Pierre-Marie Théas

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Bischof Théas in Kevelaer

Bischof Pierre-Marie Théas, von 1945 bis 1977 Bischof von Lourdes, war ein Mitbegründer der internationalen kath. Friedensbewegung Pax Christi und bis 1950 ihr Präsident. Zusammen mit der Lehrerin und engagierten Katholikin Marthe-Marie Dortel-Claudot und einem Kreis von Laien, initiierte er einen Gebetskreuzzug für den Frieden unter den Völkern, der, seit März 1945 von über 40 Bischöfen unterstützt, alsbald den Namen Pax Christi erhielt. Die Initiative fand auf deutscher Seite im rheinischen Raum, vor allem in Aachen und in Baden, ein lebhaftes Echo. Théas besuchte 1948 den Marienwallfahrtsort Kevelaer, anläßlich der ersten Internationalen Arbeitstagung der Bewegung, die dort vom 1.-4. April stattfand. Am Weißen Sonntag reichte er den Kindern aus Kevelaer und Umgebung die feierliche Erstkommunion. Der Bischof hatte sich erfolgreich um die Entlassung einiger Verwandter der Kinder und anderer aus frz. Kriegs-Gefangenschaft bemüht.

Im Jahr 1943 war Théas selbst im Lager von Compiègne durch die dt. Besatzung interniert worden. Er hatte, als Bischof von Montauban, von der Kanzel gegen den Abtransport von Juden protestiert, wie auch der spätere Kardinal Jules-Géraud Saliège, Erzbischof von Toulouse, der zum ersten Protektor der Bewegung wurde.

In der Haft forderte Théas die Mitgefangenen, überwiegend frz. Offiziere bereits auf, den Zirkel der Gewalt zu durchbrechen und den deutschen Tätern, der Forderung des Evangeliums gemäß, zu verzeihen.

Die bemerkenswerte Ansprache, die Bischof Théas in Kevelaer 1948 hielt, wurde publiziert im Büchlein Pax Christi 1948-1988 Kevelaer (1988).

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