Patrick von Irland

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Heiliger Patrick bei einer Predigt, Gemälde aus dem 18. Jh.

Der hl. Patrick von Irland wurde um 385 in Britannien geboren und starb am 17. März 461. Am 17. März gedenkt die römisch-katholische Kirche des heiligen Patrick von Irland.

Biografie

Patricks Vater war ein Beamter der römischen Verwaltung im Rang eines Decurio und Diakon, sein Großvater Priester. Nach den Berichten von Patrick selbst wurde er in England Ende des 4. Jahrhunderts geboren. Mit sechs Jahren verschleppten ihn Piraten nach Irland, wo er in den Bergen als Schafhüter leben musste. Diese Tätigkeit und der Aufenthalt in der Fremde bereiteten ihm einerseits viele Qualen, andererseits soll er geläutert und zu sich selbst gefunden nach sechsjährigem Aufenthalt die Insel verlassen haben. Auch im Gebet fand er Zuflucht.

Er lebte anschließend wahrscheinlich als Mönch an der Cote d’ Azur und wurde als Nachfolger des irischen Glaubensboten und Bischofs Palladius nach Irland gesandt, um dort das Evangelium zu verkünden.

Gemeinsam mit ungefähr 24 Gefährten kam er wahrscheinlich im Jahr 432 - diesmal freiwillig - auf der Insel an, die er wie in einer Vision von bösen Geistern eingenommen sah, welche ihm den Zutritt verweigern wollten. Auch die Menschen auf der Insel bereiteten ihm anfangs große Schwierigkeiten, hielten ihn für einen Piratenhäuptling oder sahen ihn als Gegner ihrer Götter. Vor allem der König Irlands, Leogar, versuchte wiederholt, Patrick umzubringen.

Mit der Zeit erkannte jedoch die irische Bevölkerung den wahren Charakter des Glaubensboten und Bischofs, seine Güte und Demut. Die Predigten des Gottesmannes überzeugten sie so sehr, dass sich im Laufe der Zeit viele taufen ließen. Er arbeitete mit bekannten Symbolen wie dem Kleeblatt, um die Dreifaltigkeit zu erklären, ein Motiv, das in der keltischen Welt durch die bardische Tradition der Triaden und die Verehrung der dreigestaltigen Göttin bereits sehr verbreitet war. Patrick holte immer mehr Missionare auf die Insel, stiftete Klöster, weihte Priester, organisierte das Land durch die Ernennung von Bischöfe, so dass man von Irland als "Die Insel der Heiligen" sprach.

Der "St. Patrick’ s Day" wird vor allem in Irland und Amerika ausgiebig gefeiert. Das Symbol der Insel, das Kleeblatt, verdanken die Iren ebenfalls ihrem Nationalheiligen, dem auf Irland meistverehrten Heiligen. Patrick soll mit Hilfe dieser Pflanze die Dreifaltigkeit Gottes erklärt haben.

Laut einer irischen Tradition war Patrick mit einer Frau namens Sheela verheiratet, deren Festtag bis ins 19. Jahrhundert am 18. März, einen Tag nach dem fest des heiligen Patrick begangen wurde.[1]

Er ist der Patron Irlands; der Bergleute, Friseure, Böttcher, Schmiede; des Viehs; gegen Ungeziefer und Viehkrankheiten; für die armen Seelen und gegen das Böse.

Weblinks

Anmerkungen

  1. [1]

Dieser Artikel ist ursprünglich der Sektion Tagesheiliger bei www.kath.net entnommen.

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