Ritterorden

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Die katholischen Ritterorden des späten Mittelalters vereinigten in ihrer Grundidee das Ideal des Rittertums mit dem Ideal des Mönchstums. Die bedeutdensten Gründungen waren die Hospitaliter (Malteserorden), die Templer und später die Deutschherren. Daneben existierten kleinere Ritterorden vor allem auf der iberischen Halbinsel.

Der hl. Bernhard von Clairvaux unterstützte das neue Ideal leidenschaftlich, da er, ohne spirituelle Dimension des ritterlichen Einsatzes, den Erfolg der Kreuzzugsidee in Gefahr sah. Letztlich bewährten sich vor allem die Malteser, die von Anfang an ihr Rittertum mit einem caritativen Auftrag verbanden. Dennoch verloren sie zu napoleonischer Zeit ihr Herrschaftsgebiet (Malta). Der Templerorden verfing sich mehr und mehr in Selbstgenügsamkeit, was dann, ohne dass hier die "Schuldfrage" diskutiert werden kann, 1313 zur Auflösung führte. Andere Ritterorden verwandelten ihr "Profil" in Klerikervereinigungen oder reine Ehren-Gesellschaften.

„Außer den eigenen Ritterorden (Christusorden, Orden vom Goldenen Sporn, Piusorden, Gregoriusorden und Silvesterorden) anerkennt und schützt der Heilige Stuhl nur den souveränen Malteserorden - oder Souveränen Ritterorden des Hospitals vom hl. Johannes zu Jerusalem, Rhodos und Malta - sowie den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem (Grabesritter). Alle anderen Orden, ob sie nun neugegründet sind oder sich auf mittelalterliche Vorbilder berufen, werden vom Heiligen Stuhl nicht anerkannt.“ Auch wenn sie einen heiligen im Namen führen. Diplome, Siegel oder Dokumente solcher Neugründungen hätten aus Vatikansicht keinerlei Wert. Es sei auch „unangemessen“, solchen Gruppen Kirchen oder Kapellen für Investiturfeiern zur Verfügung zu stellen [1]

Weblinks

Anmerkungen

  1. Staatssekretariat am 16. Oktober 2012: Radio Vatikan am 16. Oktober 2012 und Osservatore Romano am 26. Oktober 2012
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