Pantaleon

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hl. Pantaleon

Der hl. Pantaleon (altgr. Παντελεήμων Pantaleimon) (* 2. Hälfte 3. Jh. in Nikomedia, dem heutigen Ízmir in der Türkei; † 27. Juli 305) ist ein Märtyrer und gehört zu den Vierzehn Nothelfern. Er ist Patron der Ärzte und Hebammen.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Pantaleimon war der Sohn eines Heiden und einer Christin. Er lebte in Nicomedia im 3. Jahrhundert und war der Sohn von Senator Evstrogiy. Sein Studium absolvierte er bei dem berühmten Arzt Efrosin. Panteleimon wurde 305 n. Chr. während der Herrschaft von Kaiser Maximilian auf brutale weise gefoltert und getötet.

Attribute

Pantaleon wird dargestellt mit Nagel/Nägel einer Salbenbüchse und Heilpflanze

Namensdeutung

Bei diesen Namen gibt es zwei Bedeutungen, beide kommen aus dem griechischen und Pantaleimon heißt der ganz Barmherzige und Pantaleon heißt ganz Löwe

Gedenktag

  • Gedenktag katholisch: 27. Juli
  • Gedenktag orthodox: 27. Juli
  • Gedenktag armenisch: 27. Juli
liturg. Feier am 4. Donnerstag nach dem Kreuzerhöhungssonntag
Auffindung der Gebeine: 30. September
  • Gedenktag koptisch: 13. Juli auch der 12. Oktober

Patronate

Pantaleon ist Patron folgender "Stichwörter"

  • Berufe
der Ärzte
Ammen
Hebammen
  • Geographie
von Köln
  • Katastrophen
gegen Heuschreckenplage
  • Krankheiten
gegen Auszehrung
gegen Kopfschmerzen
Viehkrankheiten
  • Menschen
in Verlassenheit
  • Tiere
der Haustiere

Orte, die mit Pantaleonin Verbindung stehen

Reliquien befinden sich in: Köln seit 972 werden Reliquien in der von Bischof Bruno erbauten Kirche St. Pantaleon verehrt, weitere sind in Lyon, Genua, Arles, Ravenna, Venedig, Andechs, Salem, Zwiefalten und anderswo.

Pantaleon-Ampullen, die von der aus ihm geflossenen Milch enthalten sollen, gibt es u. a. in Bari, Neapel, Venedig und Madrid.

Literatur

  • Peter von Steinitz, Pantaleon der Arzt. Roman, Köln 2005 (268 Seiten).
  • Stefan Samerski: Die Kölner Pantaleonsverehrung. Kontext – Funktion – Entwicklung. Norderstedt 2005 (Forschungen zur Volkskunde Heft 51), ISBN 978-3833430411.
  • Luc Campana: Die 14 Heiligen Nothelfer. Herkunft und Verehrung – Konkurrenz zur Medizin – Leben und Legenden – Reichweite und Bildnisse. Lauerz: Theresia-Verlag, 2009. ISBN 978-3-03767-035-4.

Weblinks


Dieser Artikel ist ursprünglich der Sektion Tagesheiliger bei www.kath.net entnommen.

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