Peter-Hans Kolvenbach

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Peter Hans Kolvenbach 2006

Peter-Hans Kolvenbach SJ (Prof. Dr.; * 30. November 1928 in Druten bei Nimwegen, Niederlande; † 26. November 2016 in Beirut[1]) war von 1983 bis 2008 der 29. Ordensgeneral der Gesellschaft Jesu. Er war der erste Jesuiten-General in fast 500 Jahren Ordensgeschichte, der zu Lebzeiten freiwillig vom Amt zurücktrat.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Peter Hans Kolvenbach wurde als der Sohn eines Kaufmanns aus Nimwegen und dessen Ehefrau Jacoba Johanna Petronella Domesino geboren. Er besuchte das "Petrus-Canisius-Kolleg" in Nimwegen und trat am 7. September 1948 in das Noviziat der Gesellschaft Jesu in Mariendaal ein. Nachdem er am Berchmans-Institut in Nimwegen Philosophie studiert hatte, wurde er im September 1958 an die "Saint-Joseph-Universität" in Beirut-Aschrafiyya im Libanon entsandt. Dort empfing dort 1961 im Ritus der armenisch-katholischen Kirche die Priesterweihe . Er spezialisierte sich auf orientalische Sprachen, promovierte in Theologie über armenische Literatur und wurde Professor für Sprachwissenschaften an der katholischen Universität in Beirut. 1974 bis 1981 war er zum Provinzial der Vizeprovinz des Nahen Ostens (Libanon, Syrien und Ägypten) ernannt. 1981 berief ihn der damalige Jesuitengeneral Pedro Arrupe zurück nach Rom und betraute ihn mit der Leitung des Päpstlichen Orientalischen Instituts.

Jesuitengeneral

Von 1981 bis 1983 waren Paolo Dezza SJ und Giuseppe Pittau SJ päpstliche Delegaten und kommissarische Leiter des Jesuitenordens bis zur Wahl des 29. Orgensgenerals P. Kolvenbach am 13. September 1983. Dies geschah in der von der 33. Generalkongregation schon im ersten Wahlgang.

Kolvenbach führte den Orden als Mann des Ausgleichs aus den Schlagzeilen der 1960er und 1970er Jahre in ein ruhigeres Fahrwasser. Er fühlte sich nach turbulenten Jahren an der Spitze ausgebrannt und amtsmüde. So bat er Papst um Erlaubnis zum Rücktritt - und Benedikt XVI. signalisierte grünes Licht. Am 14. Januar 2008 nahm die 35. Generalkongregation[2] den Rücktritt an. Sein Nachfolger als Jesuitengeneral wurde Adolfo Nicolas.

Kolvenbach war ständiges Mitglied der vatikanischen Kongregation für die Evangelisierung der Völker und der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens.

Seit dem Amtsverzicht 2008 lebte Kolvenbach bis zu seinem Tod in Beirut.

Werke

  • Der österliche Weg: Exerzitien zur Lebenserneuerung. [Aus d. Ital. übertr. von Radbert Kohlhaas] Herder Verlag Freiburg im Breisgau ; Basel ; Wien 1988 (240 S.; ISBN 978-3-451-21199-7 Pp.; in italienischer, französischer und polnischer Sprache).

Weblinks

Anmerkungen

  1. Früherer Jesuitengeneral Peter-Hans Kolvenbach in Beirut gestorben www.jesuiten.org am 26. November 2016; Früherer Jesuiten-General Kolvenbach ‚gestorben. Katholisch.de am 26. November 2016; Deutsche Wiikipedia] am 27. November 2016; englische Wikipedia am 28. November 2016
  2. Schreiben von Papst Benedikt XVI. an Pater Peter-Hans Kolvenbach anlässlich der 35. Generalkongregation des Jesuitenordens vom 10. Januar 2008
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