Naju

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Koordinaten: UNIQ55f91137fb040f3-geo-00000000-QINU Naju ist ein Ort in Südkorea. An ihm sollen nach Angaben der 2008 exkommunizierten Seherin Julia Youn viele Wunder der Gottesmutter und Eucharistische Wunder geschehen und Botschaften gegeben worden sein. Sowohl der verantwortliche Erzbischof als auch die Glaubenskongregation lehnen die Ereignisse ab.

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung der angeblichen übernatürlichen Ereignisse in Naju

Am 30. Juni 1985 soll die heilige Jungfrau Maria durch ihre Statue, die Julia Youn aus Naju gehört, zu weinen begonnen haben und bis zum 14. Januar 1992 700 Tage lang Tränen vergossen haben. Vom 19. Oktober bis 29. Oktober 1986 soll die Gottesmutter ununterbrochen Blutstränen weinen. Proben der blutigen Tränen seien in einem medizinischen Labor untersucht und als Menschenblut identifiziert worden.

Duftendes Öl von der Statue unserer Lieben Frau an 700 aufeinander folgenden Tagen vom 24. Nov. 1992 bis 23. Okt. 1994.

Die Brotgestalt der Heiligen Eucharistie soll sich in sichtbares Fleisch und Blut auf Julias Zunge insgesamt zwölf Mal zwischen Mai 1988 und 1998 verwandelt haben. Bischof Roman Danylak aus dem Vatikan und Bischof Dominic Su aus Sibu (Malaysia) waren Zeugen der Ereignisse in Naju, bzw. in Sibu, und schrieben ihre Aussagen nieder, in denen sie ihren Glauben an die Echtheit dieser Wunder zum Ausdruck brachten. Bei dem Wunder am 31. Oktober 1995, während der Papstmesse in der Privatkapelle des Heiligen Vaters im Vatikan, wurde Papst Johannes Paul II. Zeuge.

Die Heilige Hostie sei von oben herab zur Muttergottes Kapelle in Naju (Korea) siebenmal zwischen dem 24. Nov. 1994 und dem 27. Aug. 1997 gekommen. Die beiden ersten Wunder wurden vom damaligen Apostolischen Pro-Nuntius in Korea, Bischof Giovanni Bulaitis, während seines Besuches in Naju gesehen.

Am 1. Juli 1995 sollen sieben hl. Hostien herabgekommen sein. Sie wurden von zwei Priestern und fünf Laien, darunter Julia, konsumiert, gemäß der Anweisung des örtlichen Erzbischofs. Die Brotgestalt der hl. Hostie, die Julia empfing, soll sich auf ihrer Zunge in sichtbares Fleisch und Blut verwandelt haben.

Bei der Herabkunft der Eucharistie am 12. Juni 1997 war Bischof Paul Kim von der Diözese Cheju (Korea) Zeuge.

Am 27. Aug. 1997 soll während des Besuches von Pater Raymond Spies die Hl. Eucharistie erneut herabgekommen sein. Ein intensiver Duft soll seitdem bis zum heutigen Tag von der Stelle des Fußbodens, wo die Hostie niederfiel, ausströmen. Zwei Hostien, die am 16. April 2005 auf den Altar des Pilgerzeltes des Erscheinungsberges herabgekommen sein sollen, sollen am 6. Mai 2005 viel Blut in Anwesenheit von Pater Pete Marcial und anderen Gläubigen abgesondert haben.

Zahlreiche Menschen haben in ihren Familien Liebe und Frieden wiedergefunden und seien zu den Sa­kramenten zurückgekehrt. Viele Menschen seien seelisch und körperlich geheilt worden, besonders als sie ihr sündiges Leben bereuten, nachdem sie die Erfahrung der Liebe Jesu und der Muttergottes gemacht haben.

Julia soll an beiden Händen und Füßen während ihrer Leiden geblutet haben. Ärzte untersuchten Julia und stellten fest, dass es für ihre Wunden und die Blutungen keine medizinische Erklärung gab.

Ab November 2001 soll mehrmals Blut auf den Boden des Erscheinungsberges in Naju geströmt sein. Am 18. Januar 2002 sei der Kreuzweg des Erscheinungsberges von der 3. bis zur 13. Station voller Blut gewesen. Am 15. August 2002 soll der Heiland viel Blut auf dem Erscheinungsberg in Anwesenheit des Bischofs Dominic Su und anderer Priester vergossen haben. Bis heute, zuletzt am 19. Oktober 2006, vergieße der Heiland immer wieder Sein kostbares Blut in Naju.

Am 9. November 2001 sollen auf dem Erscheinungsberg von der 3. bis zur 15. Station des Kreuzwegs hier und da Blutlachen gewesen sein. Über 3000 kleine Steine und Laubblätter, die mit Blut bedeckt waren, wurden auf dem gesamten Kreuzweg eingesammelt und sorgfältig aufbewahrt. Teile dieser Steine wurden in der renommierten Universitätsklinik von Seoul untersucht. Es handelt sich um menschliches Blut. An den Stellen, an denen man die Steine eingesammelt und somit entfernt hatte, waren Gummiringe zur Markierung hingelegt worden. Anhand der Kürze der Ringabstände – zwischen der dritten und fünfzehnten Station sah man deutlich, dass jemand mit schwerer Last den Weg hinaufgeschritten war.

