Radio Maria Weltfamilie

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Logo der Radio Weltfamilie

Radio Maria oder die Radio Maria Weltfamilie (World Family of Radio Maria) ist ein Dachverband von Radio Maria Sendern und ist das größte internationale katholische Radionetzwerk der Welt. Sie ist eine Nichtregierungsorganisation (NRO), die rechtlich gesehen 1998 entstanden ist. Der Rechtssitz befindet sich in der Via del Pettirosso 20 - 00169 Rom, während der Sitz der Verwaltung sowie der technischer Sitz in der Via Mazzini 12 - 21020 Casciago (Varese). Vittorio Viccardi ist Präsident der Weltfamilie von Radio Maria.

Im Oktober 2016[1] besteht sie aus achtzig Radiosendern in den fünf Kontinenten. Es nimmt sich die einem jeden Christen durch die Taufe anvertraute Aufgabe vor, die Botschaft des Evangeliums in Gemeinschaft mit der Lehre und den pastoralen Erfordernissen der heiligen Katholischen Kirche, treu dem Heiligen Vater unter Nutzung aller Möglichkeiten des Rundfunkmediums zu verbreiten. Die fortlaufende Expansion des Radios soll die weltweite Verkündung der Umkehr ermöglichen.

Zum umstrittenen polnischen Sender "Radio Maryja" besteht keinerlei organisatorische oder ideologische Verbundenheit.

Papstaudienz für die Teilnehmer des VI. Kongresses der Weltfamilie von Radio Maria (2015)

Inhaltsverzeichnis

Das Charisma

Radio Maria ist ein Instrument zur neuen Evangelisierung, das sich im dritten Jahrtausend als katholischer Sender zur Ankündigung der Umkehr in den Dienst der Kirche stellt. Dies geschieht mithilfe einer Programmgestaltung, die Gebet, Katechese und Lebenshilfe einen breiten Platz einräumt.
Die Angelpunkte seines Apostolates sind das Vertrauen in die göttliche Vorsehung und die Abhängigkeit vom Volontariat.

Ursprung und Geschichte

Emanuele Ferrario, Präsident der Weltfamilie von Radio Maria von 1998-2015

Radio Maria entstand als Pfarreisender im Jahre 1983, in Arcellasco d'Erba in der Provinz Como in der Diözese von Mailand.
Zu jener Zeit haben die Pfarrer auf vielen Kirchtürmen in Italien eine Antenne errichtet, um möglichst viele Gläubige und insbesondere Kranke erreichen zu können. Der Sender sollte die Pfarreimitglieder informieren und ihnen durch die tägliche Ausstrahlung von Heiliger Messe und Rosenkranz im Gebet beistehen.
Radio Maria behält dieses Merkmal bis zum Januar 1987 bei, als die Vereinigung Radio Maria gegründet wird, die aus Laien und Priestern besteht und den Sender von der Pfarrei unabhängig machen und ihn auf breiterer Ebene in ein Werk der Evangelisierung einbinden soll.
In nur drei Jahren wird die Programmgestaltung dank der Mitarbeit von Personen, die in der Kirche unterschiedliche Erfahrungen gesammelt hatten und stets Zeugnis vom Glauben abgelegt haben, komplett neu entworfen.
In derselben Zeit werden gleichzeitig alle italienischen Regionen abgedeckt und im Jahre 1990 gilt Radio Maria als ein Sender von nationalem Ausmass (Associazione italiana Radio Maria - Italienischer Verband Radio Maria)
Seit den 90er Jahren hat sich das Radio weltweit verbreitet. Heute sind weltweit mehr als 60 Radio Maria tätig und andere Stationen stehen vor der Aufnahme der Sendetätigkeit.
Das Ziel ist, auf die aus allen Teilen der Welt kommenden Anfragen zu antworten und ein weltweites Rundfunknetz katholischen Ursprungs zu schaffen. Es soll hinsichtlich der Verwaltung der einzelnen nationalen Wirklichkeiten unabhängig, jedoch in Bezug auf die religiöse Inspiration, die Struktur der Programmgestaltung, den Bezug auf das Volontariat und die Finanzierung durch die Spenden der Hörer vereint und stark sein.

