Rolf Thomas

Aus Kathpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Prälat Thomas im Jahr 2010

Prälat Dr. Rolf Thomas (* 29. November 1934 in Aachen-Burtscheid; † 4. März 2016 in München) war ein deutscher Priester und Seelsorger. Er zählte zu den fünf ersten deutschen Mitgliedern des Opus Dei und hat über Jahrzehnte eng mit dem Hl. Josefmaria Escrivá, dem Gründer des Opus Dei, zusammengearbeitet.

Biografie

Rolf Thomas wurde am 29. November 1934 in Aachen geboren. Sein Vater war Kaufmännischer Leiter bei den Vereinigten Glaswerken (St. Gobain) im Werk Herzogenrath. Die schulische Ausbildung in Aachen (1940-43), Eupen (1943-49) und Herzogenrath (1949-54) schloß er 1954 mit dem Abitur ab. Im nach dem Krieg neu gegründeten Knabenchor vom Collège Patronné Eupen sang er 1946 in der 1. Stimme. Im Jahr 1948 trat er beim ersten selbständigen Konzert des Chors als Klavier-Solist auf.[1]

Im Oktober 1954 begann er das Studium der klassischen Philologie (Griechisch und Latein; auf Lehramt) und katholischen Theologie. Zum WS 1956/57 wechselte er an die Universität München, um namhafte Professoren der drei Fächer zu hören, darunter Romano Guardini. Zum WS 1957/58 kehrte er an die Universität Bonn zurück, wo er das Studium mit dem Staatsexamen abschloss.

Am 1. Juli 1954 wurde er Mitglied der K.D.St.V. Novesia Bonn im CV. In Bonn war er auch in der Akademischen Vinzenz-Konferenz (AVK) aktiv, deren Leiter er im Studienjahr 1957/58 war.

Im Bonner Studentenheim Althaus lernte er das Opus Dei kennen, dem er sich im Juni 1958 als eines der ersten deutschen Mitglieder anschloss. Dort traf er am 16. September 1959 auch erstmals persönlich mit dem Hl. Josefmaria zusammen.

1963 ging er nach Rom und wurde 1966 in Segovia, Spanien zum Priester geweiht. Am 26. Juni 1967 wurde er in Rom an der Theologischen Fakultät der Päpstlichen Lateranuniversität mit einer Arbeit über Origenes (Nisi cognoveris te …: observationes in Origenis de cognitione sui doctrinam) in Theologie promoviert.

Kurz nach seiner Priesterweihe war er von Escrivá in den Generalrat des Opus Dei berufen worden, wo er von 1966 bis 1992 als Studienpräfekt für die philosophisch-theologischen Studien der Gläubigen des Opus Dei verantwortlich war. Er war an der Gründung zahlreicher Bildungseinrichtungen des Opus Dei in aller Welt beteiligt, darunter der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom. Im Heiligsprechungsverfahren für Josefmaria Escrivá war er ein wichtiger Zeuge. Er wurde von Papst Johannes Paul II. zum Prälaten ernannt.

Im Jahr 2000 kehrt Thomas nach Deutschland zurück und war in München (ab 2001) und Augsburg (ab 2004) als Beichtvater und geistlicher Begleiter tätig. Noch am Tag vor seinem Tod hatte er in der Heilig-Geist-Kirche in München Beichte gehört.[2][3][4]

Veröffentlichung

Anmerkungen

  1. Purei Cantores Festschrift, Collège Patronné Eupen, 1957
  2. Prälat Dr. Rolf Thomas gestorben, Opus-Dei-Homepage, 7. März 2016
  3. Prälat Dr. Rolf Thomas verstorben, Bistum Augsburg, 7. März 2016
  4. Ludwig Gschwind: Nachruf – Prälat Rolf Thomas. Das Ulrichsbistum, April 2016, Nr. 13, S. 14
  5. Erich Läufer: Josemaria Escrivá begegnen. Kirchenzeitung Köln 2010 (25), 25. Juni, S. 16
  6. Martin Müller: Naher Blick auf einen Heiligen. PUR Magazin 3/2010, S. 27
Meine Werkzeuge