Am 18. Januar 2002 soll von der 7. bis zur 13. Station erneut ununterbrochen frisches, hellrotes Blut geflossen sein. Besonders bei der 12. Station sei eine frische Blutlache gewesen. Vor der 7. Station gab Julia an, eine Erscheinung zu haben: Jedes Mal, wenn die Menschen dieser Welt Sünden begingen, werde die Dornenkrone Jesu heruntergedrückt, so dass Blut floss bzw. wurde Er aufs neue ans Kreuz genagelt, so dass schrecklich viel Blut (aus seinen Wunden) fliesse. Sein Heiligstes Herz, das in tausend Stücke zerrissen wurde, verlöre viel Blut.

Am 11. Juni 2002 lagen an der gleichen Stelle auf dem Erscheinungsberg, wo das zweimalige Hostienwunder in Anwesenheit von S. Exzellenz, Bischof Dominic Su, Malaysia, (am 26. August 1995) und von S. Exzellenz, Bischof Roman Danylak, Vatikan, (am 22. September 1995) stattfand (die Hl. Hostien verwandelten sich in sichtbares Fleisch und Blut in Form eines Herzens), unter dem runden Tisch, wo die Fotos des eucharistischen Wunders vom 22. September 1995 ausgestellt sind, hellrote Blutlachen. Auf verschiedenen Steinen, die mit dickschichtigem Blut bedeckt waren, sah man, wie das Blut pulsierte wie bei einem Lebenden.

Als Julia das Blut mit ihren Fingern aufnahm, sah Es so frisch hellrot aus, als ob Es gerade aus einem menschlichen Körper geflossen wäre. Noch überraschender war die Tatsache, dass das Heilige Blut pulsierte, wie Herzschläge eines lebenden Menschen, indem Es ihren Finger zog, und weiter pulsierte und für einen Augenblick in die Höhe spritze. Man konnte aus dem Heiligen Blut die pulsierenden Herzschläge des lebenden Heilandes fühlen und 87malige Pulsschläge messen. Spontan maß ein Helfer den Puls Julias; es waren 72 Schläge.

Am 15. August 2002 soll gerade an derselben Stelle, in der Zeit zwischen 10:00 und 10:15 Uhr, (wo Bischof Dominic Su aus Malaysia in der hl. Messe die Hl. Wandlung vollzogen hat), wieder viel Blut herabgekommen sein.

S. Exzellenz, Bischof Dominic Su, Priester aus Malaysia und viele Pilger aus Malaysia, Japan, Hongkong, Indonesien, Korea und aus anderen Ländern wurden direkte Zeugen dieses Blutwunders.

Botschaften und Zeichen von Gott

Die Mutter des Heilandes soll Botschaften und Zeichen von Gott für alle ihre Kinder auf der Erde bringen. Nachdem die selige Jungfrau Maria, Mutter des Heilandes, durch ihre Statue in Naju zu weinen begonnen habe, habe Maria viele Botschaften und andere wunderbare Zeichen gebracht und alle ihre Kinder auf der Welt inständig gebeten, schnell ihre Sünden zu bereuen und zu Gott, Seiner Kirche, Seiner Wahrheit und Seiner Liebe zurückzukehren, damit Er ihre sündigen Seelen heilen und ihnen das übernatürliche Leben zurückgeben könne. Besonders habe sie die Menschen darum angefleht, dem Glaubenserbe, das Christus Seiner Kirche vor 2000 Jahren anvertraut hat, treu zu sein und einander zu lieben und zu vergeben. Sie habe die Menschen auch darum gebeten, das menschliche Leben vom Augenblick seiner Empfängnis im Mutterschoß an zu achten. Sie wolle, dass jeder sich bekehre von einem egozentrischen Leben zu einem Leben, das Gott diene, seine Wahrheit verteidige, verbreite und Seine Liebe an alle auf der Erde weitergebe.

Kirchliche Ablehnung der Ereignisse

Am 1. Januar 1998 veröffentlichte der Erzbischof von Kwangju, Victorinus Youn Kong-hi, ein Dekret, in welchem er feststellte, dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass es sich bei den Phänomenen in Naju um übernatürliche Ereignisse handle. Desweiteren verbot er die Publikation der Botschaften und Erscheinungsberichte.[1] In seiner Direktive erläuterte er, dass die Phänomene als Ausdruck persönlicher Frömmigkeit und nicht als Privatoffenbarung anzusehen seien. Er begründete dies dahingehend, dass in der Botschaft von Naju donatistische und die Lehre von der Transsubstantiation ablehnende Elemente vorzufinden seien.[2]

Am 21. Juni stellte der Nachfolger von Victorinus Youn Kong-hi, Andreas Choi Chang-mu die Exkommunikation latae sententiae (als Tatstrafe) der Seherin und ihrer Anhänger fest.[3]

Der amtierende Erzbischof der südkoreanischen Erzdiözese Kwangju, Hyginus Kim Hee-jung, bekräftigte die ablehnende Haltung zu den Ereignissen in Naju. Die Glaubenskongregation habe ihm am 30. März 2011 einen Brief geschickt, in dem sie die seit 1985 auftretenden Phänomene als „nicht echte christliche Lehre“ ablehnt.[4]

Literatur

  • Spies/Couette, Maria warum weinst du?, Ereignisse und Botschaften von Naju (Südkorea), Parvis-Verlag 1992; ISBN 3-907523-29-6

Weblinks

Anmerkungen

  1. Vgl. Archbishop says ´the miracles´ and messages of Naju are not from God, UCANews vom 9. Januar 1998.
  2. Vgl. Kwangju Archbishop gives directives on Naju events, UCANews vom 14. Januar 1998.
  3. Vgl. Archbishop Declares Excommunication Against Julia Youn And Followers, UCANews vom 25. Januar 2008.
  4. Vgl. Südkorea: Glaubenskongregation lehnt Naju ab, Kath.net am 6. Mai 2011
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