Gebet von Papst Johannes Paul II.

Maria, lenke unsere Lebensentscheidungen.
Stärke uns in den Stunden der Prüfung,
damit wir in Treue zu Gott und den Menschen mit demütigem Mut
die geheimnisvollen Wege des Himmels beschreiten.
So können wir dem Verstand und dem Herzen jedes Menschen
die frohe Botschaft von Christus, dem Erlöser des Menschen, bringen.
Maria, Stern der Evangelisation, sei mit uns.
Leite Radio MARIA und sei sein Schutz. Amen.

Unterstützende Worte aus der katholischen Kirche

  • Papst Franziskus: "Gott segne das Radio und Radio Maria möge von allen im Auto, in der Kirche, in der Arbeit gehört werden ... alle sollen dieses Radio hören, das eine so wertvolle Evangelisierungsarbeit leistet. Wir müssen dafür sorgen, dass es bis zu allen Menschen vordringt."[2]
  • Unterstützende Worte aus der katholischen Kirche bei Radio Horeb
  • Zum ersten Mal bat im Jahre 2016 eine gesamte Bischofskonferenz (die Kenianische) die Radio Maria Weltfamilie, dass das Radio in ihr Land komme.[3]

Die deutschsprachigen Sender von Radio Maria

Mariathon

Jährlich wird eine weltweite Solidaritätsaktion der einzelnen "Radio Maria"-Sender mit dem Namen „Mar(i)athon“ veranstaltet. Der Mariathon ist ein internationaler Spendenmarathon, der dazu dient, neue Radiostationen der „Weltfamilie von Radio Maria“ aufzubauen. Die Idee dazu stammt aus Kolumbien. In den Tagen des Mariathons, wird eine Hotline freigeschaltet, bei der der Spender die Höhe seiner Spende angekündigt oder diese (mit Kennwort) bereits überwiesen hat. Am Ende dieser Tage wird das erzielte Spendenergebnis bekanntgegeben, welches eine bestimmte Radiostation der „Weltfamilie von Radio Maria“ erhält, um später auf eigenen Beinen stehen zu können. "Der Mariathon ist inzwischen zu einem weltweiten Radioereignis in nahezu 70 Ländern geworden" (Richard Kocher). Der Papst dazu: „Ich richte einen herzlichen Gruß an die Hörer von Radio Maria zu den jährlichen Mariathon-Tagen. Ich bitte den Herrn, Euch zu segnen und Euch in Eurem Leben zu begleiten. Bitte vergesst nicht, für mich zu beten. Liebe Grüße, Papst Franziskus.“[4]

Radio Mariam - ein katholisches Webradio in arabischer Sprache

Ein Projekt der Radio Maria Weltfamilie, ist im Jahre 2016 ein katholisches Webradio in arabischer Sprache namens Radio Mariam.[5] Am 8. Dezember 2015 wurde das Studio von Radio Mariam eingeweiht und startete sein Programm für die mehr als 14.300.000 Christen, die Arabisch als Muttersprache sprechen. Zum Beginn des Radios hatte es acht Stunden täglich Liveprogramm; die restliche Zeit waren Wiederholungen. Das Radio kann auch durch eine APP gehört werden.[6]

Weblinks

Anmerkungen

  1. Im Jahre 2015 - 70 Sender, davon 62 nationale Sender, sieben Radios für nationale Minderheiten und ein Partnersender im Libanon. 21 Sender gibt es in Europa, 19 in Amerika, 18 in Afrika, 3 in Asien und einer in Ozeanien.
  2. Papst Franziskus zu Msgr. José Alemany, dem Direktor von Radio Peru: aus dem Programm-Rundbrief von Radio Horeb zum September 2014
  3. Pfr. Richard Kocher in der Standpunktsendung am 9. Oktober 2016
  4. Weltweite Gebets- und Spendenaktion «Mariathon» bei Radio Horeb
  5. www.radiomariam.org
  6. siehe bei Radio Horeb (Name der App: Radio Maria World Family)
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