution der katholischen Kirche eigener Art, im Jahr 1982 die Rechtsform einer Personalprälatur. Innerhalb der traditionellen Unterscheidung zwischen Weltklerus und Regularklerus (der Orden) sind die Priester des Opus Dei (weniger als 2% der Mitglieder)mithin dem Säkularklerus zuzuordnen. Als solche üben sie ihren priesterlichen Auftrag insbesondere für die (ohne Profess) dem Werk angehörigen Laien aus.

Andere Säkularinstitute stehen geistlichen Gemeinschaften, etwa der Schönstatt-Bewegung, nahe.

Siehe auch: Päpstliche Schreiben bei: Orden

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